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Dieselruß ist der größte Klimakiller

Dieselruß
© Cyprien Hauser
(CC BY-ND 2.0)

Alle reden von CO2, CO2-Abgabe oder CO2-Emissionshandel, dem modernen Ablasshandel. Doch CO2 ist nur ein relativ kleiner Teil der Ursachen für der Klimakrise, denn der größte Klimakiller überhaupt ist laut einer NASA-Studie der schwarze Ruß, der aus Diesel- und Kohleverbrennung entsteht.

Das globale Klima erhitzt sich viel schneller, als die Wissenschaftler vorhergesagt haben, während die Treibhausgas-Emissionen weiterhin rasant ansteigen. Zudem werden jährlich acht Mio. Hektar Wald abgeholzt, die als CO2-Speicher dienen. Doch Maßnahmen gegen CO2 allein reichen nicht aus, wenn dabei der viel gefährlichere schwarze Ruß völlig außer Acht gelassen wird. Denn der größte Klimakiller ist nicht CO2, sondern Dieselruß.

Dieselruß wirkt klimatisch 360.000 bis 840.000 mal so stark wie CO2!
Bei der Erforschung des Treibhauseffektes interessiert man sich fast nur für "klassische" Treibhausgase wie CO2. Dass auch Ruß – black carbon – zur Erderwärmung beiträgt, entging deshalb der Aufmerksamkeit, obwohl dies bereits seit dem Jahr 2000 bekannt ist.
Die Rußpartikel von Dieselmotoren sorgen dafür, dass die Arktis und die Gletscher der Erde massiv abnehmen. Zu diesem Schluss kamen Forscher des NASA Goddard Institute for Space Studies. Einen wesentlichen Anteil daran haben Dieselmotoren in Fahrzeugen, Landmaschinen, Baumaschinen und Schiffen. So stehen auch Dieselmotoren in direktem Zusammenhang mit Extremwetterereignissen, so US-Forscher Jacobson, der von der NASA, von der amerikanischen Umweltbehörde Epa sowie von der National Science Foundation unterstützt wurde.
zeit.de/2002/21/Einheizer_auf_vier_Raedern
ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/20140013040.pdf
gacp.giss.nasa.gov/publications/special/bergstrom.pdf

>>> Um das Klima zu stabilisieren, hätten Dieselmotoren also schon im Jahr 2001 verboten werden müssen. Das gilt auch für die Kohleverbrennung.

Während sicher die Öl- und Kohle-Lobbys dafür gesorgt haben, dass die Studie nicht weiter beachtet wurde, hat die Autoindustrie zum selben Zeitpunkt Dieselautos für klimafreundlich erklärt, weil sie kein CO2 ausstoßen.
Doch die vielen kleinen schwarzen Rußpartikel sind inzwischen nicht nur im Schnee des Himalaya-Gebirges zu finden, wo sie die Reflexionsfähigkeit des Schnees abmildern, sondern schweben auch in der Erdatmosphäre, sodass die Sonnenstrahlen schon beim Eintreten in die Atmosphäre erhitzt werden, was den Treibhauseffekt dramatisch verstärkt!

Wenn so vorgegangen wird, kann die Zivilisation und die Spezies Mensch nicht gerettet werden. Der Planet ist deutlich smarter als wir und wird uns schon sehr bald die Konsequenzen deutlich aufzeigen.

Lachgas (N2O) hat eine 300 Mal stärkere Klimawirkung als CO2 und trägt sechs bis sieben Prozent zum weltweiten Treibhauseffekt bei. Außerdem greift es die Ozonschicht an. Verantwortlich dafür ist vor allem der übermäßige Einsatz von Stickstoffdüngern in der Landwirtschaft und Prozesse in der chemischen Industrie sowie Verbrennungsprozesse.

Methan (CH4) ist als Klimagas rund 25 Mal klimaschädlicher als CO2. Anthropogenes Methan wird zum größten Teil in der Landwirtschaft ausgestoßen. Die Methan-Emissionen aus der Erdgas- und -ölgewinnung sind erheblich größer als bisher gedacht. Das hat eine im Fachblatt Nature veröffentlichte Studie ergeben. Außerdem hatten im letzten Jahr andere Wissenschaftler eine Reihe von Bohrlöchern untersucht und dabei festgestellt, dass erheblich mehr Methan entweicht, als den Betreibern bewusst war.
umweltbundesamt.de/boden-landwirtschaft/lachgas-methan
greenpeace.de/Landwirtschaftsreport_08jan08_0.pdf


Interaktive Grafik Klima-Entwicklungen

Klima-Entwicklungen

Die "Interaktive Grafik Klima-Entwicklungen bis 2100" zeigt, dass wenn wir so weiter machen, wir die kritische Erderwärmung von 1,8 Grad bereits in 20 Jahren erreicht haben werden. Dann setzen die Kipp-Punkte ein und eine Katastrophe wird die nächste jagen – mit Kettenreaktionen, die niemand mehr berechnen kann. Ein normales Leben ist dann unmöglich, die gesamte Zivilisation bricht zusammen. Die staatlich subventionierte Kohleförderung und Verbrennung soll jedoch noch bis 2038 andauern...

Erst wenn die Öl-, Gas- und Kohleverbrennung beendet wird, also das Verbrennen an sich, kann die Klimakrise bewältigt werden. Und solange nur das Geld regiert, wird dies nicht gelingen.
en-roads.climateinteractive.org/scenario.html

Interessant angesichts dieser Tatsachen: Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich auf Klimaneutralität 2050 – ein Zeitpunkt, an dem auch laut dem Pentagon-Report unsere Zivilisation schon nicht mehr existieren dürfte. Politiker tun eben gern so, als ob sie was tun würden.
Wer von 2050 redet, will heute nichts tun. Doch ohne radikale Änderungen JETZT wird die menschliche Zivilisation schon in 10-20 Jahren zerbrechen und 2050 gar nicht mehr existieren.
Wir brauchen eine Wirtschaft, die den Menschen dient, nicht den Konzernen.

Maßnahmen gegen CO2 reichen nicht aus, wenn dabei der viel gefährlichere schwarze Ruß völlig außer Acht gelassen wird.
Ein schneller Ausstieg aus Öl und Kohle ist dringender denn je. Dazu muss die Finanzbranche 935 Unternehmen ausschließen, wenn es darum geht, wenigstens die Pariser Ziele zu erreichen. 10,5 Milliarden Dollar hat allein die Weltbank seit der Verabschiedung des Pariser Klimaschutzabkommens 2015 in Fossile Energien investiert.

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizäcker: "Der Klimafonds wird von den meisten Entwicklungsländern so verstanden, dass sie Geld (100 Milliarden Dollar pro Jahr) für die Anpassung an die vom Norden verursachten Klimaschäden bekommen. Moralisch verständlich, hilft aber dem Klima nicht."


Energiesuffizienz

Energiesuffizienz ist die nachhaltige Begrenzung des Energiebedarfs.
Suffizienz ist als Ergänzung zur Energieeffizienz nötig, da diese oft nicht den Energieverbrauch mindert, sondern durch indirekte und direkte Einkommenszuwächse und steigende Komfortansprüche Rebound-Effekte verursachen.

Konsistenz bezeichnet den Einsatz erneuerbarer Energien zur Energiebedarfsdeckung. Suffizienz ist die langfristige Reduktion des absoluten Energie- und Ressourcenverbrauchs. Statt Geräte zu kaufen, sollte für Dienstleistungen gezahlt werden, sodass Verbraucher ihre Bedürfnisse stärker hinterfragen. Ein Beispiel hierfür ist das Carsharing. Politisch sollten energiesparende und umweltschonende Verhaltensweisen unterstützt und energieintensive Verhaltensweisen eingeschränkt werden.

Ressourcensuffizienz bezeichnet den Verzicht auf oder die Reduktion von bestimmten Materialien bei der Produktion und der Vermeidung von Abfällen. Im Mobilitätsbereich ist Suffizienz als Verkehrsvermeidung und Schaffung der „Stadt der kurzen Wege“ zu verstehen.
de.wikipedia.org/wiki/Energiesuffizienz

Aus Parasiten müssen Symbionten werden
In Genügsamkeit und kritischem Umgang mit Wachstum und Konsum liegt der entscheidende Schlüssel für eine gleichermaßen ökologische wie gerechte Zukunftsgestaltung.
unternehmensgruen.org


Die Klimaschmutzlobby

Menschen aufklären, damit sie immun werden gegen Lobbystrategien – das ist eines der Ziele, das die Autorinnen Susanne Goetze und Annika Joeres mit ihrem Buch „Die Klimaschmutzlobby“ erreichen wollen. Im Interview geht es um Klimabremser, den französischen Klima-Bürgerrat und die Lobbyarbeit der Luftfahrtindustrie. Ihr Fazit ist klar: Um die Klimaschmutzlobby zu enttarnen, braucht es mehr Lobbytransparenz.
lobbycontrol.de/die-klimaschmutzlobby-die-buchautorin-im-interview

CDU-Wirtschaftsrat in der Lobbypedia
Der Wirtschaftsrat ist ein einflussreicher Lobbyverband für CDU-nahe Unternehmen. Diese treffen in vertrauter Runde auf CDU-Politiker/innen, Unternehmenssponsoring verschafft weitere Zugänge. Vor allem beim Klimaschutz hat sich der Verband in den letzten Jahren als mächtiger Bremser erwiesen.

