UmweltbriefUmweltbrief
Hintergrund-Informationen aus Umwelt, Wirtschaft und Finanzen
Geld- und Ökotipps
Umweltbrief
Geldtipp | Ökotipp | Save Planet | Wasser-Info | Ökostrom-Test | Nasa-Info | Elektroauto | Gift-Abc
Archiv | Impressum | kostenlos abonnieren

Umweltbrief Juli 2010

CO2 Kompensation: Baum pflanzen im Regenwald

Jeder Mensch erzeugt durch seine Lebensführung CO2 und andere Treibhausgase. So werden jede Sekunde 800 Tonnen an CO2 oder anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre geblasen

Zum Ausgleich können Sie mit bereits 6 Euro 1 Baum im Regenwald pflanzen!

Früher war Mittelamerika von Regenwald bedeckt. Aber Abholzungen haben den Wald bis auf wenige Reste vernichtet. Allein für die Papier- und Zellstoffproduktion werden große (Ur-)Waldflächen gerodet.
Der letzte große Regenwald Mittelamerikas liegt im Südosten von Honduras. Doch selbst in den Schutzgebieten nimmt die Abholzungsrate stetig zu. Im Nationalpark Patuca baut Naturefund daher gemeinsam mit der Asociación Patuca Baumschulen auf und pflanzt Tausende von Bäumen. Naturefund kauft aktuell 140.000 Quadratmeter tropischen Trockenwald in Nicaragua.

Bereits mit 6 EUR können Sie 1 Baum im Regenwald pflanzen  bei
http://www.naturefund.de/projekte/baum_pflanzen.html

>>> Wie viel CO2 Sie persönlich mit Wohnung, Nahrung, Auto und Flugzeug pro Jahr erzeugen, können Sie hier ausrechnen lassen:
http://www.naturefund.de/spenden_helfen/aktiv_helfen/co2_rechner.html

 

Weitere Themen:
+ Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte
+ Die Ablenkungs-WM
+ Neues EU-Bio-Siegel
+ Bio-Sonnencreme
+ Natürlicher Mückenschutz

+ Umwelttechnologien + Erneuerbare Energien
   - Zukunftstechnologien
   - Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Energien möglich
   - Europas neues Netz
   - Innovatives Solarsystem: Fronius Energiezelle
   - Das grünste Hochhaus der Welt
   - Solarflug-Pionier Piccard

+ Elektromobilität
   - Die Vorteile der Elektromobilität
   - Mit Strom im Fluß
   - Park@Sol - Parken unter dem Sonnendach
   - Erste Elektroautos ab sofort in Salzburg
   - Unicab: Taxi der Zukunft
   - Erste Lithium-Ionen Batteriefabrik in Finnland
   - Alternative Antriebe und Kraftstoffe vergleichen

   - Mit grünem Strom und Elektroautos sicher durch die Krise
   - Der Elektroauto-Schwindel
   - Belectric DRIVE: Elektroautos für den Alltag
   - Elektroauto Pininfarina BlueCar kann jetzt vorbestellt werden
   - Das Auto - der mobile Leerlauf?
   - Die Geschichte des Elektrofahrzeugs
   - Tesla Model S: Elektroauto für die ganze Familie
   - Wie fährt sich ein Elektroauto?

+ Umweltfinanzen
   - Deutsche Solarzulieferer stehen vor Wachstumsschub
   - Finanzkrise 2.0 – ein Blasenwachstum

+ Spruch des Monats: Marie von Ebner-Eschenbach

+ Innovationssperre Aktiengesellschaft
+ Gentechnik-Durchmarsch stoppen!
+ EU-CO2-Steuer
+ Globaler Emissionshandel - Wie Luftverschmutzer belohnt werden
+ Wale werden weiterhin abgeschlachtet
+ Lebensmittel-Ampel bleibt aus
+ Ferrero: Punkte sammeln, bis das Trikot platzt
+ Biokraftstoffe: EU-Nachhaltigkeitskriterien nicht nachhaltig
+ Aerotoxisches Syndrom: Gesundheitsrisiko Fliegen
+ Urteil zu Handy und Gehirntumor rechtskräftig

+ Klimawandel
   - Kampf dem Klimawandel? Fangt bei euch selbst an!
   - Klimaschädliche Subventionen abbauen
   - Hot Shots – das Global Media Forum

   - Das Zeitalter der Dummheit

+ Atomkraft
   - Die Lüge vom billigen Atomstrom
   - Strahlende Zukunft
   - Energiewende
   - Verhindern Sie den GAU!
   - Atomenergie: Locken und Drohen
   - Sanierung von Uranbergbau kostete bislang 5,3 Milliarden
   - Atomstrom blockiert Ökostrom

   - 100 gute Gründe gegen Atomkraft

+ Demokratie oder Öl-Wirtschaft
   - Ölpest im Golf: Die Deepwater-Horizon-Katastrophe
   - Internationaler Aufruf: Boykottiert BP
   - Erdöl-Weltverbrauch
   - Das Öl-Desaster vor der Tür
   - Im Rausch der Tiefe - wieviel BP kommt noch?

   - Der nächste Ölpreisschock kommt bestimmt!

+ Totale Überwachung
   - Zusammenhang zwischen Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung
   - Verhaltensüberwachung per Handy
   - Schöne neue Überwachungswelt?
   - Google Street View Widerspruch
   - Automatischer Scan

+ Buchtipp Eric Theiß: Regenerative Energietechnologien
+ Filmtipp José Antonio Quirós: Federicos Kirschen
+ Statistik: Papier-Verschwendung
+ Umwelt-Termine
+ PS: Konsumarbeiter

PDF-Druckversion Denken Sie bitte an Umwelt und Ressourcen: Speichern ist umweltfreundlicher als drucken.

For translations into other languages we recommend
http://de.babelfish.yahoo.com
 

Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte

Fisch – ob frisch, aus der Dose oder aus dem Tiefkühlfach – ist ein wertvoller und unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung.
Seit Jahren werden allerdings die wichtigsten Fischbestände ausgebeutet, weltweit gelten 77% der genutzten Bestände als überfischt oder bis an die natürlichen Grenzen befischt.
Die übermäßige Fischerei hat auch Besorgnis erregende Auswirkungen auf die Meeresumwelt. Die eingesetzten Fanggeräte richten zum Teil große Schäden am Meeresboden an und schädigen andere Meeresbewohner wie Wale, Robben und Seevögel durch hohe Beifangraten. Die ungewollt gefangenen Tiere werden meist tot oder sterbend zurück ins Meer geworfen. 

Was geht, was geht nicht?
Lachs aus chilenischen Farmen ist tabu, aus Bio-Zucht hingegen eine gute Wahl.
Der WWF gibt Ihnen mit dem Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte eine praktische Orientierungshilfe an die Hand. Nach dem bewährten Ampelsystem wird unterschieden zwischen "annehmbar" (gute Wahl), "bedenklich" (zweite Wahl) und "kritisch" (lieber nicht).
Hier können Sie bequem nach einzelnen Fischarten suchen – nach Rubrik und alphabetisch gelistet:
http://www.wwf.de/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte

>>> Unterschreiben Sie auch die Petition an Maria Damanaki, Kommissarin für Maritime Angelegenheiten und Fischerei, in der Sie sie auffordern, eine ökologische Nachhaltigkeit als übergreifendes Prinzip der zukünftigen Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) festzuschreiben, um so das Ziel einer langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit zu erreichen  bei
http://www.ocean2012.eu/channel/index/id/24493
 
 

Die Ablenkungs-WM

Tröööööt!!! Laubbläser waren gestern, heute traktiert uns der Lärm von Vuvuzela Tröten, die nur Spass machen, wenn man kein Gehör mehr hat. Schon Wochen bevor die Fußball-WM überhaupt begonnen hatte, wehten schon Nationalflaggen an Autos, gab es fast nur noch Produkte mit WM-Anspielungen zu kaufen. Nie zuvor wurde soviel Reibach mit einer Fußball-WM gemacht. Ein Multi-Milliarden-Geschäft, das noch wachsen soll und ein "Sommermärchen" verkauft. Endlich mal ein Grund zum Feiern, denn bei einer WM kann man es trotzdem tun. Fahnen, Tröten, Hupen, Feuerwerk, bierseliges Gegröhle – und ein neues Nationalbewusstsein. Konsum und Spiele für das Volk, die von EM zu WM ausschweifender werden.