Der Wirtschaftsrat verweist auf politische Erfolge etwa bei der Einführung der Schuldenbremse für die öffentlichen Haushalte, der Entschärfung des Klimaschutzplans 2050 oder der Senkung des Arbeitslosenbeitrags. Zu Beginn der COVID-19-Pandemie forderte der Wirtschaftsrat, die europäischen Klimaschutzziele nicht zu erhöhen und kritisierte die Corona-Hilfspakete der Europäischen Union.
lobbypedia.de/wiki/Wirtschaftsrat_der_CDU


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Petitionen online zeichnenPetitionen online aktuell
 - Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise
 - EU muss Wälder schützen, statt sie zu verbrennen
 - Einberufung eines Bürgerrats zur Klimapolitik
 - Pfand statt Müll
 - Facebook-Boykott
 - Bienensterben stoppen!
 - Energielabel anpassen: Weniger Mikroplastik aus Waschmaschinen
 - Gefährliche Pestizidabdrift stoppen!
 - Glyphosat-Verbot in Gefahr
 - Nestlé auf der Flucht
>>> Mehr aktuelle Petitionen

Spruch des MonatsSpruch des Monats: Reinhold Messner

Gesundheit und ErnährungGesundheit und Ernährung
 - Wissenschaftler warnt: Die nächste Pandemie wird kommen
 - Problem Einweg-Plastikflaschen
 - Vom Hof auf den Tisch
 - Arzneimittelrückstände in der Umwelt
 - Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Insekten
 - Empfehlungen zur nachhaltigen Ernährung

Umwelttechnologien und Erneuerbare EnergienUmwelttechnologien + Erneuerbare Energien
 - Zukunftstechnologien
 - Unterstützung der Verbraucher/innen zur Energiewende
 - Floating PV: Wasserkraft mit Solar
 - Nuklearen Wasserstoff fördern?
 - Hochtemperaturspeicher heizt Wohnungen mit Grünstromspitzen
 - Innovationen + unterdrückte Erfindungen
 - Die dezentrale Energiewende

ElektromobilitätElektromobilität
 - Elektroautos als Heimspeicher nutzen?
 - Umfrage: Mehrheit bevorzugt Tasten statt Touchscreen
 - Big Brother Award für Tesla wegen Rundumüberwachung

KlimakriseKlimakrise
 - Meeresspiegel steigt exponentiell
 - Flutkarten
 - Unser Haus brennt

AtomkraftAtomkraft
 - Atom-Entschädigung für Vattenfall

Umwelt und FinanzenUmwelt und Finanzen
 - 10 Prinzipien für eine nachhaltige Erholung
 - Anleger wissen zu wenig über nachhaltige Geldanlagen
 - Green Bonds für eine nachhaltige Zukunft
 - Das Enteignungssystem der Banken
 - Umweltbanken und "faire" Banken

PS: EU-Finanzkommissarin warnt vor Diensten wie Apple Pay und Google Pay.

Denken Sie bitte an Umwelt und Ressourcen: Speichern ist umweltfreundlicher als drucken.

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Petitionen online aktuell

Petitionen online zeichnenÜber das Internet initiierter Protest kann viel bewegen, wenn wir es gemeinsam angehen. Dieser ist der Gegensatz unserer "Wählt-alle-4-Jahre-Demokratie" der Vergangenheit, denn die wahre Demokratie bahnt sich ihren Weg mit Petitionen aus der lebenden Bevölkerung.
Weltweit entwickeln sich Bürgerstimmen zu einer neuen Supermacht. Die geballte Kraft unserer Gemeinschaft bietet uns unglaubliche Möglichkeiten, die Welt zu verbessern.
Jede(r) kann jetzt eine Petition starten.

Verändern Sie die Welt – beteiligen Sie sich an Online-Petitionen:

Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise

● Die EU soll ihre national festgelegten Beiträge (NDC*) im Rahmen des Übereinkommens von Paris bezüglich einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80% bis 2030 und der Erreichung der Netto-Null bis 2035 verschärfen und die europäischen Klimaregelungen dementsprechend anpassen.
● Ein EU-Grenzausgleichssystem für CO2 soll eingeführt werden.
● Es sollen keine Freihandelsverträge mit Staaten abgeschlossen werden, die sich nach Bewertung durch den Climate Action Tracker nicht an die Vorgabe von 1,5 °C halten.
● Die EU soll kostenloses Unterrichtsmaterial über die Auswirkungen des Klimawandels für alle Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen.

Rufen Sie die Europäische Kommission auf, die EU-Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise anzupassen, um eine maximale Erwärmung von 1,5° nicht zu überschreiten. Dazu bedarf es ambitionierterer Ziele und erhöhter finanzieller Ressourcen für den Klimaschutz:
eci.fridaysforfuture.org/de

EU muss Wälder schützen, statt sie zu verbrennen

Für eine falsch verstandene Klimapolitik zerstört die EU Wälder – und heizt die Katastrophe an. Wer glaubwürdig das Klima schützen will, muss Wälder schützen!
Die EU will noch stärker als bisher Holz in Kraftwerken verfeuern will. In der irrigen Annahme, damit das Klima zu schützen. Woher die Peletts dafür kommen? Aus den Wäldern der Ukraine, der USA, aus Kanada und aus Brasilien.

Die EU-Staaten sehen in Holz einen Brennstoff für Kraftwerke und treiben mit Milliarden-Subventionen die Abholzung von Wäldern an. Das ist weder klimaneutral noch umweltfreundlich, sondern widersinnig.
Jetzt ist es an der Zeit, die EU wissen zu lassen: Holz als Brennstoff in Kraftwerken zu verfeuern ist eine Katastrophe für die Wälder und das Klima. Die massenhafte Verbrennung von Waldholz sollte aus den erneuerbare Energiezielen der EU gestrichen und nicht mit Milliarden-Subventionen finanziert werden:
regenwald.org/eu-muss-waelder-schuetzen-statt-sie-zu-verbrennen

Einberufung eines Bürgerrats zur Klimapolitik

Über Jahre ist es der Bundesregierung nicht gelungen, der Umwelt- und Klimakrise angemessen zu begegnen. Das 2019 verabschiedete Klimapaket ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dennoch führt es nicht zu den großen gesellschaftlichen Veränderungen, die aus Sicht der Wissenschaft notwendig sind, um die verbindlichen Pariser Klimaziele zu erreichen und die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, einen bundesweiten Bürger*innenrat zur Klimapolitik einzuberufen. Dieser soll repräsentativ und unabhängig sein und über folgende Frage beraten: Welche Maßnahmen soll Deutschland bis 2035 unter Berücksichtigung der sozialen Gerechtigkeit ergreifen, um seinen Beitrag zur Einhaltung der Pariser Klimaziele zu leisten? Der Bundestag möge sich verpflichten, die Vorschläge des Bürger*innenrats in seiner Gesetzgebung zu berücksichtigen.

Ein Bürger*innenrat bringt Menschen mit ganz verschiedenen Lebenserfahrungen und Sichtweisen zusammen, gibt ihnen die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und gemeinsam Lösungsvorschläge für die Politik zu erarbeiten. Bürger*innenräte können unsere Demokratie stärken und zugleich eine faktenbasierte und faire Klimapolitik auf den Weg bringen, die von der Breite der Bevölkerung mitgetragen wird.
epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_09/_16/Petition_116046

Pfand statt Müll

Immer noch landet viel zu viel Müll in unserer Natur – Böschungen, Straßenränder, Wälder, öffentliche Plätze und unberührte Landschaften – überall finden sich achtlos weggeworfene Dosen und Plastikflaschen.

Fordern Sie die Einführung eines Einweg-Pfandsystems auf Getränkeverpackungen in Österreich und die Erhöhung der Mehrweg-Quote auf 90 Prozent bis 2035:
global2000.at/pfand-drauf

Facebook-Boykott

Facebook weigert sich gegen Fake News und Hetze auf seiner Plattform vorzugehen. Das können wir jetzt ändern.
Facebook macht Geld damit, uns Werbung zu zeigen (und unsere Daten zu verkaufen). Wenn Millionen Menschen einen einfachen, kostenlosen Adblocker herunterladen, um ein Zeichen gegen Hass und Fake News zu zeigen, schlägt das riesige Wellen in der Medienwelt und erhöht den Druck auf Facebook. Doch das funktioniert nur, wenn wir alle mitmachen. Dann gehen Facebook's Gewinne in den Keller und das Unternehmen ist endlich gezwungen zu handeln.

Weltweit haben sich bislang 800 Unternehmen und unzählige Prominente wie die Sängerin Katy Perry, Schauspieler Leonardo DiCaprio oder Topmodel Naomi Campbell dem Protest angeschlossen und Facebook Umsatzeinbußen in Millionenhöhe beschert. Ein Aufruf an Facebook wurde von über 100 Nichtregierungsorganisationen unterzeichnet.
Jetzt Facebook-Werbeblocker runterladen:
block-them-all.com/?lang=de

Ein Werbeblocker sollte in jedem Browser obligatorisch installiert sein sowie auch ein Privacy Badger.

Bienensterben stoppen!

Weniger Pestizide, mehr Schutzflächen: Die Bundesregierung hat versprochen, gegen das Insektensterben vorzugehen. Doch seit Monaten blockiert Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) das nötige Gesetz, das Bienen, Hummeln und Schmetterlinge besser schützen würde.

Fordern Sie Julia Klöckner jetzt auf, ihre Blockade zu beenden:
aktion.campact.de/bienenschutz/appell/teilnehmen

Energielabel anpassen: Weniger Mikroplastik aus Waschmaschinen

Synthetische Fasern aus Waschmaschinen machen einen großen Teil des Mikroplastiks in den Weltmeeren aus.
Waschmaschinen emittieren mit jedem Waschgang hunderttausende synthetische Fasern. Multipliziert mit Milliarden Waschgängen weltweit ergibt das eine gigantische Menge Mikroplastik, das fast ungefiltert über die Abwässer in Flüsse, Seen und Meere gelangt. Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Angepasste Waschvorgänge (niedrige Temperaturen, geringe Schleuderzahlen) und Abwasserfilter können die Anzahl von synthetischen Fasern im Abwasser drastisch reduzieren. Es gibt jedoch keine Vorgaben seitens der EU, wie viel Mikroplastik eine Waschmaschine emittieren darf.

Fordern Sie die Europäische Kommission auf, das Energielabel für Waschmaschinen um den Punkt "Emission Mikroplastik" zu ergänzen und entsprechende Grenzwerte für Neugeräte vorzugeben.:
openpetition.eu/eu-kommission-mikroplastikemissionen-energielabel-anpassen

Gefährliche Pestizidabdrift stoppen!

Der neuste Greenpeace-Report bringt alarmierende Resultate ans Licht: Pestizide verbreiten sich über die Luft viel weiter als gedacht – kilometerweit! Die Abdrift von teils hoch bedenklichen chemisch-synthetischen Substanzen stellt nicht nur für die Bio-Produktion ein grosses Problem dar, sondern auch für die Bevölkerung.

Pestizidabdrift kontaminiert Ökosysteme und Landwirtschaftsland weit über das ursprüngliche Einsatzgebiet hinaus. Dies stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Produzenten*innen, Anwohner*innen und Konsument*innen dar.
Fordern Sie daher von Bund und Parlament den Pestizideinsatz umgehend besser zu kontrollieren und einzuschränken:
greenpeace.ch/de/gefahrliche-pestizidabdrift-stoppen

Petition "Bienen und Bauern retten!"
umweltinstitut.org/bienen-und-bauern-retten

Glyphosat-Verbot in Gefahr

2017 hat der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz das Glyphosatverbot zur Chefsache erklärt, doch es ist immer noch nicht umgesetzt.
Zehntausende SumOfUs-Mitglieder machen seit Monaten unermüdlich Druck auf die Regierung, und gemeinsam haben wir erreicht, dass das Thema auf der politischen Tagesordnung geblieben ist.
Aktuell verhandelt die Regierungskoalition über das Glyphosatverbot, doch die ÖVP von Kanzler Kurz tritt entgegen aller Versprechen auf die Bremse. Sie hoffen, dass wir wegen der Corona-Pandemie das Interesse an Glyphosat verloren haben.