Eine Fußball-WM lenkt jedoch auch sehr schön ab von

  • Rezession, Finanz- und Währungskrisen
  • von der Ölverseuchung des Golf von Mexiko (durch die Gier nach immer mehr Öl)
  • von sozialen Problemen durch Sparzwang bzw. staatlicher Misswirtschaft
  • von den wirklichen Gründen für den Rücktritt des deutschen Bundespräsidenten (man munkelt, Köhler sei genötigt worden, dem wahnsinnigen Griechenland-Sponsoring zuzustimmen...)
  • dem Abbügeln der Lebensmittel-Ampel durch die Lebensmittelindustrie in Brüssel
  • von Koalitions- und Regierungskrisen
  • von neuen Gesetzen (z.B. Sparpaket, CCS-Gesetz), die im Zuge des WM-Taumels fast unbemerkt verabschiedet werden können (Politiker gewinnen so Zeit, ihre Inkompetenz zu verdecken, von Konflikten abzulenken und ihre Probleme heimlich zu lösen bzw. auszusitzen).
Die Welt wird mit einer Fußball-WM auf Nebenschauplätze ihres Daseins gebracht. Denn wer mit Fußball beschäftigt ist, denkt nicht an Missstände, Umwelkatastophen und Politik. Das wussten schon englische Fabrikbesitzer vor 150 Jahren, die das Fußballspielen ihrer unterbezahlten Arbeiter am Sonntagnachmittag gern unterstützten und auch förderten, denn Fußball-Fans sind denkbar unkritisch, wenn sie mit Fußball abgelenkt sind.
Während Villa Bacho noch im Fußballfieber ist, wird in Villa Riba mächtig Rüstung betrieben, Krieg geführt, Geld gemacht und weitergezockt.
"Die Tore auf dem Fußballfeld sind die Eigentore der Beherrschten" schrieb Gerhard Vinnai in seinem Standardwerk "Fußballsport als Ideologie".
Brot und Spiele wirkten schon immer beschwichtigend auf das Volk. Es ist dann gut beschäftigt und konsumiert brav die angebotenen (WM-)Konsumprodukte.
Die WM findet zwar in Afrika statt, doch viele Afrikaner verhungern und verdursten weiterhin. Denn mit ihnen lässt sich kein Geld machen.

Planet Prolet: Böllerschüsse und Raketen bei jedem gefallenen Tor, später dann trunkene Autokorsos, Nationalfahnen und WM-Produkte aus PVC, ein enormer zusätzlicher Ressourcenverbrauch mit den entsprechenden Emissionen. Es fragt sich, wofür das alles?
Offensichtlich lässt sich für nichts so viel Begeisterung wecken wie für eine Fußball-WM. Die Stars sind millionenschwere Gladiatoren, die keine Bildung brauchen ("...und dann tu ich ihn ihm rein in sein Tor"). Das macht sie für viele sympathisch. Früher war Fußball ein Spaß für die männliche Unterschicht, heute kajolen fast alle mit, auch Frauen.
Killerspiel Fußball: Das zentrale Element des Fußballfantums ist, so scheint es, das mutwillige Stören anderer Leute. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit stundenlang hupend und trötend Städte und Dörfer terrorisieren? Wenn es aber um die eigene Ruhe geht, dann können Fußballfans überraschenderweise sehr empfindlich reagieren: So tötete ein Texaner seine zweijährige Stieftochter, weil sie ihn während des Spiels durch Weinen störte!

Liegt es nun am sinkenden Bildungsniveau oder daran, dass die Unterschicht immer größer wird? Sind das noch reflektierende, mündige Bürger oder nennt man sie nur so, wenn sie Politiker wählen sollen? Ist der WM-Wahn ein Virus oder nur eine Störung? Oder ein gewaltiges Ablenkungsmanöver für die Massen? Heißt die Zukunft "Hartz 5 und Fernsehfußball"?
Tröööööt!!! Horden ziehen durch die Straßen, die stolz auf ihr Land sind. Die Polizei ist von höchster Stelle angewiesen, ein Auge zuzudrücken. Es drängen sich Parallelen aus der Geschichte auf.
 
 

Neues EU-Bio-Siegel

Jetzt müssen Bioprodukte in der Europäischen Union das neue EU-Bio-Siegel tragen. Inhaltlich ändert sich dadurch nichts, das neue Siegel steht für die gleichen Kriterien wie das sechseckige deutsche Bio-Siegel. Neu ist aber, dass es nun verpflichtend ist. Zeitgleich tritt eine neue Herkunftskennzeichnung in Kraft.
Verbraucher werden also demnächst Produkte mit drei verschiedenen Bio-Siegeln im Handel finden: Mit dem bekannten deutschen Bio-Siegel, dem neuen europäischen Bio-Blatt und möglicherweise noch einem Logo der Handelsketten oder Herstellerverbände.
Verbraucher können sich also weitestgehen darauf verlassen, dass in Produkten mit dem Bio-Emblem auch Bio steckt.  Mehr bei
http://foodwatch.de/biolebensmittel/bio_siegel/index_ger.html
Allerdings: Die Lebensmittel-Ampel bleibt aus
 
 

Bio-Sonnencreme

Bio-Sonnencreme arbeitet physikalisch. Sie bildet eine dünne Schutzschicht, die auf die Haut treffende UV-Strahlen abblockt. Titan- oder Zinkteilchen wirken wie kleine Spiegel, indem sie Sonnenstrahlen überwiegend reflektieren und streuen und somit ein Eindringen in die Haut verhindern. Die Wirkung setzt unmittelbar nach dem Auftragen ohne Zeitverzögerung ein.
Konventionelle Sonnencreme wirkt dagegen chemisch. Häufig ist es so, dass die Molekülstruktur durch die UV-Strahlung gespalten und in energieärmere Formen umgewandelt wird. Die chemischen Inhaltsstoffe müssen oft erst in die Haut einziehen und wirken dann zirka fünfzehn bis dreißig Minuten nach dem Auftragen.
Dass chemische Stoffe Allergien auslösen ist hinlänglich bekannt. Jüngst wurde davon berichtet, dass chemische Stoffe aus Sonnencreme in die Muttermilch gelangen und hormonelle Veränderungen hervorrufen können.
Der Nachteil bei Sonnencremes in Bio-Qualität oder auch anderen mit physikalischem Sonnenschutz ist, dass Sie Nanopartikel enthalten.
Achtung: Lichtschutzfaktor lässt sich nicht verlängern. Ist der Lichtschutzfaktor zeitlich ausgereizt, ist erneutes Eincremen zwecklos. Da hilft nur noch eines: ab in den Schatten.  Mehr bei
http://www.utopia.de/vorsicht-sonnenbrand-bio-sonnencreme
 
 

Natürlicher Mückenschutz

Reiben Sie die Haut mit frischen Tomatenblättern ein. Ein weiterer natürlicher Mückenschutz ist, auf Balkon oder Terrasse Tomatenpflanzen aufzustellen.
Auch Nelkenöl (von Gewürznelken) als Hautauftrag oder in der Schale soll schützen.
 
 
 

Umwelttechnologie + Erneuerbare Energien

Um das 21. Jahrhundert zu überleben, müssen wir unseren Energieverbrauch in dem Maße durch Erneuerbare Energien ersetzen, wie er im 19. und 20. Jahrhundert entstanden ist. Wenn wir unsere natürlichen Energien nicht nutzen, so ist das nur auf einen Intelligenzmangel unserer Spezies zurückzuführen.
Idealtechnologien nutzen Ressourcen, die unbegrenzt verfügbar sind, bei ihrer Nutzung nicht verschleißen, die regenerierbar sind und nach deren Nutzung keine negativen Folgeeffekte auftreten.
Umwelttechnologien sind Zukunftstechnologien.
Erneuerbare Energien sind zwar derzeit noch teurer als fossile Brennstoffe, doch muss man dabei auch deren enorme ökologische Kosten sehen!

Bis Ende des Jahrzehnts werden in Deutschland weit mehr Menschen in der Umwelttechnologie als in der Automobilindustrie beschäftigt sein.

Je mehr jetzt in Umwelttechnologien und Erneuerbare Energien investiert wird, desto schneller kann die Rezession überwunden werden.
>>> Die Subventionen für Atomkraft in den 1970er Jahren in Höhe von ca. 500 Milliarden DM sind übrigens nie diskutiert worden!
Allein ein stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien kann bis 2020 mehr als 50 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen. Wirtschaft und Verbraucher geben dann auch 10 Milliarden Euro weniger für Energieimporte aus.
 

Zukunftstechnologien

Die Internationale Energieagentur in Paris (IEA) hat vorgerechnet, dass etwa ein Prozent der Fläche der Sahara ausreicht, um die ganze Welt mit Solarstrom zu versorgen. Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom fast 90% der schädlichen Emissionen. 

In einem verschämten Papier des BMZ in Bonn ist nachzulesen, dass es Entwicklungen gibt, die eine autarke Energieversorgung ermöglichen, ohne auf fossile Primärenergie zurückgreifen zu müssen. Der Hinweis auf die Nichtförderung dieser Technologien spricht Bände. In Garching werden Milliarden in die Fusionstechnologie der heißen Art gesteckt - und Entwicklungen, die von entscheidender Bedeutung sind, werden für den möglichen Einsatz in Entwicklungsländern und Schwellenländern empfohlen.

Steigende Energiepreise sind das Ergebnis des übermäßigen Verbrauchs von Ressourcen. Die Finanzkrise basiert auf immer wieder platzende Blasen und der Verschuldungswirtschaft. Was die Lawine ermöglicht hat, ist eine auf billigem Öl und Gas aufgebaute Gesellschaft. Wir brauchen dringend Alternativen, denn unsere Gesellschaft steht an einem Scheideweg zwischen Leben und Tod und höhere Preise für Energie und Ressourcen.
Die Erneuerbaren Energien bieten diese Lösung an; sie garantieren Preisstabilität und Unabhängigkeit bis hin zur lokalen Autarkie. Die natürlichen Energiequellen bieten insgesamt 3078 mal so viel Energie, wie derzeit weltweit benötigt wird!
Wichtig sind jetzt großzügige Investitionen und auch Subventionen in innovative Umwelttechnologien und erneuerbare Energieprojekte!
Dann kann unser Energiebedarf sogar schon bis 2020 durch 100% Erneuerbare Energien gedeckt werden.
Die fossile Wirtschaft wird schon in Kürze ohnehin untergehen, gleich wie viel Subventionen auch fließen mögen.

WindkraftWasserkraftSolarenergieGeothermie ErdwärmeElektroautos - Autofahren mit Erneuerbaren Energien

Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Energien möglich

Eine Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Energien ist laut dem neuesten Gutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen für Gesamtdeutschland möglich. Die Verbandsgemeinde Alzey-Land demonstriert das bereits sehr eindrucksvoll für ihre Region und wurde für ihr Engagement in Sachen nachhaltige und sichere Energieversorgung in Rheinland-Pfalz jetzt zur „Energie-Kommune“ im Monat Mai ernannt.
Allein Solardächer können 40% des Stroms liefern.  Mehr bei
http://www.cleanenergy-project.de/9518
 

Europas neues Netz

Für ihre ehrgeizen Klimaziele braucht die EU ein neues Stromnetz, das
Windenergie von der Nordsee und Solarenergie aus dem Süden mit den
industriellen Zentren verbindet. Wer die Spielregeln für diesen Netzausbau
festlegt, wird in Zukunft sehr viel Geld verdienen.  Mehr bei
http://www.heise.de/tr/artikel/Europas-neues-Netz-1012048.html
 

Innovatives Solarsystem: Fronius Energiezelle

Mit der Energiemenge, die unsere Sonne in nur einer Stunde zur Erde schickt, ließe sich der gesamte Jahresverbrauch des Planeten decken.
Das Problem dieser gewaltigen und kostenlosen Energiequelle ist allerdings, dass sie bei bewölktem Himmel nicht nutzbar ist. Das weltweit tätige österreichische Unternehmen Fronius International hat dafür eine eigene Lösung entwickelt: ein hybrides Brennstoffzellensystem namens Fronius Energiezelle.
Dabei wird der durch Photovoltaik erzeugte Strom erst mal wie üblich direkt zur Deckung des unmittelbaren Energiebedarfes verwendet. Wird allerdings gerade kein Strom benötigt, wird er verwendet um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu zerlegen (Elektrolysefunktion). Der so entstandene Wasserstoff wird dann in einem Speicher zwischengelagert und die Brennstoffzelle wandelt ihn bei Bedarf wieder in Strom um. Durch diesen Kreislauf kann die Fronius Energiezelle sonnenfreie Zeiten selbständig überbrücken und zwar völlig ohne umweltbelastende Abfallprodukte.  Mehr bei
http://www.cleanenergy-project.de/9998
http://www.fronius.com/international/hs.xsl/83_DEU_HTML.htm
 

Das grünste Hochhaus der Welt

Die Chinesen bauen derzeit am “grünsten“ Hochhaus der Welt. Der 310 Meter hohe Pearl River Tower in Guangzhou erzeugt die Energie, die er braucht, selbst.
Strom gewinnt der Turm durch eine aussergewöhnliche Fassade. An den Aussenwänden besitzt der 71 Stockwerke hohe Wolkenkratzer zwei grosse, aerodynamisch geformte Öffnungen. Der Wind wird durch die Geometrie des Gebäudes beschleunigt, wie in einem Trichter komprimiert und durch die Tunnelöffnungen gepresst. Im Innern des Tunnels sind Windturbinen angebracht, die Energie für Heizung, Belüftung und Klimaanlagen erzeugen. Berechnungen zufolge wird die Anlage jährlich eine Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Als ergänzende Energiequellen dienen in der Glasfassade eingebrachte Fotovoltaikzellen und Sonnenkollektoren.  Mehr bei
http://solarmedia.blogspot.com/2010/06/das-grunste-hochhaus-der-welt.html
 

Solarflug-Pionier Piccard

Die von den Flugzeugen verursachten Kondensstreifen stehen im Verdacht, die Bildung von Zirruswolken zu beeinflussen. Diese bilden eine zusätzlich isolierende Schicht, welche den Treibhauseffekt stärker beeinflusst als alle anderen von Menschen verursachten Treibhausgase.
Eine Alternative bieten Solarflugzeuge: Flugzeuge, die ausschließlich mit der Kraft der Sonne abheben und fähig sind, über längere Zeit in der Luft zu bleiben. Mit einem riesigen Solarflugzeug will der Schweizer Bertrand Piccard nun die Welt umrunden. "Wenn ein Flugzeug Tag und Nacht ohne Treibstoff fliegen kann, angetrieben nur von der Kraft der Sonne, dann kann niemand behaupten, dass es unmöglich sei, auf die gleiche Weise Autos, Heizungen und Klimaanlagen oder Computer zu betreiben", sagt Projektchef Betrand Piccard.
Derzeit testen Piccard und seine Kollegen eine erste, rund 1600 Kilogramm schwere Version des Sonnenfliegers. Die HB-SIA hat eine Spannweite von 63,4 Metern. Noch in diesem Sommer soll "Solar Impulse" den ersten Nachtflug absolvieren. Nach bisheriger Planung soll der Flug um die Welt in fünf Etappen im Jahr 2013 starten.
"Ich will den Menschen klarmachen, dass wir bereits heute die Technologie haben, um unsere Abhängigkeit von fossilen Energien gewaltig zu reduzieren", beschreibt Betrand Piccard den Hintergedanken des Millionenprojekts.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,697428,00.html
 

Elektromobilität

Elektrofahrzeuge bieten eine große Chance, sich von fossilen Energieträgern im Mobilitätssektor zu lösen. 
Sie können als Stromspeicher für erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. 160 Windräder reichen für eine Million E-Autos. Die Ladestationen sollten direkt neben Windrädern stehen.
Die Bundesregierung will die Elektromobilitätsforschung mit 500 Mio. Euro fördern.
Die meisten Experten sind sich einig: Wir fahren in Zukunft mit Strom.
Die deutschen Autobauer haben diese Autozukunft jedoch allesamt verschlafen, obwohl hierzulande Werner von Siemens vor 125 Jahren schon weltweit das erste E-Auto gefahren ist. Nun liegt Asien vorn.
Auf den Automessen stehen die üblichen Elektro-Prototypen der Autoindustrie, die aber in nächster Zeit (mit wenigen Ausnahmen) nicht käuflich sein werden – schon gar nicht in Großserie zu bezahlbaren Preisen. Die Autoindustrie lenkt alle fünf Jahre mit neuen Heilsversprechen davon ab, dass sie mit ihrem aktuellen Fahrzeugangebot die EU-Klimaschutzauflagen nicht erfüllt.
Die Neuwagenpreise haben sich seit 1980 verdreifacht. Hersteller nutzten zunehmend Worte wie etwa umweltfreundlich. Doch eine echte Innovation fand bislang nicht statt.
Auch deshalb bricht nun der Neuwagenmarkt um ein Drittel ein. Das hat sich die Autoindustrie selbst zuzuschreiben.