Lassen Sie uns gemeinsam die E-Mail-Postfächer von Kurz & Co mit tausenden E-Mails fluten und der ÖVP klar machen: Die Menschen fordern ein Glyphosatverbot noch dieses Jahr!
Eine E-Mail senden, damit Glyphosat endlich verboten wird:
actions.sumofus.org/a/glyphosatverbot-endlich-umsetzen

Nestlé auf der Flucht

Nestlé verkauft seine Wassersparte in Nordamerika, doch das ist keine gute Neuigkeit. Bevor Nestlé sich aus dem Wassergeschäft in Nordamerika zurückzieht, möchte es sich seinen Ausstieg richtig vergolden lassen. Damit das klappt, dürfen die potentiellen Käufer nichts von den unermüdlichen Aktivist*innen erfahren, die seit Jahren gegen Nestlés Wasserraub kämpfen.

Wenn wir jetzt kein klares Zeichen gegen Wasserraub setzen, waren unsere bisherigen Erfolge gegen Nestlé umsonst. Fordern Sie Nestlé, Pepsi, Coca-Cola und weitere potentielle Käufer auf, den Gemeinden die Kontrolle über ihr Wasser zurückzugeben:
actions.sumofus.org/a/nestles-wasserraub


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Spruch des Monats Spruch des Monats

Die Veränderung der Welt ist nur herbeizuführen, wenn sich jeder einzelne ändert.

Reinhold Messner





Gesundheit und Ernährung

Gesundheit und Ernährung - © eyeliam
© eyeliam
(CC BY 2.0)


Im alten China galten nicht jene Ärzte als die besten, die am meisten Patienten hatten; am angesehensten und wohlhabensten waren diejenigen, die die meisten gesunden Menschen betreuten. Das lag daran, dass Ärzte damals nur von ihren Patienten bezahlt wurden, so lange diese gesund waren.
Unser heutiges nur so genanntes Gesundheitssystem lebt jedoch von den Kranken; die Krankenversicherungen, kassenärztlichen Vereinigungen, Pharmakonzerne und privatisierten Kliniken können nur dann immer höhere Profite machen, wenn immer mehr Menschen krank werden und es auch bleiben.
Naturmedizin liegt daher im Trend dieses Jahrhunderts.

"Dieses soll der Arzt wissen: die Natur ist auch ein Arzt, eine Apotheke und eine Arznei. Ihr soll der Arzt den Vortritt lassen."
Paracelsus

Was wir uns auf den Teller legen, hat enormen Einfluss. Mit jedem Griff ins Einkaufsregal treffen wir Entscheidungen: Über die Gesundheit unseres Körpers, die Haltungsbedingungen von Tieren, den Zustand unserer Äcker und die Vielfalt der Gemüsesorten am Marktstand. Ja, auch für den Klimaschutz.

In der industrialisierten Landwirtschaft werden 10 fossile Kalorien in 1 Nahrungsmittelkalorie gepumpt.
Konsumenten haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie ihr Essen hergestellt wurde. Doch viele Konzerne wollen genau das verhindern und geben eine Menge Geld dafür aus.
Viele Lebensmittel verdienen diese Bezeichnung gar nicht. Hinzu kommt die Herstellung, Verwertung und Verschwendung von Lebensmitteln. Auch dieses System kann nicht als nachhaltig oder gesund bezeichnet werden kann.

Die schädigende Wirkung vieler Chemikalien, denen der Mensch im Alltag kaum ausweichen kann, ist längst bekannt. Wir werden permanent vergiftet mit Strahlung, Pestiziden, Ausdünstungen, Weichmachern, Lebensmittelzusätzen, Antibiotika, Dieselruß und sonstigen Chemikalien – in Medikamenten, Lebensmitteln, zu Hause und im Straßenverkehr.
Wir können nicht feststellen, ob Fleisch, Milch, Eier, Joghurt oder Käse mit Gentechnik hergestellt wurden, also von Tieren stammen, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden. Auch Nanotechnologie in Lebensmitteln ist bislang ohne Kennzeichnung!

Eine Milliarde (!) Euro hat die Lebensmittelindustrie aufgewendet, und mit einer jahrelangen Kampagne die "Ampelkennzeichnung" verhindert, die über 70% der Verbraucher/innen wünschen.
Zuckerhaltige Getränke sind weltweit gesehen die Ursache für 184.000 Todesfälle pro Jahr. Mit der Ampel hätten Käufer/innen auf einen Blick erkennen können, ob ein Lebensmittel viel, mittel oder wenig Zucker, Salz und Fett enthält. Deshalb war die Milliarde aus Sicht der Lebensmittelindustrie sehr gut investiert – im Vergleich zu den drohenden Umsatzverlusten und Gewinneinbrüchen. Denn plötzlich hätten die Verbraucher vermeintliche Fitness-Produkte als Zuckerbomben entlarvt.

30.000 Lobbyisten, also fast 40 pro Europa-Parlamentarier, sorgen in Brüssel dafür, dass die Demokratie zur Lobbykratie mutiert.

Wir brauchen nicht nur eine Energiewende und eine Gesundheitswende, sondern auch ganz dringend eine Agrarwende bzw. Landwende.

Wissenschaftler warnt: Die nächste Pandemie wird kommen

Professor Josef Settele ist Biologe am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle. Er glaubt: In Zukunft kann es noch viel schlimmer kommen. „Die nächste Pandemie wird kommen. Und wenn wir Pech haben, wird sie noch gravierender und tödlicher als die Covid-19-Welle sein.“

Der Wissenschaftler befürchtet, der Mensch habe der Natur zu viel zugemutet. Die Folge sei eine „Triple-Krise“. „Es handelt sich um ein fatales Zusammenspiel aus Klimawandel, Artensterben und Zoonosen, also Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch – und umgekehrt – übertragen werden und Pandemien auslösen können“, erklärt Settele seine These. Diese Zoonosen seien der Ursprung von „oft tödlichen Krankheiten“. Dazu zählt Covid-19 ebenso wie beispielsweise Malaria, Aids oder Ebola.

Derzeit bremst der Corona-Lockdown den Lebensalltag vieler Menschen ein. Die Natur profitiert davon sehr, wie Forscher jüngst herausfanden. „Je mehr der Mensch in bis dahin unberührte Natur vordringt und sie ausschlachtet, desto mehr Virenkrankheiten springen auf ihn über“, schildert Settele.
Verlieren Tiere ihren Lebensraum, siedeln sie um. Häufig flüchten sie in kleinere Territorien und leben dort dichter gedrängt als zuvor. Dies erhöht die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern. Damit muss auch der Mensch mit einer Infektion rechnen.

Die Anpassungsfähigkeit der Viren lässt die Infektionsgefahr von Tier auf Mensch ansteigen. Ein Grund hierfür sind wärmere Temperaturen. „Der Klimawandel ermöglicht es, dass sich Mücken-, Hornissen- und Zeckenarten in Regionen fest ansiedeln, in denen sie bislang den Winter nicht überlebt hätten“, sagt Settele. „Auch so werden Krankheiten eingeschleppt.“

Der Forscher appelliert eindringlich an die Weltbevölkerung, ihren Umgang mit der Natur zu überdenken. Andernfalls drohten den Menschen auch weitere Pandemien.
Mehr von Kai Hartwig bei
merkur.de/klima-corona-umwelt-biologe-wandel-viren-uebertragung-wechselwirkung

Problem Einweg-Plastikflaschen

Von Discountern und internationalen Getränkekonzernen werden immer mehr Einweg-Plastikflaschen in den Markt gedrückt. Doch dieser Trend hat negative Folgen für die Umwelt. Neben dem Ressourcenverbrauch belasten Einweg-Plastikflaschen vor allem das Klima und erzeugen Unmengen an Abfall.

● Einweg-Plastikflaschen sind mit einem Gesamtmarktanteil von rund 52 Prozent inzwischen das dominierende Packmittel bei Getränken.
● In Deutschland werden stündlich 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht.
● Pro Tag sind das rund 45 Millionen Stück.
● Pro Jahr werden 16,4 Milliarden Plastikflaschen verbraucht.
● Im Schnitt verbraucht jede*r Deutsche fast 200 Einweg-Plastikflaschen pro Jahr.
duh.de/mehrweg-klimaschutz0/einweg-plastikflaschen

Wassertrinken ohne Plastikabfall
Besser den Hahn in der Küche aufdrehen als den Deckel der Plastikflasche.
Die Klima- und Plastikmülldebatten fördern eine besonders umweltfreundliche Art des Wasserkonsums: Wasser aus dem Hahn in der eigenen Küche. Leitungswasser in Deutschland unterliegt strengen Kontrollen und kann ohne Bedenken getrunken werden. Durstlöschen direkt am Hahn reduziert die Menge an Plastikflaschen, die bei ihrer Herstellung, Transport und Entsorgung große Mengen Energie und Rohstoffe verbrauchen und das Klima belasten. In Deutschland werden laut der Deutschen Umwelthilfe jährlich 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen für Getränke genutzt. Auch die Umweltbilanz von Mehrwegflaschen ist ungünstiger als die von Leitungswasser.
hahntrinker.de

Wasserkraftanlagen leisten übrigens einen signifikanten Beitrag zur Entsorgung von Plastikmüll aus Gewässern.
bkv-gmbh.de/Studien/Report_Analyse_Wasserkraftwerke_2020.pdf

Vom Hof auf den Tisch

Die EU-Kommission hat mit dem „Grünen Deal“ und der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ sehr positive Signale zum nachhaltigen Umbau der Wirtschaft gesendet und damit mutige und visionäre Papiere vorgelegt.
Natürlich muss am Ende des Weges ein 100% ökologische enkeltaugliche Landwirtschaft und Ernährung etabliert werden. Denn nur nachhaltiges Wirtschaften und der Aufbau einer echten Kreislaufwirtschaft können Ökonomie und Ökologie zusammenbringen. Es muss darum gehen, dass Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung zu entkoppelt. Der gesamten Ernährungswirtschaft stehen diesbezüglich große Herausforderungen ins Haus. Die Größte ist sicher das Verfügbarmachen der Siedlungsabfälle für die agrarischen Produktionssysteme.