Ökolabel: Jetzt sollen auch Autos per Buchstabencode und Farbskala benotet werden. Doch der Plan der Bundesregierung entwickelt sich zu einer umweltpolitischen Farce: Kleinwagen werden benachteiligt, Spritschlucker erhalten Bestnoten, denn schwere Autos dürfen nach Vorstellung des Wirtschaftsministeriums mehr Kohlendioxid ausstoßen als leichte. Besser wäre ein Punktesystem mit CO2-Gutscheinen, mit denen Hersteller die Strafen für ihre Dickschiffe ausgleichen dürfen.

Laut einer DEKRA-Studie kann sich bereits jeder 4. Deutsche vorstellen, ein reines Elektroauto zu kaufen. Potenzielle Käufer wissen jedoch noch zu wenig über die Vorteile der Elektromobilität.
Gerade formieren sich kleine Anbieter, die mit günstigen Umrüstsätzen dafür sorgen, dass geringere Preise für Elektroautos schon kurzfristig realisierbar sind.

Die Akkumulatoren der Zukunft sind primär als Energiezellen eines Elektrofahrzeuges zu betrachten, sekundär werden sie als Pufferspeicher der Energieerzeuger fungieren.
>>> Das Max-Planck-Institut hat errechnet, dass 50 Millionen Elektroautos mit je 100 kWh Kapazität den (nicht nur elektrischen!) Primärenergiebedarf von ganz Deutschland für einen halben Tag speichern könnten.
http://213.133.109.5/wb/pages/elektromobilitaet.tv.php
 

Die Vorteile der Elektromobilität

  1. Wir machen uns bezüglich fossiler Brennstoffe von Einflüssen der Industrie, der Politik und den Förderländern frei – wir produzieren Strom selbst und können ihn sogar noch exportieren.
  2. Elektromobilität fördert den großzügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien, da viel mehr Ökostrom gekauft und daher auch produziert werden muss!
  3. Wir lindern Hunger in den Schwellen- und Entwicklungsländern und vermeiden irreversible Schäden an der Umwelt durch die Vermeidung der Herstellung von (Bio-)Kraftstoffen.
  4. Keine Feinstaub- und CO2-Emissionen, kein Gestank, viel weniger Lärm.
  5. Kaum noch Wartungskosten. Elektroautos sind so wartungsarm, dass den Autofirmen schon jetzt Bange wird.
  6. Der Betrieb und Unterhalt von Autos ist deutlich billiger (2-3 Euro Ökostrom auf 100 km).
  7. Anreize wie die Freigabe von Busfahrspuren und kostenlose Parkplätze  für Elektroautos.
  8. Wenn heute beim Bau von Wohnanlagen und Parkhäusern an die Vorbereitung auf E-Mobility (Stromladesäulen) gedacht wird, werden die Gebäude in zehn Jahren sehr wertvoll sein.
  9. Last but not least: Viel mehr Fahrspaß! Elektroautos sind denen mit Verbrennungsmotor in punkto Agilität weit überlegen – und auch viel entspannter zu fahren. So macht es sogar Spaß, die Umwelt zu retten.
"The biggest game-changer will be electric vehicles."
Bill Ford (Ford Motor Company, April 2010)
 

Mit Strom im Fluß

Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen wurde in den letzten Jahren vehement vorangetrieben, nicht nur optisch, sondern auch technisch. Elektromotoren erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 99%. Demgegenüber ist der heute noch übliche Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von maximal 40% ein Verschwender. Mit einem Wirkungsgrad von lediglich 15 bis 40%, je nach Fahrzustand und technischer Qualität des Motors, werden bei einem normalen PKW also etwa Dreiviertel der teuren Tankfüllung zum Aufheizen der Umwelt verwendet. Und das seit 130 Jahren!
Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren stellen Elektromotoren über einen großen Drehzahlbereich ein gleichmäßiges Drehmoment stufenlos zur Verfügung – ein Getriebe oder eine Kupplung sind dabei ebenso wenig notwendig wie eine Abgasanlage.

Habgier ist der Hauptgrund für alle großen Krisen: 
Weiterhin behindert dieses System jeden vernünftigen Fortschritt auch in der Technologie sehr stark, da in jede Neuerung natürlich erst Geld hineingesteckt werden muß, bevor sie Gewinn abwirft. Es ist also meist lohnender, eine alte, uneffektive und rückständige Technik weiterzuführen und kurzsichtig den Gewinn einzustreichen.
So ist es auch nicht erstaunlich, das sinnvolle und nachhaltige Projekte im Umweltschutz erst dann in Bewegung kommen, wenn es eigentlich schon zu spät ist, obwohl diese mit etwas gutem Wollen technisch schon viel früher hätten umgesetzt werden können.
Aus diesem Grund muss man wohl die heute verbreiteten Verbrennungsmotoren, die lärmen und stinken, die die Umwelt mit gefährlichen Abgasen verpesten und die die meiste Energie nutzlos verschwenden, nur als eine ausgesprochen rückständige Antriebsform und bestenfalls als Provisorium sehen, das trotz aller Verbesserungen, die bisher erreicht wurden, höchstens als Übergangslösung akzeptiert werden sollte.
Eine Alternative dazu existiert auch längst: der Elektromotor. Nur die Stromspeicherung durch Akkus ist noch nicht effektiv genug. Aktuell bahnt sich eine neue Erfindung an: der Lithium-Sauerstoff-Akku, der vielleicht imstande ist, das ganze Verkehrswesen zu revolutionieren, da er mit seiner enorm hohen Kapazität Elektroautos mit einer einzigen Stromfüllung bis zu 800 km weit bringen könnte!  Mehr bei
http://www.gral.de/index.html?page=4846
 

Park@Sol - Parken unter dem Sonnendach

Parkflächen mit Solar-Carports bieten eine willkommene Ergänzung für die großflächige Nutzung zur photovoltaischen Stromerzeugung, insbesondere da die Dachflächen auf Carports gemäß Energieeinspeisegesetz die maximale Vergütung erhalten.
Entstanden ist auf dem EVO-Parkplatz eine rund 800 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die zwei Vorteile miteinander vereint: Zum einen bietet sie einen überdachten Stellplatz für Firmen-, Mitarbeiter- und Kundenfahrzeuge. Zum anderen erzeugt sie CO2-freien Solarstrom – und zwar rund 80.000 Kilowattstunden im Jahr. Dadurch werden zirka 70 Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden. Außerdem wird es dort weiterhin eine Stromzapfsäule für Elektrofahrzeuge geben.  Mehr bei
http://www.juwi.de/solar/angebote/solare-parkplatz-ueberdachungen.html
 