Die Preise für Lebensmittel sprechen nicht die Wahrheit. Einerseits sind diese verzerrt durch sehr hohe Subventionen für die Landwirtschaft und andererseits werden gerade in der Lebensmittelproduktionskette viele Umweltkosten auf die Allgemeinheit abgewälzt. Wahre Preise für Lebensmittel sind in der Marktwirtschaft ein sehr effektives Werkzeug, können die Verbraucher in Richtung nachhaltigen Konsum steuern und erhöhen die Wertschätzung für Lebensmittel. Die „Vom Hof auf den Tisch“ Strategie geht dazu mit neuen Zielen für mehr Ökolandbau und weniger Pestizide und Antibiotika beherzt voran. Und zurecht wird angesprochen, dass die nachhaltigsten Lebensmittel die erschwinglichsten sein sollen.

Ein nachhaltiger Anbau und eine ökologisch verantwortliche Erzeugung von Lebensmitteln global in Verbindung mit wahren Preisen würde zu einer resilienteren Beschaffungsstruktur weltweit führen. Die Kosten der Logistik und des Transportes weltweit müssen mit ihren Umweltbelastungen und sozioökonomischen Auswirkungen eingepreist werden, um regionale Märkte zu stärken und zu fördern.
aoel.org/Positionspapier_Gr%C3%BCner-Deal-und-F2F.pdf

Arzneimittelrückstände in der Umwelt

Immer häufiger werden Arzneimittelrückstände in Gewässern und Böden nachgewiesen und führen dort schon in geringen Konzentrationen zu einer kontinuierlichen Belastung.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Bundesregierung auf, die Belastungen durch Arzneimittelrückstände in der Umwelt zu reduzieren.
Arzneimittel sind hochaktive Stoffe, die vor allem über die Ausscheidungen behandelter Menschen und Tiere zunehmend in der Umwelt verteilt werden. Hier reichern sich die Stoffe an und schädigen die Artenvielfalt in Gewässern und Böden.

„Die Bundesregierung und die Europäische Kommission dürfen die Situation nicht länger nur beobachten, sondern müssen dafür sorgen, dass alle gesellschaftlichen Bereiche dazu beitragen, die Umwelt von diesen gefährlichen Arzneimittelrückständen zu entlasten“, erklärt Antje von Broock, BUND-Geschäftsführerin Politik und Kommunikation. „Medikamente, die vor 2006 zugelassen wurden, müssen einer Umweltprüfung unterzogen werden und bei vorhandenen Risiken vom Markt genommen werden.“
bund.net/arzneimittel-in-der-umwelt

Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Insekten

Der wissenschaftliche Fortschritt des Reviews von Thill besteht darin, dass er akribisch die vorhandenen Studien dokumentiert und bewertet. Er deckt eine Studienlage auf, die bisher in diesem Ausmaß nicht vorlag.

Auszug aus der Zusammenfassung des Reviews:
Als negative Wirkungen von elektromagnetischen Feldern (Mobilfunk) auf Insekten wurden in Studien beschrieben: Einschränkungen des Orientierungssinns, reduzierte Fortpflanzungsfähigkeit und Fruchtbarkeit, Lethargie, Veränderungen der Flugdynamik, Misserfolg in der Nahrungssuche, reduzierte Reaktionsgeschwindigkeiten, Fluchtverhalten, Störung der circadianen Rhythmik, Blockierung der Atmungskette und Schädigung der Mitochondrien, Fehlaktivierungen im Immunsystem, erhöhte Anzahl von DNA-Strangbrüchen.

Im Ergebnis zeigt sich, dass elektromagnetische Felder einen ernstzunehmenden Einfluss auf die Vitalität von Insektenpopulationen haben könnten. Festgestellt wurde in einigen Experimenten, dass trotz geringen Belastungen durch Sendeanlagen nach mehreren Monaten schädliche Auswirkungen eintraten. Feldstärken bereits 100-fach unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte könnten schon Auswirkungen haben.
cache.pressmailing.net/_Klarst~ew_Insekten_Web.pdf

Empfehlungen zur nachhaltigen Ernährung

Lebensmittelskandale verstärken den Wunsch vieler VerbraucherInnen, die eigene Ernährung gesund und nachhaltig zu gestalten.
Was jede(r) Einzelne tun kann, um die eigene Ernährung umwelt- und klimafreundlicher auszurichten:

Tipp 1: Öfter mal fleischlose Kost
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aus gesundheitlichen Gründen eine vorwiegend pflanzliche Kost.

Tipp 2: Regionale und saisonale Produkte bevorzugen
Wer Produkte kauft, die in der Region erzeugt wurden, trägt dazu bei Treibhausgasemissionen zu verringern, die beim Transport der Lebensmittel entstehen. Sie punkten nicht nur in Sachen Frische und Geschmack, sie haben auch unter Umwelt- und Klimaaspekten die Nase vorn.

Tipp 3: Bio kaufen
Der CO2-Fußabdruck von konventionell erzeugtem Gemüse liegt etwa zehn bis 30 Prozent höher als der von Bio-Gemüse. Und gesünder ist es auch.

Tipp 4: Speisen klimafreundlich zubereiten
Wer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto einkaufen fährt, keine überdimensionierte (und häufig halbleere) Tiefkühltruhe besitzt, trägt aktiv zum Klimaschutz bei.

Tipp 5: Weniger Wegwerfen
KonsumentInnen sollten selbst besser darauf achten, nur so viele Lebensmittel einzukaufen, wie sie verbrauchen und verderbliche Lebensmittel besser zu lagern.

Durch das Kochen von lokalen und saisonalen Produkten (unter 50 Kilometer), die steigende Nachfrage nach traditionellen Lebensmitteln, den Verzicht auf Fleisch aus der industriellen Tierproduktion und die Konzentration auf einen pflanzlichen Ansatz reduziert man den CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Essens erheblich. Außerdem sollten Landwirte, die historische Nutztierrassen züchten oder traditionelles Gemüsesaatgut einsetzen, unterstützt werden.

Vegane Seitan-Rezepte




Umwelttechnologie + Erneuerbare Energien

Windkraft Wasserkraft Solarenergie Geothermie Erdwärme Elektroautos: Autofahren nur mit Erneuerbaren Energien

Um das 21. Jahrhundert zu überleben, müssen wir unseren Energieverbrauch in dem Maße durch Erneuerbare Energien ersetzen, wie er im 19. und 20. Jahrhundert entstanden ist. Wenn wir unsere natürlichen Energien nicht nutzen, so ist das nur auf einen Intelligenzmangel unserer Spezies zurückzuführen.
Idealtechnologien nutzen Ressourcen, die unbegrenzt verfügbar sind, bei ihrer Nutzung nicht verschleißen, die regenerierbar sind und nach deren Nutzung keine negativen Folgeeffekte auftreten.
Umwelttechnologien sind Zukunftstechnologien.


"Wir brauchen weder die Atomkraft noch die Kohlekraft in Deutschland", sagt Prof. Mojib Latif, Wissenschaftler und Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.
Solarstrom und Windenergie sind mittlerweile billiger als Strom aus neuen Kohle- oder Atomkraftwerken und haben jedoch keine Folgekosten. Grüner Strom ist trotz Förderkosten günstiger für die Volkswirtschaft als fossiler Strom. Müssten die fossil-nuklearen Energieträger ihre externen Kosten wie für Schäden an Klima, Umwelt und Gesundheit einpreisen, wäre die durchschnittliche Kilowattstunde konventionell erzeugten Stroms mindestens 5 bis 6 Cent teurer!

Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom fast 90% der schädlichen Emissionen. Auch die Meeresenergie wird immer noch stark unterschätzt.
Die erneuerbaren Energien sind im Jahr 2011 im Erzeugungsmix erstmals an Kernenergie und auch Steinkohle vorbeigezogen und zum zweitwichtigsten Energieträger bei der Deckung des Strombedarfs aufgestiegen.

Die fluktuierenden Erneuerbaren Energien werden sich nicht einfach in den bestehenden Markt integrieren lassen, denn immer wenn Sonne und Wind in großem Umfang Strom liefern, sind die Erlöse für die Stromerzeugung besonders niedrig. Daher sind neben den technischen Aspekten die Spielregeln auf dem Strommarkt ein wichtiger Faktor für das Gelingen der Energiewende. Es sind also mittelfristig Veränderungen am Marktdesign notwendig.

>>> Atomkraft wird nur in solchen Ländern betrieben, auf deren Energiemärkten kein echter Wettbewerb herrscht und Regierungen großzügige Subventionen dafür verteilen. Die Subventionen für Atomkraft seit den 1970er Jahren in Höhe von ca. 300 Milliarden Euro sind übrigens nie diskutiert worden!

523 Milliarden Dollar wurden im Jahr 2011 rund um den Globus fossile Energien gefördert. In Kohle, Atom & Co fließen damit sechs Mal mehr Fördergelder als in Erneuerbare Energien! Das ist ein sattes Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem Weltenergiebericht 2012 der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hervor. Die Weltbank geht sogar von mehr als eine Billionen Euro klimaschädlicher Energiesubventionen aus.

Allein ein stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien kann bis 2020 mehr als 50 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen. Wirtschaft und Verbraucher geben dann auch 10 Milliarden Euro weniger für Energieimporte aus.

Wenn alle Standby-Schalter in Deutschland aus wären, würden wir so viel Strom sparen wie in zwei Kernkraftwerken erzeugt werden.


Zukunftstechnologien

Energiewende JETZT

"Die Energiewende macht Strom billiger, nicht teurer",
sagt Prof. Dr. Claudia Kemfert (Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin).
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buecher.de/fachbuecher/kampf-um-strom/kemfert-claudia

Die Kernbotschaft des Weltklimarats: Um den globalen Temperaturanstieg unter 1,5°C zu halten, müssen alle fossilen Brennstoffe im Boden bleiben.
Allein die Sonne könnte heute die 3,6 fache Menge des weltweiten Bedarfs an Energie decken, der Wind etwa die Hälfte.


In einem verschämten Papier des BMZ ist nachzulesen, dass es Entwicklungen gibt, die eine autarke Energieversorgung ermöglichen, ohne auf fossile Primärenergie zurückgreifen zu müssen. Der Hinweis auf die Nichtförderung dieser Technologien spricht Bände. In Garching werden Milliarden in die Fusionstechnologie der heißen Art gesteckt, doch Entwicklungen, die von entscheidender Bedeutung sind, werden für den möglichen Einsatz in Entwicklungsländern und Schwellenländern empfohlen.

Erdgas statt Kohle für den Übergang zu 100% erneuerbar
Gaskraftwerke haben nicht nur eine bessere Klimabilanz als Kohle- und Atomkraftwerke, sondern sie lassen sich auch viel besser steuern, also an ein schwankendes Angebot aus Wind- und Sonnenstrom anpassen. Gas kann zudem genutzt werden, um als Speicher von überschüssigem Solar- und Windstrom zu fungieren (Power-to-Gas-Technologie).

Die erneuerbaren Energien müssen stets als Sündenbock für eine fehlgeleitete Energiepolitik herhalten.
Steigende Energiepreise sind das Ergebnis des übermäßigen Verbrauchs von Ressourcen. Die Finanzkrise basiert auf immer wieder platzende Blasen und der Verschuldungswirtschaft. Was die Lawine ermöglicht hat, ist eine auf billigem Öl und Gas aufgebaute Gesellschaft. Wir brauchen dringend Alternativen, denn unsere Gesellschaft steht an einem Scheideweg zwischen Leben und Tod – und höhere Preise für Energie und Ressourcen.

Die Erneuerbaren Energien bieten die Lösung an; sie garantieren Preisstabilität und Unabhängigkeit bis hin zur lokalen Autarkie. Die natürlichen Energiequellen bieten insgesamt 3078 mal so viel Energie, wie derzeit weltweit benötigt wird!
Wichtig sind jetzt großzügige Investitionen in innovative Umwelttechnologien und erneuerbare Energieprojekte!
Dann kann unser Energiebedarf sogar schon bis 2020 durch 100% Erneuerbare Energien gedeckt werden.


Die fossile Wirtschaft wird schon in Kürze ohnehin untergehen, gleich wie viel Subventionen auch fließen mögen.
Einst wollten die Pferdekutscher die Eisenbahn und das Auto verhindern. Der Kampf war vergeblich. Genau so aussichtslos ist der Kampf der großen Energiekonzerne gegen die Wende hin zu erneuerbaren Energien.
Grüne Technik erobert mit großen Schritten Marktanteile – ihr Durchbruch steht damit kurz bevor.

Unterstützung der Verbraucher/innen zur Energiewende

Die Energiewende kann nur mit der Unterstützung der Verbraucher/innen umgesetzt werden. Dazu müssen sie finanziell entlastet werden und von den Maßnahmen der Energiewende profitieren können.
Eine onlinerepräsentative Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass Verbraucher die Energiewende unterstützen, sich aber eine zügigere Umsetzung und finanzielle Entlastung wünschen. Die anstehende Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) bietet der Bundesregierung die Chance, die Bedürfnisse der Verbraucher stärker zu berücksichtigen, denn wir benötigen drei Mal so viel Solar- und Windenergie.

Energiewende schneller umsetzen
Die Unterstützung für die Energiewende ist nach wie vor groß. Vier von fünf Befragten (80 Prozent) unterstützen das Ziel der Energiewende, also den Ausstieg aus der Atomenergie und die langfristige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bei weitgehendem Verzicht auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas. Gleichzeitig dauert gut jedem Zweiten die Umsetzung der Energiewende zu lange: 53 Prozent sind eher oder sehr unzufrieden mit dem Ausbautempo. Nur 35 Prozent sind eher oder sehr zufrieden. Durch diese Befragungsergebnisse wird ein Signal an die Politik gesendet, die Reform des EEG zügig und ambitioniert umzusetzen.

Energieintensive Betriebe sind von der EEG-Umlage weitgehend befreit. Andere Unternehmen und private Haushalte müssen diese Ausnahmen zusätzlich über ihren Strompreis schultern. 43 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, die Befreiungen künftig aus Steuermitteln zu finanzieren. Für 26 Prozent der Befragten kommt nur eine Streichung der Befreiungen in Frage. Der vzbv fordert die Befreiungen aus Steuermitteln zu finanzieren und damit die EEG-Umlage substantiell zu senken.
vzbv.de/unterstuetzung-der-verbraucher-zur-energiewende-nicht-verspielen

Aus für nahezu eine halbe Million Solaranlagen?
Sollte der Bundestag nicht den Entwurf der EEG-Novelle nachbessern, gehen in den nächsten zehn Jahren Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 3,37 Gigawatt vom Netz. Die vorgelegten Regelungen führen zur Unwirtschaftlichkeit von Altanlagen.

Floating PV: Wasserkraft mit Solar

Wasserkraft mit Solar kann die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs decken.
Schwimmende Solarmodule auf den Stauseen von Wasserkraftwerken können theoretisch fast die Hälfte des globalen Strombedarfs decken. Das hat das Forschungslabor National Renewable Energy Laboratory (NREL) in Colorado errechnet. Demnach liegt riesiges Potential in diesen Flächen, die bisher ungenutzt sind, denn die beiden Systeme ergänzen sich gut.

Weltweit könnten rein theoretisch Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 7,6 Terrawatt auf diesen Stauseen installiert werden, so die Forscher. Damit lassen sich jedes Jahr 10.600 Terawattstunden Solarstrom erzeugen. Der Strom, den die Wasserkraftwerke sowieso schon erzeugen, ist hier noch nicht eingerechnet.
Das NREL schätzt, dass weltweit 379.068 Süßwasserflächen existieren, die bereits Teil von Wasserkraftwerken sind und sich für schwimmende Solaranlagen eignen. Vorher ist allerdings immer eine Prüfung nötig, ob sich ein bestimmter Stausee wirklich eignet. Beispielsweise könnte ein Gewässer zu bestimmten Jahreszeiten austrocknen oder sich aus anderen Gründen nicht eignen.

Solarstrom und Wasserkraft können sich ergänzen
Wasserkraft mit Solarenergie zu kombinieren, hat einige Vorteile. Ein solches Hybridsystem würde Kosten sparen, weil die Infrastruktur für die Netzeinspeisung des Solarstroms schon vorhanden ist. Außerdem können sich Wasserkraft und Solarstrom sehr gut ergänzen. Solarmodule bringen den besten Ertrag in den Sommermonaten, während Regenmonate die besten Voraussetzungen für Wasserkraft bieten. Betreiber eines solchen hybriden Systems könnten auch Pumpspeicher-Wasserkraftwerke nutzen, um überschüssigen Solarstrom zu speichern.
energyload.eu/energiewende/floating-pv

Nuklearen Wasserstoff fördern?

Im Rahmen der EU Ratspräsidentschaft möchte Deutschland den Weg freimachen, um neben Wasserstoff aus fossilem Erdgas auch Wasserstoff aus Atomkraft in die EU-Förderung aufzunehmen. Der Aufbau einer grünen und nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft droht damit bereits im Ansatz zu scheitern, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Verena Graichen, stellvertretende Vorsitzende des BUND: „Deutschland ist aus gutem Grund aus der Atomenergie ausgestiegen. Die Energiequelle ist nicht sicher und nachhaltig, sondern gefährlich, gesundheits- und umweltschädlich. Der Uran-Raubbau kontaminiert Menschen und Natur großflächig. Die Bundesregierung macht sich unglaubwürdig, wenn sie auf EU-Ebene jetzt die Förderung nuklearen Wasserstoffs vorantreibt. Deutschland muss seinen zukünftigen Wasserstoffbedarf reduzieren, anstatt Atomkraft und Erdgas durch die Hintertür zu fördern.“

Bereits in die EU-Wasserstoffstrategie wurde fossiler Wasserstoff, der vor allem aus Erdgas gewonnen wird, einbezogen. Fossiler Wasserstoff, der sogenannte blaue Wasserstoff, ist jedoch insgesamt keine geeignete Energiequelle für ein klimaneutrales Energiesystem. Der BUND fordert daher eine wirklich grüne Wasserstoffstrategie.
Graichen: „Wasserstoff ist kein Allheilmittel und sollte nur dort eingesetzt werden, wo keine anderen günstigeren und effizienteren Klimaschutzmaßnahmen existieren. Grüner Wasserstoff wird aus zusätzlichen erneuerbaren Energien gewonnen. Die Regulierung und Förderung von Wasserstoff sollte auf grünen Wasserstoff beschränkt werden. Europa sollte Standards bei der Herstellung und Zertifizierung grünen Wasserstoffs setzen, anstatt seine Förderkriterien weiter aufzuweichen.
bund.net/energiewende/erneuerbare-energien/power-to-x/wasserstoff

So wie es läuft, gehört Wasserstoff nicht zu den erneuerbaren Energien, sondern soll wohl eher ein Türöffner der Atom-und Gas-Lobby werden...

Hochtemperaturspeicher heizt Wohnungen mit Grünstromspitzen

Seit Beginn der neuen Heizperiode in diesem Herbst wärmt der 2,4 Megawattstunden (MWh) Heizladung bunkernde Hochtemperaturspeicher die Mehrfamilienhäuser im Wohnquartier Tegel Süd mit CO2-freier Energie. Der in seinem Inneren mit Stickstoff als Wärmetransportmittel umspielte Energiewandler springt immer dann an, wenn Wind- und Photovoltaikanlagen in Wettersituationen mit viel Sonne beziehungsweise viel Wind für Einspeisespitzen im Stromnetz sorgen.

Mit dem im Stromnetz nicht benötigten und preisgünstigen Überschussstrom heizt die Anlage den eingeleiteten kalten Stickstoff auf. Das erhitzte Gas heizt wiederum in den Container eingestellte senkrechte Stahlplatten als eigentliche Energiespeicher auf bis zu 650 Grad Celsius. Den nach seinem Strömungsdurchlauf heißen Stickstoff leitet die Anlage durch ein Rohr zu einem Wärmetauscher. Und der Wärmetauscher erhitzt auf seiner Wärmeabnahmeseite den Dampf einer Nah- oder Fernwärmeleitung. Oder er kann auch heißen Wasserdampf zum Antrieb einer Dampf-Stromturbine erzeugen, um in windstillen und zugleich sonnenarmen Stunden einen Teil des zwischengespeicherten Grünstroms zurück zu speisen.
erneuerbareenergien.de/hochtemperaturspeicher-heizt-wohnungen-mit-gruenstromspitzen

Innovationen:
Zehn kühne Technik-Ideen für eine grüne Zukunft

Unterdrückte Erfindungen:
Beispiele für Erfindungen die gezielt verhindert worden sind.

Vortragsdatenbank mit Fachinformationen aus 43 Themengebieten

Die dezentrale Energiewende

Die Energiewende könnte am ehesten gelingen, wenn sie überschaubar dezentral beginnt, denn dezentrale Energiesysteme mit Erneuerbaren Energien führen zu einer Aufweichung bzw. Umkehr des stark hierarchischen, konventionellen Systems.
Immer wieder wird der Ausbau der Stromnetze gefordert. Im Vordergrund der öffentlichen Diskussion stehen dabei noch immer die sogenannten Stromautobahnen, die den Offshore-Windstrom in die Verbrauchszentren im Süden der Republik leiten sollen. Dort wurden und werden durch die Abschaltung von Kernkraftwerken zentrale Erzeuger vom Netz genommen, für die man Ersatz bereitstellen will. Dabei gibt es auf politischer Ebene die grundsätzliche Idee, die Kernkraftwerke durch große Windkraftparks zu ersetzen, die als Offshore-Anlagen außerhalb des Sichthorizonts der Verbraucher aufgestellt werden sollen.
Die Neutrassen sollen 2.800 Kilometer umfassen. Zudem ist im vorhandenen Höchstspannungsnetz auf 2.900 Kilometern eine Netzverstärkung vorgesehen. Die Kostenschätzungen für den Trassenausbau liegen bei zehn Milliarden Euro. Wie bei Großprojekten nicht anders zu erwarten war, werden inzwischen für die Ausbaukosten des Übertragungsnetzes deutlich höhere Zahlen genannt. Falls die Leitungen als Kabel verlegt werden, erhöhen sich die Kosten zudem noch um einen Betrag, den derzeit niemand näher spezifizieren mag.