Erste Elektroautos ab sofort in Salzburg

Monatliches Sorglospaket zum Fixpreis: Jetzt kommen die ersten Elektroautos der Marke Think City nach Salzburg. Kunden von ElectroDrive Salzburg sind auch mit vier Rädern zu einem fixen monatlichen Betrag elektrisch mobil: ein Sorglospaket zum Fixpreis von 890,- Euro. Inkludiert sind dabei das Fahrzeug, die Ladeinfrastruktur und der Öko-Strom an den öffentlichen Ladestationen, die Ladebox daheim bis zum Service und den Reifen. Die Kunden sollen sich um nichts kümmern müssen.
Die Laufzeit ist auf 48 Monate fixiert, danach können die Kunden das Elektroauto zurückgeben bzw. erstellt ElectroDrive Salzburg auf Basis der Erfahrungen dieser Laufzeit ein neues Angebot.
Über das Unternehmen The Mobility House sind derzeit 100 Think City bestellt. Ende 2010 bzw. Anfang 2011 werden auch Elektro-Autos anderer Hersteller wie Citroen, Mitsubishi, Smart u. a. in Salzburg eintreffen.  Mehr bei
http://www.salzburg-ag.at/erste-elektroautos-ab-sofort-in-salzburg-836
 

Unicab: Taxi der Zukunft

Es erinnert an die Autos im Film "Bladerunner". Das Taxi der Zukunft ist kürzer als ein aktueller VW Polo, bietet aber bis zu vier Fahrgästen Platz. Betrieben wird es durch Elektromotoren in den Rädern. Die werden gespeist aus Lithium-Ionen-Batterie sowie einer Brennstoffzelle, die an Bord Wasserstoff in elektrische Energie umwandelt. Außerdem gibt es ein Solarpanel auf dem Dach, das ebenfalls Elektrizität erzeugt.
Bequemer Zugang: Die beiden Schiebetüren auf der rechten Fahrzeugseite öffnen nahezu den kompletten Innenraum, eine ausfahrbare Rampe sorgt dafür, dass zum Beispiel auch Rollstuhlfahrer mühelos ins Taxi kommen.
Sollte dieser Entwurf zum Sieger gekürt werden, erhielte die Firma Unicab für zehn Jahre das exklusive Recht, Taxis für New York herzustellen.  Mehr bei
http://www.auto-motor-und-sport.de/unicab-neues-taxikonzept.html
 

Erste Lithium-Ionen Batteriefabrik in Finnland

Das neue Werk in Varkaus produziert Lithium-Ionen Batteriezellen und -systeme mit einer Jahreskapazität von rund 100 Megawattstunden. Dadurch können etwa 3000 voll-elektrische Autos mit Lithium-Ionen Batterien ausgestattet werden. Eine mögliche Verdreifachtung der Produktion ist bereits eingeplant.  Mehr bei
http://www.mwgroup.net/image_gallery/battery_manufacturing.html
 

Alternative Antriebe und Kraftstoffe vergleichen

Es gibt eine Vielzahl an alternativen Antrieben, aber wie kann man sie untereinander oder mit den konventionellen Antrieben vergleichen? Das Online-Tool OPTIRESOURCE stellt die alternativen Kraftstoffe und Antriebe gegenüber und hilft dabei die Emissionen und den Energieverbrauch zu vergleichen.
Basierend auf Studien zur ganzheitlichen Energiebilanzierung von der Energiequelle bis zum angetriebenen Rad lassen sich der zu erwartende Kraftstoffverbrauch und die dazugehörigen Treibhausgasemissionen ermitteln.  Mehr bei
http://www.greengear.de/alternative-antriebe-biokraftstoffe-vergleichen
 

Mit grünem Strom und Elektroautos sicher durch die Krise

Weniger als eine Stunde pro Tag nutzen wir unsere Fahrzeuge. Den Rest des Tages warten die Autos vor dem Haus oder der Arbeitsstätte. Genug Zeit, um überflüssigen grünen Strom in die Batterie fließen zu lassen. Wird gerade viel Strom benötigt, kann die in den Autos gespeicherte Energie auch ins Netz zurückfließen. Dabei ist garantiert, dass die Batterien voll sind, wenn man losfahren will.  Mehr bei
http://213.133.109.5/video/energy1tv/Eco_durch_Krise.html

Der Umstieg von Verbrennungs- auf Elektromotoren in Autos ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Verknappung der Rohstoffe sorgt von alleine für den nötigen Preisdruck.  Mehr bei
http://213.133.109.5/video/energy1tv/Stromtankstelle.html
 

Der Elektroauto-Schwindel

Die Autoindustrie will Elektroautos nur bauen, um die Umweltbelastung ihrer herkömmlichen Fahrzeuge schön zu rechnen. 2015 sollte diese Regelung eigentlich auslaufen. Doch Anfang Mai beim Elektro-Gipfel in Berlin hat die Regierung Merkel der Industrie schriftlich zugesagt, sich für eine Verlängerung einzusetzen. Im zuständigen Umweltministerium heißt es dazu: Auf längere Sicht biete die Elektromobilität großes Potential zur CO2-Einsparung.
Zitat: "Deshalb ist eine befristete Mehrfachanrechnung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb … als Innovationsanreiz für die Hersteller gerechtfertigt."
Doch zusätzlichen Ökostrom - extra fürs Elektroauto - wollen die Energiekonzerne nicht produzieren.

Wer so denkt und handelt und dazu auf die zusätzliche Produktion von Ökostrom verzichtet, wird sich gewaltig verrechnen – beim CO2-Ausstoß und bei den künftigen Energiepreisen. 
"E.ON setzt auf Erhalt und Ausbau der fossilen Stromerzeugung und blockiert so die dringend notwendige Umorientierung der Energiebranche hin zu mehr Klimafreundlichkeit", erklärt Ann-Kathrin Schneider, Klimaexpertin bei Oxfam.
Aber warum sollten die großen privaten Energiekonzerne – E.on, Vattenfall, RWE und EnBW – bei steigenden Preisen massiv in erneuerbare Energien investieren? Warum sollte ein Konzern auf eigene Rechnung neue Technologien erforschen? Bolivien hat inzwischen seine Stromkonzerne verstaatlicht. Die Grundversorgung, so Präsident Morales, dürfe nicht in der Hand der Privatwirtschaft liegen. Auch Berlin will die eigene Energieversorgung wieder selbst gestalten.

Das Elektroauto macht nur Sinn mit zusätzlich erzeugtem Ökostrom!
Wichtig ist auch, dass nicht die Energiekonzerne den entscheidenden Einfluss auf den Aufbau der Infrastruktur zur Betankung der Elektroautomobile haben, sondern dass vor allem die Ökostrom-Anbieter die Chance zur Einspeisung bekommen.

"Die Stellungnahme der Umweltverbände gegen die Elektromobilisierung ist unverständlich, kurzsichtig und widersprüchlich", sagt Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR, zu recht. Um die Verbindung mit erneuerbaren Energien herzustellen, sollten die Automobilhersteller laut Eurosolar verpflichtet werden, eigene Anlagen zu errichten oder Verträge mit Anlagenbetreibern für Neuinvestitionen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien abzuschließen, jeweils in der Größenordnung der von ihnen produzierten Elektromobilflotte.
Mehr Tempo für Elektromobilität
 

Belectric DRIVE: Elektroautos für den Alltag

Zusammen mit dem E-Werk in Mainbernheim hat das Kolitzheimer Unternehmen Belectric DRIVE eine Initiative gestartet, bei der Elektroautos im Alltag zum Einsatz kommen sollen. Belectric DRIVE ist Teil des Photovoltaik-Zentrums im unterfränkischen Kolitzheim.
"Wir wollen unsere Elektroautos einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen", erläutert der Geschäftsführer.
40 Elektrofahrzeuge zur Vermietung für den Langzeitgebrauch: Wer eine Pauschale von 300 bis 400 Euro (je nach Modell) pro Monat bezahle und im Versorgungsgebiet eines kooperierenden Energieversorgers wohne, erhalte dafür eines der etwa 40 Elektrofahrzeuge, die im Kolitzheimer Fuhrpark bereit stünden. Die Miete decke auch Service und Wartung sowie Vollkaskoversicherung und Steuern für das Fahrzeug ab.