Im Zusammenhang mit der Energiewende lässt sich über dezentrale Strukturen mit einzelnen Haushalten oder kleinen Gruppen von Haushalten die Energieversorgung geradezu neu erfinden. Damit könnte das Vorgehen in vielen Details der historischen Entwicklung vor etwa einhundert Jahren folgen. Um die so entstehenden Mikronetze könnten sich Cluster bilden, die von lokalen Strukturen dann wieder in überregionale Systeme wachsen.
Dass große Teile der Energiewirtschaft sich vor einer solchen Entwicklung fürchten, ist nachvollziehbar. Schließlich wollen die Stromkonzerne die Kontrolle über den Strom behalten.
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heise.de/tp/artikel/39/39051/1.html
Energiegenossenschaften gründen
Von der Strom- zur Energiewende


>>> Acht Tipps für ein besseres EEG



Elektromobilität

ElektromobilitätBald fahren eine Milliarde Fahrzeuge auf der Welt. Damit überollt der Autoverkehr alle globalen Klimaschutzbemühungen. Etwa ein Viertel aller Treibhausgasemissionen in der EU entfällt auf den Verkehrssektor. Der Antrieb und die Größe unserer Fahr- und Flugzeuge stoppen unsere Zukunft. Ohne eine vollständige Dekarbonisierung des Verkehrssektors können wir unsere Klimaziele nicht erreichen.

Elektrofahrzeuge bieten eine große Chance, sich von fossilen Energieträgern im Mobilitätssektor zu lösen. Sie können als Stromspeicher für erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Nur ca. 0,5% des Gesamtstroms bzw. 160 Windräder reichen für eine Million E-Autos. Mit dem globalen Windpotenzial können 200 mal mehr Autos geladen werden, als es zur Zeit gibt.
Die Ladestationen sollten direkt bei den Wohnhäusern sein. Wichtig ist auch, dass sich das Elektroauto unabhängig von den Ladeinfrastrukturen der Stromkonzerne an jeder normalen Steckdose mit echtem Ökostrom laden lässt!

Entgegen mancher Behauptungen ist die Effizienz von Elektroautos selbst beim heutigen Strommix schon deutlich besser ist als bei konventionell betriebenen Fahrzeugen. Hinzu kommt, dass wir jährlich einen mehrstelligen Milliardenbetrag für Ölkraftstoffe in Länder transferieren, die mit diesen Erträgen Waffen kaufen bzw. Kriege führen.

Der E-Motor ist keine reine technische Fortschreibung des Verbrennungsmotors in "anderem Gewande". Er eröffnet neue Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten – zum Teil auch solche, die wir heute noch gar nicht kennen. Die Möglichkeiten steigen mit der technischen Weiterentwicklung seiner „Energiequellen“: der Rekuperation, der PV und nicht zuletzt auch des Akkus.

Elektroautos reichen mit ihren Reichweiten schon jetzt für den Alltag.
Elektroautos reichen mehr als genug für 80% der Tage und für 80% der Bevölkerung im Alltag. Für die 20% der anderen Tage und für 20% der anderen Personen gilt es, auch unabhängig vom Elektroauto geeignete Mobilitätskonzepte zu finden. Die Reichweite ist für den Alltag meistens ausreichend und sie wird mit dem Fortschritt der Technik noch zunehmen. Verbrennungsfahrzeuge sind hingegen für den Alltag oft übermotorisiert. Autos werden im Schnitt maximal drei Stunden pro Tag bewegt, also gibt es genug Zeit zum Laden der Akkus.

Der Anstieg des Ölpreises wird die Verkehrsordnung erschüttern. Die meisten Experten sind sich einig: Wir fahren in Zukunft mit Strom.

Elektromobilität hilft dabei, nationale wie internationale Vorgaben bei Emissions-Grenzwerten zu erfüllen. Dazu tragen technische Vorteile wie der hohe Wirkungsgrad und Energierückgewinnung (Rekuperation) bei. Vor diesem Hintergrund sind die Umweltvorteile der Elektromobilität ein wesentlicher Treiber der Elektromobilität – von CO2-Einsparungszielen gar nicht zu reden. Das E-Auto muss also schon allein deswegen kommen, damit die wirtschaftliche mit der ökologischen Entwicklung in Einklang gebracht werden kann. Mit regenerativen Energien schlägt der Elektromotor jedes Bedarfsmenetekel. Auch die Akkus können mit regenerativen Energien hergestellt werden.
Legislative Handlungen wie die Einführung emissionsarmer oder -freier Zonen und andere veränderte politische Rahmenbedingungen können den Ausbau der Elektromobilität beschleunigen.

Elektroautos vermitteln ein ganz anderes Fahrgefühl
Elektrofahrzeuge zu fahren macht großen Spaß. Man drückt aufs Strompedal und es beschleunigt mit hohem Drehmoment ohne irgendeine Unterbrechung. Auch beim starken Beschleunigen verbrauchen Elektromobile relativ wenig Energie verglichen mit Verbrennern.
Laut einer Umfrage können sich bereits 74% der Deutschen vorstellen, ein reines Elektroauto zu kaufen. Potenzielle Käufer wissen jedoch noch zu wenig über die Vorteile der Elektromobilität.

Elektromobilität gehört zu den der wichtigsten Megatrends.
Wir sind jene Generation, die den großen Wechsel mit vollziehen werden. In einigen Jahren werden wir uns daran erinnern, wie es war, die ersten Elektroautos zu fahren, während es für jüngere Menschen unvorstellbar sein wird, dass wir jemals mit Benzin oder gar Diesel gefahren sind. Über unsere Erfahrungen wird man später schmunzeln, so wie wir jetzt über die ersten dampfenden Benzinmotoren in Museen staunen.

Das Elektroauto ist nicht so neu, wie oft angenommen
Tatsächlich war es das erste Fahrzeug auf den Straßen – noch vor dem Verbrennungsmotor von Karl Benz. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in den USA fast doppelt so viele Elektrofahrzeuge wie Benziner. Rund 34.000 Elektrofahrzeuge registrierten die USA um 1900. Es gab weltweit über 565 Marken von Elektroautos. Um 1920 kam mit dem Otto-Motor, begleitet von reichlich Werbung, die Verdrängung der E-Mobilität.

Gerade formieren sich kleine Anbieter, die mit günstigen Umrüstungen dafür sorgen, dass geringere Preise für Elektroautos schon kurzfristig realisierbar sind.
Die deutschen Autobauer haben diese Autozukunft jedoch allesamt verschlafen, obwohl hierzulande Werner von Siemens vor 125 Jahren schon weltweit das erste E-Auto gefahren ist. Nun liegt Asien vorn, China ist Weltmarktführer in der Elektromibilität.
Auch die USA investieren 37 mal mehr für die Elektromobilität als das Autoland Deutschland.

Auf den Automessen stehen die üblichen Elektro-Prototypen der Autoindustrie, die aber in nächster Zeit (mit wenigen Ausnahmen) nicht käuflich sein werden – schon gar nicht in Großserie zu bezahlbaren Preisen. Die Autoindustrie lenkt alle fünf Jahre mit neuen Heilsversprechen davon ab, dass sie mit ihrem aktuellen Fahrzeugangebot die EU-Klimaschutzauflagen nicht erfüllt. Die Automobilindustrie setzt auf Lobbyismus. Immer wieder gelingt es ihr, Umweltauflagen abzubügeln oder zu verwässern.
Die Neuwagenpreise haben sich seit 1980 verdreifacht. Hersteller nutzten zunehmend Worte wie etwa "umweltfreundlich". Doch eine echte Innovation fand bislang nicht statt.

Aus einem Leserbrief an den Umweltbrief:
"Ich selbst, ich kann es bei Ihnen vielleicht einmal loswerden, bin über die Autoindustrie sehr verärgert, die es m.E. einfach nicht schafft, den CO2-Ausstoß zu senken. Obwohl ich Autofan bin, finde ich kein Auto mehr, das mich interessieren könnte!"

Ökolabel für Autos: Jetzt sollen auch Autos per Buchstabencode und Farbskala benotet werden. Doch der Plan der Bundesregierung entwickelt sich zu einer umweltpolitischen Farce: Kleinwagen werden benachteiligt, Spritschlucker erhalten Bestnoten, denn schwere Autos dürfen nach Vorstellung des Wirtschaftsministeriums mehr Kohlendioxid ausstoßen als leichte. Besser wäre ein Punktesystem mit CO2-Gutscheinen, mit denen Hersteller die Strafen für ihre Dickschiffe ausgleichen dürfen. Denn SUVs werfen mehr Gewinn ab als vergleichbare klassische Personenwagen oder gar Kleinwagen. Wegen fehlender Transparenz bei den neuen Pkw-Labels zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) rechtliche Schritte gegen das Bundeswirtschaftsministerium eingeleitet.
Siehe dazu auch Klimakiller Dieselmotoren

Das CO2-Label für Pkw ist eine Täuschung der Verbraucher.
Frankreich macht es besser, denn dort werden alle Autos nur nach ihrem absoluten Spritverbrauch und den CO2-Emissionen klassifiziert – ohne weitere "Hintertürchen" wie Gewichtsklasse etc.