100% Mobilität mit Photovoltaik: Belectric DRIVE will noch einen Schritt weiter gehen und die Elektromobilität an den Ausbau der erneuerbaren Energien koppeln. Zu diesem Zweck habe man sich mit dem E-Werk Mainbernheim den ersten Kooperationspartner mit ins Boot geholt. "Unser Partner hat sich verpflichtet, eigens für die E-Fahrzeuge zusätzliche regenerative Erzeugungskapazitäten aufzubauen." Ziel sei 100% Mobilität aus der Sonne.  Mehr bei
http://www.solarserver.de/news/news-12716.html
http://www.belectric-drive.de
 

Elektroauto Pininfarina BlueCar kann jetzt vorbestellt werden

Das französisch-italienische Pininfarina BlueCar von Bolloré mit Solardach wird in Frankreich bereits im Frühjahr 2010 für 330 Euros pro Monat zu haben sein. In Deutschland wird ab Herbst 2010 damit gerechnet.
Das Pininfarina BlueCar hat bei einer Ladezeit der Lithium-Metall-Polymer-Batterien von 5 Stunden eine Reichweite von ca. 250 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.
Vincent Bollore gab in 14 Jahren angeblich 1 Milliarde Euro aus, um die Batterie und das Auto zu entwickeln. Es wird nur 1 Euro auf 100 km kosten, statt 15 Euro für ein herkömmliches Auto.  Mehr bei
http://electriccarphotos.com/pininfarina-bollore-blue-car-in-2010.html
http://green.autoblog.com/2010/03/06/bollore-and-pininfarina-ev

Vorbestellen können Sie das Auto direkt bei
http://www.bluecar.fr
 

Das Auto - der mobile Leerlauf?

Meistens steht es. Und wenn es fährt, dann mit energetisch miserablem Wirkungsgrad. Als Verkehrsmittel ist das traditionelle Auto höchst unproduktiv. Rund 30% aller CO2-Emissionen in der Schweiz stammen heute von Personenwagen.
Sieben Achtel des Treibstoffs werden für Leerlauf, Kraftübertragung und die Reifen eingesetzt. Nur ein Achtel erreicht die Räder, die das Auto bewegen. Von der eingesetzten Primärenergie in Form von Erdöl (oder Erdgas) wandelt ein Automotor bei voller Beschleunigung 35%, bei durchschnittlicher Fahrt aber nur 15% in Antriebskraft um.
Anders das Elektroauto: Seine Energieeffizient ist bis zu viermal höher und es kann CO2-frei mit Ökostrom betrieben werden:
Keine Verbrennungsmaschine, die jemals erdacht wurde, arbeitet auch nur annähernd so effizient wie ein Elektroantrieb. Selbst moderne Dieselmotoren setzen nur gut ein Drittel der Kraftstoffenergie in Vortrieb um. Der Stromantrieb dagegen folgt den Gesetzen des Elektromagnetismus - mit einem Wirkungsgrad von über 90%. Selbst Kraftwerke (z.B. Erdgaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung) arbeiten dreifach effizienter als Kolbenmotoren. Elektromobilität ist die mit Abstand energieeffizienteste Form der Fortbewegung - auch im Individualverkehr. Und eine Fahrtstrecke von 100 km würde im Elektro-Betrieb auch nur ca. 2,50 Euro an Ökostrom kosten!
Doch die (ver)zögernden Aktivitäten der Autokonzerne bezüglich des Elektroautos dienen momentan vor allem dazu, von ihrer völlig verfehlten Modellpolitik abzulenken, ihr Image aufzubessern und Aktivität zu signalisieren.
 

Die Geschichte des Elektrofahrzeugs

Elektro-Porsche  Lohner-Porsche Elektromobil mit Radnabenmotoren (1899)

Elektrofahrzeuge sind keine Erfindung unserer Zeit, sie gibt es etwa genauso lange, wie Fahrzeuge mit Benzinmotoren. Der Franzose Gustav Trouvé erfand schon 1881 das erste Elektrovehikel mit Blei-Akku. Als 1885 Carl Benz seine dreirädrige Motorkutsche vorstellte und Gottlieb Daimler unabhängig davon 1886 seine vierrädrige, waren in Paris schon seit 1881 elektrisch betriebene Wagen unterwegs. Es waren die ersten Fahrzeuge zu dieser Zeit, die schneller als 100 km/h fahren konnten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bildeten in den USA die Benzinautos mit 22% die Minderheit - Elektromobile hatten 38% und Dampfmaschinen 40% Anteil an den Straßenfahrzeugen. Dank der Öl-Lobby haben sich dann die Verhältnisse zu Gunsten des Otto-Motors radikal verändert. Verbrennungsmotoren haben jedoch einen schlechten Wirkungsgrad von nur 30-35% und es enstehen gerade auf kurzen Strecken erhebliche Mengen an Feinstaub. Elektroautos haben eine deutlich höhere Energieeffizienz ("Wirkungsgrad") und produzieren keinerlei Abgase, sind mit Ökostrom betrieben Null-Emissions-Fahrzeuge und helfen somit wirkungsvoll, die CO2- und Feinstaubproblematik zu verringern.
Elektroautos verringern die Belastung von Städten und Ballungsräumen mit Schadstoffen, Feinstaub und Lärm und steigern damit die Lebensqualität der Menschen. Und die Batterien geparkter Elektrofahrzeuge können zudem in das Stromnetz eingebunden werden und so als Pufferspeicher für die schwankenden Energieeinträge aus Windkraftanlagen und Solarkraftwerken dienen.

In anderen Ländern tun sich bereits wahre Innovationen zum Thema nachhaltige elektrische Mobilität auf:
http://www.phoenixmotorcars.com/index.php
http://www.acpropulsion.com
http://www.teslamotors.com
http://www.worldclassexotics.com/Electriccarconv.htm
http://www.smithelectricvehicles.com
http://www.modeczev.com
http://www.think.no
http://www.betterplace.com
http://www.zenncars.com
http://www.n-tv.de/auto/morgen
http://www.pluginamerica.org/vehicles
 

Tesla Model S: Elektroauto für die ganze Familie

Tesla Model SDer Elektro-Roadster des kalifornischen Unternehmens Tesla ist für 2009 nahezu ausverkauft. Jetzt kommt der Tesla S, der auch auf größte Nachfrage stößt.
Der Tesla S verfügt über 
- 450 Kilometer Reichweite
- 45 Minuten Schnell-Ladeeinrichtung
- 190 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Beschleunigung 0-100 Km in 5-6 Sekunden
- 7 Sitze
- 17 Zoll Infotainment touchscreen u.v.m.
Das viertürige Model S trägt eine coupéartige Dachlinie, die in ein hoch abschließendes Fließheck ausläuft. Das schafft Platz für zwei zusätzliche Sitzplätze, die neben den fünf Passagieren in den ersten beiden Reihen zwei Kinder aufnehmen können sollen. Werden diese Sitze in den Boden gefaltet, so entsteht ein großzügiger Laderaum. Ein weiterer Stauraum steht unter der Fronthaube des Siebensitzers zur Verfügung.
Er wird ca. 40.000 Euro kosten.
http://www.electrobeans.de/tesla_model_s_elektro-viersitzer.html
http://www.teslamotors.com/models/index.php

Gerade hat Toyota 50 Mio. Dollar in Tesla investiert, um Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Der weltgrößte Autobauer Toyota überlässt dem kalifornischen Elektroauto-Pionier sein stillgelegtes Werk an der US-Westküste. Darüber hinaus investieren die Japaner in das Start-up, und gewähren Zugriff auf ihr ausgeklügeltes Fertigungsystem.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,696101,00.html#ref=nldt
 

Wie fährt sich ein Elektroauto?

Der Schritt zum Elektroauto ist nicht nur ein großer Schritt weg vom Erdöl, sondern darüber hinaus ein klares Bekenntnis zu einer sauberen und energieeffizienten Zukunft der Fortbewegung mit hoffentlich grünem Strom, die Idee, nahezu lautlos und völlig emissionsfrei dem menschlichen Bedürfnis nach Mobilität nachzugehen.
Hier gibt es drei Fahrberichte:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,687871,00.html#ref=nldt
http://www.utopia.de/magazin/utopia-testet-den-bmw-mini-e
http://www.youtube.com/watch?v=pzdcFAC5oWA

Tesla Roadster: Wir haben ihn gefahren. Er beschleunigt wie ein Flugzeug, nur lautlos. Fahrspaß pur.
 
 
 

Umweltfinanzen

Deutsche Solarzulieferer stehen vor Wachstumsschub

Der Markt der deutschen Solarzulieferer steht vor einer Konsolidierung. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Wiesbaden Business School im Auftrag der Ventizz Private Equity AG. Prognostiziert wird von den Teilnehmern für die nächsten Jahre starkes Wachstum bei gleichzeitig sinkender Zahl der Zulieferer. Dabei zeichnet sich eine weitere Internationalisierung des Absatzes und der Produktion ab – vor allem Richtung Asien.
Die Mehrheit der befragten deutschen Solarzulieferer sieht eine Konsolidierungswelle innerhalb der nächsten zwei Jahre auf die Branche zukommen.
Erstmals werden im laufenden Jahr voraussichtlich weltweit mehr als zehn Gigawatt an solarer Stromerzeugung zugebaut. Damit entstehen neue Photovoltaik-Kapazitäten, die den Stromertrag eines großen AKW übersteigen. Und die Entwicklung steht erst am Anfang.  Mehr bei
http://www.ventizz.de/download/VENTIZZ_Studie_Solarzulieferer_070610.pdf
http://www.greentechmedia.com/10-gigawatts-of-pv-in-2010
 

Finanzkrise 2.0 – ein Blasenwachstum

Das Zocken auf Kredit ohne Deckung geht weiter, schon werden wieder Luftgeschäfte und neue Blasen aufgebaut. Geld machen um jeden Preis. Schade, nichts gelernt.
Bankvorstände kommen ungeschoren davon und erhöhen sich wieder kräftig die Boni (Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann's Gehalt stieg um sagenhafte 587% auf 9,55 Mio. Euro). Ihre von oben gedrückten Bankverkäufer in den Filialen müssen den Kunden weiterhin umstrittene Finanzprodukte andrehen. Vertrauen Sie daher keinem Bankverkäufer mehr – wie sonst sollte man sie nennen, denn von echter Beratung keine Spur.
Auch die privaten Rating-Agenturen sind mit Vorsicht zu genießen, denn die Schuldner der Ratingagenturen sind oft viel zu gut eingestuft. Ein Reporter der NEW York Times, Thomas Friedman, verlautbarte, es gäbe zwei Supermächte auf der Welt: „Zum einen die USA, zum anderen die Ratingagenturen. Und glauben Sie mir, es ist keinesfalls sicher, wer die Mächtigere von beiden ist.“
Inzwischen wird auch bei Edelmetallen manipuliert. Finanzmärkte sind Monster.
Bestimmte Finanzprodukte wie Derivate müssten international verboten werden, weil sie die Märkte destabilisieren.
Eine Finanztransaktionssteuer ("Steuer gegen Armut", ca. 100 Milliarden pro Jahr) wäre sicher sinnvoll, doch die Finanz-Industrie ist einfacher mächtiger als die Politik – schließlich zählt sie auch zu den größten Parteispendern! Daher sind Banken auch so "systemrelevant".
Mehr kreditfinanziertes Wachstum soll her, auch wenn es die reale Gesellschaft permantent schädigt, in jeder Hinsicht. Unser Geld ist bereits in Gefahr, denn die nächste Finanzkrise wird gerade produziert.
SPIEGEL online meldet: "Jedes Jahr verlieren Anleger in Deutschland durch Fehlberatungen 20 Milliarden Euro. Trotzdem zieht die Bundesregierung keine Konsequenzen. Ein Gesetz für mehr Anlegerschutz bleibt in der Schublade. Das ist auch ein Erfolg der Bankenlobby."
Laut Infratest dimap-Umfrage unterstützen 78% der wahlberechtigten Bundesbürger die Forderung, die Finanzaufsicht solle sich künftig aktiv, umfassend und mit einheitlichen Regelungen um den Verbraucherschutz im Finanzmarkt kümmern.
Finanzkrise 2.0 - Die Dokumentation bei
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/video/Finanzkrise-20-Die-Dokumentation


>>> Die Banken haben Brüssel im Griff. Deren Lobbyisten stemmen sich gegen eine strengere Regulierung, indem sie Politiker mit Informationen und Expertisen bedrängen. Nirgends wird die Symbiose zwischen Kapital und Staat so augenfällig wie bei der >Krisenbekämpfung<.
Es gibt in der heutigen Zivilgesellschaft keine ausreichende Gegenmacht zum allmächtigen Finanz- und Banksektor, zumal, da sich die politische und Finanzelite sich sehr nahe stehen.
Unterstützen Sie die für die Regulierung der Finanzmärkte und des Bankgewerbes zuständigen europäischen Abgeordneten, die täglich unter dem Druck des Finanz- und Banksektors stehen, um den für die Branche geltenden Rechtsrahmen stärker zu beeinflussen  bei
http://www.finance-watch.org/financewatchALL.htm
 
 
 

Spruch des Monats

Die glücklichen Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit.

Marie von Ebner-Eschenbach
 
 
 

Innovationssperre Aktiengesellschaft

Würden alle Erfindungen und Patente, die die Industrie mal gekauft und in ihren Safes gesammelt hat, verwirklicht, wären unsere Energieprobleme längst gelöst. Doch ganz offensichtlich gibt es eine Innovationssperre.
Im westlichen Wirtschaftssystem gibt es kaum noch echte Innovationen. Liegt es an feigen Managern oder am Shareholder value?
Die Glühbirne hat Thomas Alva Edison vermutlich nicht erfunden, doch sie ist von ihm aufwendig zur Serienreife entwickelt worden, weil er viel Geld damit machen wollte, womit er dann später General Electric gründete. Gottlieb Daimler und Carl Benz haben in ihre Fahrzeuge viel investieren müssen, bevor es ein Weltkonzern wurde. Investitionen in Innovationen waren immer der Garant für den großen Reichtum von morgen.
.
Heute werden Innovationen von Aktiengesellschaften gesteuert. Das Wesen einer AG ist jedoch, dass der Vorstand regelmäßig Rechenschaft ablegen muss und die Aktionäre Dividenden und Renditen erwarten. Werden diese geschmälert oder bleiben gar aus, so wird sofort darüber nachgedacht, den Vorstand zu ersetzen. Der Shareholder value regiert. Die Manager müssen mehr Gewinne einfahren als auf normale Weise erzielt werden kann. Das geht nur durch Zocken an den Börsen, ein sehr gefährliches und sogar systemgefährdendes Spiel!
Wenn der Konzern Pleite geht, ist das nur das Zweitschlimmste für einen Top-Manager; das Schlimmste für ihn ist, wenn er aufgrund schlechter Bilanzen und mangelnder Renditen keinen Bonus bekommt oder gar gefeuert wird.
Daher kann sich der Vorstand kaum noch erlauben, über das Ende des Quartals hinauszudenken und in Innovationen zu investieren, die womöglich erst in einigen Jahren Profit bringen.
Es ist meist lohnender, eine alte, uneffektive und rückständige Technik weiterzuführen und kurzsichtig den Gewinn einzustreichen. Das wirkt natürlich wie eine Innovationssperre. Alles andere ist einfach zu riskant für einen Vorstand.

Für den Wirtschaftsstandort sind solche Innovationssperren allerdings fatal:
Nur manche erinnern sich noch an Firmen wie SABA, Grundig, Nordmende etc., die längst zugunsten von Sony, Panasonic, Toshiba etc. weichen mussten und heute völlig aus dem Blick verschwunden sind. Das blüht nun auch der deutschen Autoindustie, die schon in sehr wenigen Jahren der asiatischen Autoindustie wird weichen müssen, weil sie sich beharrlich weigert, ihre Innovationssperren aufzuheben. Statt wie die Asiaten in die Technik des 21. Jahrhunderts zu investieren, werden laufend per Druck auf die Regierungen Verzögerungsvorteile erwirkt, was z.B. Flottenverbrauch und Schadstoffausstoß angeht, um so das Elektroauto so weit wie nur möglich in die Zukunft zu verschieben. Besonders Schwellenländer werden diese Schwäche auszunutzen wissen. Aber das ist nur ein Beispiel, denn so geht es in allen Aktiengesellschaften zu.
Ahnt man denn nicht wenigstens, was man damit für die Firma und den gesamten Wirtschaftsstandort anrichtet?
Antwort: Die Vorstände ahnen es wahrscheinlich durchaus, doch die nötigen teuren Innovationen will (kann) man sich in einem System von Aktiengesellschaften, Shareholder value und Boni nicht leisten – schon wegen der eigenen Stellung. Und wenn dann vielleicht in fünf Jahren die Pleite droht, ist man wahrscheinlich ohnehin schon pensioniert...
Diese Haltung muss früher oder später zum Untergang des Wirtschaftssystems führen!