Die Akkumulatoren der Zukunft sind primär als Energiezellen eines Elektrofahrzeuges zu betrachten, sekundär werden sie als Pufferspeicher der Energieerzeuger fungieren.
>>> Das Max-Planck-Institut hat errechnet, dass 50 Millionen Elektroautos mit je 100 kWh Kapazität den (nicht nur elektrischen!) Primärenergiebedarf von ganz Deutschland für einen halben Tag speichern könnten.
213.133.109.5/wb/pages/elektromobilitaet.tv.php

Das Elektroauto muss nicht zu 100% alle Personenwagen mit Verbrennungsmotor ersetzen, um als erfolgreiche Alternative wahrgenommen zu werden. An Elektromobilität führt mittelfristig kein Weg vorbei. Dabei ist ein elektrischer LKW genauso interessant wie das Elektro-Fahrrad.
Elektromobilität darf jedoch nicht als Feigenblatt dienen, sondern ein wirklicher Umbau des Verkehrssektors ist wichtig – ohne Atom- und Kohlekraft, aber mit Erneuerbaren Energien. Versäumen die Hersteller, die Stromversorgung nachhaltiger zu gestalten, könnten Umweltverbände künftig allzu leicht Boykotte lostreten.
Zu einer zukunftsfähigen E-Mobilität gehören allerdings nicht nur Autos, sondern auch Elektro-Eisenbahnen, E-Busse, Elektro-Fahrräder, E-Motorräder und E-Motorroller.
Die Zukunft fährt erneuerbar oder gar nicht. Die Reichweiten der nächsten Elektroauto-Generation wird bei über 500 Kilometern liegen.

"The biggest game-changer will be electric vehicles."
Bill Ford (Ford Motor Company, April 2010)

Umweltschützer, Zukunftsforscher und Politiker sind sich schon lange einig: Der Elektromotor wird die Vehikel der Zukunft antreiben.

Elektroautos als Heimspeicher nutzen?

Sein Elektroauto mit dem selbst erzeugten Strom aus seiner PV-Anlage zu laden ist, bei gegebener Leistung der Anlage, problemlos möglich. Um die Energie aus dem mobilen Akku jedoch wieder ins Hausnetz zurück zu führen, muss der Stromer bidirektional ladefähig sein.
Hardwareseitig müssen Wallbox und E-Auto mit mindestens 2 Phasen verbunden sein, um Stromaufnahme und auch Abgabe möglich zu machen. Diese Voraussetzung ist bei den meisten gängigen E-Autos erfüllt.

Darüber hinaus benötigt die Wallbox jedoch einen AC/DC Wandler in beide Richtungen. Dies ist bei den gängigen Ladestationen nicht der Fall. Die Markteinführung der ersten bidirektional-ladefähigen Wallbox „Quasar“ ist jedoch für das erste Quartal 2021 geplant.

Gezeigt haben die Praxisanwendungen, dass die Akkus der E-Autos keinen Schaden aufgrund der häufigeren Ladung und Entladung nehmen. Dies liegt vor allem daran, dass im Regelfall die kalendarische Batteriealterung bei privat genutzten Fahrzeugen einen höheren Einfluss auf die Lebensdauer hat, als die zyklische Alterung. Die Batterie verschleißt also in der Regel aufgrund des Alters und nicht wegen zu häufigen Ladevorgängen.
energyload.eu/solarstromspeicher/elektroauto-heimspeicher

Ab 2035 werden in China keine Verbrenner-Neuwagen mehr zugelassen.


Umfrage: Mehrheit bevorzugt Tasten statt Touchscreen

Autofahrer in Deutschland finden einer Umfrage zufolge keinen Gefallen an Sprach- und Gestensteuerung oder Touchscreens. Sie drücken in ihrem Wagen lieber ganz altmodisch auf Schalter. Knöpfe, Hebel und Schieberegler seien ihnen am liebsten, gaben 37 Prozent in einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov an.
heise.de/news/Umfrage-Mehrheit-bevorzugt-Tasten-statt-Touchscreen


Big Brother Award für Tesla wegen Rundumüberwachung

Teslas sind eine dauernd aktive Datenschleuder mit Langzeitgedächtnis.
Bzgl. der Erfassung „über Ihr Tesla-Fahrzeug“ erhebt die Firma den Anspruch, „Telematikprotokolldaten“, „Fernanalysedaten“, „weitere Fahrzeugdaten“, die „Wartungshistorie“ sowie „Informationen über Ladestationen“, als „erweiterte Funktionen“ „Navigationsdaten“ sowie „kurze Videoaufnahmen von den Außenkameras des Fahrzeugs“ zu erfassen.
Die Rechte, die sich die Firma von Elon Musk in den AGB einräumen lässt, sind quasi unbegrenzt. Wer so viel Datenverarbeitung nicht will, kann widersprechen, online, per E-Mail oder Post an eine Adresse in den USA. Doch davon rät Tesla im nächsten Atemzug auch gleich wieder ab. Die Firma schreibt: „Dies kann dazu führen, dass bei Ihrem Fahrzeug eine lediglich eingeschränkte Funktionalität, ernsthafte Schäden oder Funktionsunfähigkeit eintreten.“

Elon Musk's Überwachungsphantasien
Eine Kamera befindet sich beim Tesla Model 3 und Y im Innenraum, oberhalb des zentralen Rückspiegels. Sie ist auf die Fahrzeuginsassen gerichtet.

Tesla erwähnt die seit Mai 2018 in Europa geltende Datenschutzgrundverordnung – DSGVO – mit keinem Wort. Also verstößt schon der Normalbetrieb von Teslas gegen die DSGVO.
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Pseudo-Zustimmung wird vom Eigentümer des Autos, also zumeist dem Halter oder der Halterin, eingeholt. Erfasst werden aber vorrangig die Daten der Fahrerinnen und Fahrer oder der Mitfahrenden, die mit dem Halter nicht identisch sein müssen.

Ein absolutes No-Go nach europäischem Datenschutzrecht ist auch die Dauererfassung der Autoumgebung, also des öffentlichen Raums. Wenn Menschen gefilmt und aufgezeichnet werden, die nur an einem Auto vorbei gehen, ohne dass sie sich konkret verdächtig machen, ist dies klassische illegale Vorratsdatenspeicherung.
bigbrotherawards.de/2020/mobilitaet-tesla




Klimakrise

Manhattan unter Wasser
Foto: General.Knowledge2


Auf unserer Erde findet gegenwärtig ein tief greifender Klimawandel statt, der uns in eine Klimakrise geführt hat.
Insbesondere die Polargebiete erweisen sich als extrem sensibel gegenüber geringsten Klimaänderungen. Dies hat weitreichende Folgen, denn sie spielen eine bedeutende Rolle für das globale Klimageschehen.
Das Klima verändert sich schneller als unser Wissen – und der Klimawandel wirkt immer noch abstrakt für die Menschen, denn zu spüren bekommen wir ihn nur durch Extremwetterereignisse. Diese werden in Zukunft nur noch häufiger und heftiger auftreten.

Je länger die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen aufgeschoben werden, desto höher wird der Preis, den wir alle zahlen müssen.

Meeresspiegel steigt exponentiell

Zwischen 2010 und 2019 sind die Meere im globalen Mittel um fast fünf Zentimeter gestiegen. Zum Vergleich: Im ganzen 20. Jahrhundert waren es nur 20 und zwischen 1990 und 2009 sechs Zentimeter gewesen. Aber nicht nur die Meere steigen, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, nimmt zu.

Die Gewalt der Sturmfluten nimmt mit steigendem Meeresspiegel exponentiell zu. Tiefere Küstengewässer in Folge steigender Wasserstände bedeuten unter anderem, dass die gegen die Küsten schlagenden Wellen höher und kräftiger werden.
In der ARD-Mediathek zeigt derzeit die Miniserie „Wenn die Deiche brechen“, was dies für die Niederlande und Belgien bedeuten könnte.
ardmediathek.de/wenn-die-deiche-brechen/staffel-1

Flutkarten

Wie verwundbar Küsten in aller Welt sind, kann hier mit topographischen Daten auf Flutkarten nachvollzogen werden:
flood.firetree.net

Unser Haus brennt

Seit über 30 Jahren diskutiert die Welt die Probleme der Klimaerhitzung. Jetzt lässt sich das Thema nicht mehr länger verdrängen oder vertagen.
Das heißt konkret und praktisch:
● Jetzt muss die CO2-Steuer von 25 Euro je Tonne deutlich erhöht werden,
● jetzt müssen die Milliarden-Subventionen für klimaschädliches Wirtschaften und Verhalten gestrichen werden,
● jetzt mit dem neuen EEG muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien um das Vierfache beschleunigt werden,
● jetzt muss der Kohleausstieg begonnen und bis 2030 abgeschlossen sein,
● jetzt müssen die Grenzwerte für Autoabgase von 90 auf 75 Gramm pro Tonne CO2 gesenkt werden. Verbrenner sind Oldtimer. Die Zukunft fährt elektrisch.

Das alles wird teuer? Richtig. Aber das Nichtstun wird noch viel teurer. Wie teuer das Nichtstun wird, hat der "Stern-Bericht" der Weltbank schon 2007 errechnet: Fünfmal teurer.

Ein Europäer produziert etwa 20mal mehr CO2 als ein Afrikaner. Für eine Klimapolitik, die endlich diesen Namen verdient, brauchen wir beides: eine starke außerparlamentarische Bewegung auf den Straßen und möglichst viele Klimapolitiker im nächsten Bundestag. Politik wird nachhaltig oder – überflüssig.
heise.de/tp/features/Unser-Haus-brennt

Die fossilen Brennstoffe Erdöl- und Erdgas müssten als Klimaschädlinge teuer sein, Strom für umweltfreundliche neue Heiztechnologie günstig. Die Realität im September 2020: In Deutschland ist es genau anders herum.

Zur Minderung von Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor für die Einhaltung der festgeschriebenen Reduktionsziele gehören u.a. ein generelles Tempolimit, ein Ende des klimaschädlichen Dieselprivilegs sowie eine deutliche Erhöhung des beschlossenen CO2-Preises.
Bislang stärkt die deutsche Regierung jedoch schädliche SUV-Verbrenner weiterhin durch gemeinsame Arbeitskreise und kündigt sogar mögliche Förderungen von schmutzigen Diesel- und Benzin-Pkws an, während die Autoindustrie sich ein Wettrüsten von Monster-SUV und Stadtgeländewagen liefert.

>>> Zeichnen Sie die Petition an Bundeskanzlerin Merkel: Keine neuen Kaufprämien für klimaschädliche Verbrenner und keine Förderung von Monster-SUV und Stadtgeländewagen als Dienstwagen:
duh.de/steuermilliarden-protest


>>> Interaktive Klima-Entwicklungen bis 2100

Leben in der Klimakrise: Jahrhundertfluten im Jahrestakt

>>> Interessant angesichts dieser Tatsachen: Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich auf Klimaneutralität 2050 – ein Zeitpunkt, an dem laut Pentagon-Report unsere Zivilisation dann schon nicht mehr existieren dürfte. Politiker tun eben gern so als ob was was tun würden.





Atomkraft

Atomkraft - © editor64
© editor64 (CC BY-NC-SA 2.0)

Atom-Entschädigung für Vattenfall

Neun Jahre nach Beschluss holt der beschleunigte Atomausstieg die Bundesregierung erneut ein. Der finanzielle Ausgleich für betroffene Kraftwerksbetreiber ist unzureichend geregelt.
Der Erste Senat des Gerichts beanstandet mehrere Punkte. Zum einen seien die Voraussetzungen für Entschädigungszahlungen unklar geregelt. Zum anderen könne die bisherige Gesetzes-Novelle zu einer doppelten Kürzung der Ansprüche führen. Schließlich sei die Novelle aber auch wegen formaler Mängel bisher nicht in Kraft getreten. Es fehle an der verbindlichen Genehmigung der Regelung durch die EU-Kommission, so die Begründung. Der Gesetzgeber habe damit seine Pflicht noch nicht erfüllt, bis zum 30. Juni 2018 eine Neuregelung zu schaffen.

Wegen des Reaktorunglücks im japanischen Fukushima hatte die Bundesregierung 2011 für die 17 deutschen Kernkraftwerke eine nur wenige Monate zuvor beschlossene Laufzeit-Verlängerung zurückgenommen. Bis spätestens Ende 2022 müssen alle Meiler zu festen Terminen vom Netz gegangen sein. Dann ist Schluss mit der Atomkraft. Das Bundesverfassungsgericht hatte 2016 nach Klagen von Eon, RWE und Vattenfall geurteilt, dass die Gesetzesnovelle, die diese Kehrtwende besiegelte, zwar im Wesentlichen mit dem Grundgesetz vereinbar war. Den Energiekonzernen steht für sinnlos gewordene Investitionen und verfallene Produktionsrechte aber ein angemessener Ausgleich zu. Davon profitiert unter anderem Vattenfall.

Wegen des Atomausstiegs ist auch noch eine Klage von Vattenfall beim internationalen Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) in Washington anhängig. Hier geht es um Forderungen von mehreren Milliarden Euro wegen der dauerhaften Stilllegung von Krümmel und Brunsbüttel.
tagesschau.de/inland/vattenfall-klage-atomausstieg

Diese Formfehler hätte die Bundesregierung vermeiden können, denn sie ist seinerzeit intern entsprechend gewarnd worden. Wurden die Formfehler damals bewusst ignoriert, damit die Bürger/innen die Kosten für Zahlungen an die fossile Energiewirtschaft tragen müssen?

Mehrere Milliarden Euro wegen der dauerhaften Stilllegung von AKWs zu fordern ist insofern vermessen, weil sich die Atomkraft ohne staatliche Subventionen ohnhin nie gerechnet hat. Der Deal zwischen Staat und Atomwirtschaft war zu keinem Zeitpunkt gut für die Bevölkerung.


Klimaschutzbremser Atomkraft
In Wien wurde der Welt-Statusreport der Atomindustrie präsentiert. Der Report stellt jährlich aktuelle Entwicklungen und Statistiken rund um die nukleare Energieerzeugung zusammen. Ein Blick in die Zahlen und Fakten zeigt, dass Neubauten von Atomkraftwerken wirtschaftlich nicht mit Erneuerbaren Energien konkurrieren können. Geld, das trotzdem in die Atomkraft fließt, fehlt somit für effizienten Klimaschutz.
umweltinstitut.org/investitionen-in-atomenergie-schaden-dem-klima


Atommüll-Lagerstätten
Eine Karte von Atommüll-Lagerstätten zeigt, wie viel Atommüll in Deutschland in "Zwischenlagern" untergebracht ist.
umweltinstitut.org/Plakat_Atommuellkarte_web.pdf

Und es sind neue CASTOR-Transporte ab 2020 geplant:
castor-stoppen.de

"Kernfusion ist die meistversprechende Technologie der Zukunft – und dies wird auch ewig so bleiben."
(Witz unter Physikern)




Umwelt und Finanzen

Umwelt und Finanzen

"Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, die Intellektuellen, die ganze Gesellschaft dürfen sich nicht kleinmachen und kleinkriegen lassen von der internationalen Diktatur der Finanzmärkte, die es so weit gebracht hat, Frieden und Demokartie zu gefährden."
Stéphane Hessel (Empört euch!)

10 Prinzipien für eine nachhaltige Erholung

Die Covid-19-Krise hat uns gezeigt, wie störungsanfällig unser Wirtschaftssystem ist und wie sehr wir Disruptionsrisiken ausgesetzt sind. Aber der vom Menschen verursachte Klimawandel wird wahrscheinlich noch wesentlich mehr Zerrüttung mit sich bringen als diese und künftige Pandemien – von Dürren, Waldbränden und großen klimabedingten Migrationsströmen bis hin zu Kämpfen um den Zugang zu Frischwasser und Nahrung, steigenden Meeresspiegeln, Wirbelstürmen und vielem mehr.

Die Weltwirtschaft so weiterzuführen wie vor der Pandemie und gleichzeitig eine nachhaltige Zukunft aufbauen zu wollen, ist unvereinbar. Die Covid-19-Krise, die viel Leid mit sich bringt, birgt auch eine Chance, wenn wir in einen gerechten und grünen Übergang unserer Wirtschaft investieren. Die Förderung nicht-nachhaltiger Aktivitäten würde den Bemühungen zur Förderung nachhaltiger Aktivitäten direkt entgegenwirken.
Finance Watch stellt zehn Prinzipien vor, wie das funktionieren kann:
finanzwende.de/10-prinzipien-fuer-eine-nachhaltige-erholung

Anleger wissen zu wenig über nachhaltige Geldanlagen

Ein Großteil der Privatanleger sieht sich bei nachhaltigen Investments noch nicht optimal informiert. Das zeigt eine Untersuchung des Bankseminars der Universität zu Köln unter Kunden der digitalen Vermögensverwalter VisualVest, vividam und growney.
Gerade einmal jeder vierte Befragte fühlt sich demnach gut (20,9%) oder sehr gut (4%) über nachhaltige Investments informiert. 25,4 Prozent bezeichnen ihre Kenntnisse dagegen als “gering”, 15,4 Prozent sogar als “sehr gering” oder haben „noch nie davon gehört“. Durchschnittlich informiert fühlt sich etwa jeder Dritte (34,2%).

So glauben laut der Studie fast zwei Drittel (63,8%) daran, dass sich mit nachhaltigen Geldanlagen etwas bewegen lässt. Und auch bei Rendite und Risiko sehen die Befragten keine großen Nachteile.
growney.de/studie-zu-esg-anleger-wissen-zu-wenig-uber-nachhaltige-geldanlagen

Green Bonds für eine nachhaltige Zukunft

ForestFinance Capital startet ab sofort den Vertrieb des ForestFinance Green Bond 20/30 mit zehnjähriger Laufzeit und einer Verzinsung von 5,1 Prozent.
Alle Projekte, in die das Unternehmen investieren wird, liegen entlang der Wertschöpfungskette von natürlichen Rohstoffen. Aktuell sind das Holz und Biomasse, Kakao, Bio-Datteln, Bio-Oliven und Bio-Mandeln. Der ForestFinance Green Bond 20/30 unterstützt den Anbau von Rohstoffen genauso, wie deren Weiterverarbeitung und Veredelung. Der Projektmix besteht aus:

● nachhaltiger Forstwirtschaft und Kakaoanbau in Panama
● Bio-Landwirtschaft in Marokko
● Projektentwicklung von Verpackungsmaterial für flüssige Lebensmittel
● Verarbeitung von Biomasse zu Bio-Holzkohle.

Bei der Projektauswahl richtet sich ForestFinance Capital nach den Green Bond Principles (GBP 2018) und orientiert sich darüber hinaus an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.
forestfinance-capital.com


So läuft die Finanzwelt

Das neue Banken- und Wirtschaftssystem

>>> 4.500 Milliarden Euro öffentlicher Gelder wurden seit 2008 verwendet, um europäische Banken zu retten.

"If a bank is too big to fail, it is too big to exist!"

Bernie Sanders (verhinderter US-Präsidentschaftskandidat)

Das Enteignungssystem der Banken

Versklavung mittels Zinsknechtschaft: Wenn Kredite nicht zurückgezahlt werden können, was systemisch kaum noch möglich ist, verliert der Kreditnehmer sein Eigentum (siehe Griechenland), doch nie die Bank, die nur an sich wertloses Geld liefert.

Digitales Geld von Banken ist absolute Macht ohne Kontrollmöglichkeit für die Bürger. Es würde die Vorbereitung einer totalitären Gesellschaft bedeuten.

Bargeldlos - Der große Coup der ganz großen Kriminalität
the-babyshambler.com/geld-und-geldschopfung

1.700 Lobbyisten geben mindestens 120 Millionen Euro jährlich aus, um die EU-Gesetzgebung zu beinflussen.

To BIG To Tell – Recherchen in der Finanzwelt

Die 12-Jährige Victoria Grant erklärt unser Geldsystem:
youtube.com/watch?v=aVE4JD_Mq_A

Organisiertes Verbrechen

Die Politik muss die Dominanz der Finanzmärkte jetzt beenden.
Eine Regierung, die ihre Bürger durch Bankenrettungen und noch mehr Verschuldung Pleite gehen lässt, statt die Banken selbst Pleite gehen zu lassen, kann nicht mehr als demokratische Regierung bezeichnet werden.

Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue. Sonst ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland zu Krawallen und Aufstände kommt. Ausgelöst durch Finanz- und Eurokrise, sagt Jean Ziegler, der Schweizer Soziologe, Politiker und Autor.
"Es wird in Deutschland noch krachen."

Das Bankwechselbündnis ruft dazu auf, mit allen Konten von den Großbanken wegzugehen.
Bankwechsel jetzt

10 Kernaussagen von unabhängigen Experten

Umweltbanken und "faire" Banken

Der Wechsel zu einer grünen Bank lohnt sich. Sie verhindern damit, dass Ihr Geld weiterhin für Atom- und Rüstungsgeschäfte oder riskante Spekulationen eingesetzt wird.
Als Alternativen zu so genannten Atombanken und Rüstungsförderern gibt es die
GLS Bank
Triodos Bank
Umweltbank
Ethikbank


Umweltfreundliche Grüße
Ihr Umweltbrief-team

PS: EU-Finanzkommissarin warnt vor Diensten wie Apple Pay und Google Pay.

Zahlungsdienste würden zunehmend als eine Goldgrube für Daten angesehen, erklärte McGuinness zur Zukunft des europäischen Zahlungsverkehrs. "Jeder, der Zugang zu diesen Daten hat, weiß sehr viel über unseren Geschmack, unsere Vermögensverhältnisse und unsere Gewohnheiten." Sie drängt auf eine schärfere Regulierung.
heise.de/EU-Finanzkommissarin-warnt-vor-Diensten-wie-Apple-Pay-und-Google-Pay