Fazit: Eine Aktiengesellschaft ist keine zeitgemäße Körperschaft mehr, da

  • eine AG zu leicht an der Börse verzockt werden kann
  • eine AG die Manager zu kurzfristigem Denken und Handeln und damit zu Innovationssperren verleitet
  • eine AG dem Shareholder value unterliegt, der ganz sicher kein geeigneter Indikator für den wirklichen Wert eines Unternehmens ist.
Nützlicher und zeitgemäßer als eine AG wäre eine Stiftung, denn diese kann sich keine Innovationssperren leisten. In einer Stiftung sind gründliche konzeptionelle Vorarbeiten und eine engagierte Geschäftsführung unabdingbar – völlig jenseits von Boni.
Schon im Interesse des Wirtschaftssystems sollten Aktiengesellschaften in Stiftungen umgewandelt werden.  Mehr bei
http://de.wikipedia.org/wiki/SABA
http://de.wikipedia.org/wiki/Nordmende
http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung
 
 

Gentechnik-Durchmarsch stoppen!

Zum ersten Mal seit 12 Jahren hat die Europäische Kommission soeben den Anbau gentechnisch manipulierter Lebensmittel zugelassen!
Die Zeit drängt: Mitte Juli will der Verbraucherkommissar John Dalli der EU-Kommission seine Gentechnik-Pläne vorstellen. Setzt er sich durch, wird sich die Genlobby die Hände reiben. Denn gentechnisch manipulierte Pflanzen könnten dann viel leichter zugelassen werden.
Kaum ein Mensch will genmanipulierte Pflanzen, aber die Politik schert das nicht. Der Kampf um nachhaltige Lebensmittel und genetische Ressourcen geht in die nächste Runde.
Die Minister haben nun wieder eine Möglichkeit versäumt, eine Entscheidung im Sinne der überwiegenden Mehrheit der Verbraucher zu treffen.

>>> Helfen Sie mit, den Durchmarsch der Gentechnik in Europa zu verhindern! Schicken Sie noch heute eine Protest-Mail an Bundeskanzlerin Merkel, Umweltminister Röttgen und die Mitglieder des EU-Agrarausschusses  bei
http://umweltinstitut.org/gentech-stoppen
 
 

EU-CO2-Steuer

"Besteuert nicht, was jemand verdient, sondern, was er verbrennt."
In einem Interview mit EurActiv setzt sich EU-Kommissarin für Klima-Aktion Connie Hedegaard für eine EU-Steuer auf CO2 ein und spricht über Europas Anstrengungen, in führender Position zu bleiben, was die internationalen Klimaverhandlungen angeht.
Von ihren Erfahrungen in Dänemark zehrend, wo seit langem der CO2-Gehalt von Treibstoffen besteuert wird, behauptete Hedegaard, dass eine CO2-Steuer eines der Instrumente sein sollte, um Menschen zu ermutigen, weniger Energie zu verbrauchen.
"Wenn Sie es klug machen, können Sie viele Ergebnisse von der Energiebesteuerung haben." Die Kommissarin behauptete, dass eine Veränderung von der Arbeitsbesteuerung zur Energiebesteuerung Sinn macht, um Personen zu ermutigen, länger im Arbeitsmarkt zu bleiben und Wege zu finden, Europas "relativ teure Wohlfahrtsgesellschaften" zu finanzieren.  Mehr bei
http://www.euractiv.com/fuer-eu-co2-steuer-news-495647
 
 

Globaler Emissionshandel - Wie Luftverschmutzer belohnt werden

Der Emissionshandel ist eine der unverschämtesten Profitmaschinen, die den gerissenen Händlern und Geldwechslern je eingefallen ist.
Im Nationalen Zuteilungssystem Großbritanniens heißt es: „Die Verringern der Zuteilungen gegenüber der bisherigen Praxis wird die großen Stromerzeuger betreffen, weil diese Branche kaum unter internationalem Konkurrenzdruck steht und die Kosten für Zertifikate an ihre Kunden weitergeben kann“. In ähnlicher Weise werden in allen 27 Staaten der EU verfahren. Der einzige klare Nachteil: die anderen Branchen dürfen sich umsonst bedienen.
Indem das Emissionshandelssystem nach wie vor die meisten Zertifikate kostenlos verteilt, subventioniert es kontinuierlich die größten Umweltverschmutzer.
Wenn es dann mal ganz heikel wird, zieht man sich auch in der deutschen Begründung auf die englische Fach-Kauderwelsch zurück: Cap and Trade System, Offshoring, outsourcing.  Mehr bei
http://www.sonnenseite.com/Globaler+Emissionshandel
 
 

Wale werden weiterhin abgeschlachtet

Die Verhandlungen der Internationale Walfang-Kommission in Agadir sind gescheitert. Ziel war es, das Moratorium für kommerziellen Walfang und die ungeregelte Jagd auf Wale zu beenden, um durch die Einführung von niedrigeren, nachhaltigen und international überwachten Quoten einerseits den Walfängerländern Japan, Norwegen und Island entgegen zu kommen und so andererseits die Wale besser zu schützen. Während des Moratoriums haben die drei Länder weiter Zehntausende von Walen abgeschlachtet. Japan gab vor, den Walfang aus wissenschaftlichen Gründen zu betreiben, das Fleisch landet aber in Restaurants oder wird zu Tierfutter verarbeitet. Jährlich werden – auch im antarktischen Schutzgebiet – von den drei Ländern unter solchen fadenscheinigen Gründen bis zu 2000 Wale getötet und kommerziell genutzt.
Gleich ob es um die Klimaerwärmung, den Schutz von bedrohten Arten bzw. ein Bremsen des Massenaussterbens oder den Erhalt von Lebensräumen geht, verhindern individuelle Interessen an kurzfristigen Profiten eine gemeinsame Aktion.
Auch seismische Tests, die Ölkonzerne wie Rosneft, Exxon und BP für die Suche nach Öl ausführen, verstört und vertreibt die Wale aus ihrem Hauptnahrungsgebiet. 
Wenn die Menschheit schon die Wale nicht schützen kann und will, sieht es für die Bewahrung der Lebenssysteme auf dem Planeten schlecht aus.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147881
 
 

Lebensmittel-Ampel bleibt aus

Im Europäischen Parlament ist die Rede von einer der größten Lobby-Schlachten, die Brüssel bisher erlebt hat. Die Nahrungsmittel-Industrie soll dafür gigantische Millionen-Beträge ausgegeben und die Abgeordneten mit unzähligen E-Mails, Briefen, Anrufen, Gefälligkeitsstudien und PR-Veranstaltungen bombardiert haben. Und das alles, um drei Farben zu verhindern: rot, gelb, grün.
Die Industrie hat gewonnen: Fertigprodukte wie Kartoffelchips, Cola oder Dosen-Ravioli müssen auch künftig nicht mit farbigen Symbolen gekennzeichnet werden, die für einen hohen, mittleren oder niedrigen Gehalt an Fett, Salz, oder Zucker stehen – ein schwerer Schlag gegen den Verbraucherschutz.
Neben der Industrie waren unter anderem Europas Christdemokraten gegen die Ampel. Stattdessen soll nun auf Packungen der Brennwert stehen – toll.
In Großbritannien, dem Land des ungesunden Essens, gibt es die Ampel-Kennzeichnung bereits.  Mehr bei
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2756946
http://www.taz.de/digitaz/2010/06/17/a0103.nf/text
 

Ferrero: Punkte sammeln, bis das Trikot platzt

Ferrero wirbt auf seinen Produkten zur Fußball-WM mit einer Prämienaktion: Wer genug Punkte sammelt, kann sie gegen einen DFB Fußball oder ein Fan-Trikot eintauschen. Doch um sich zum Beispiel ein Trikot zu verdienen, muss man ganze 500 „Kinder Riegel“ essen – und damit auch 5,5 Kilo Zucker, mehr als 3,5 Kilo Fett und 59.000 Kilokalorien.  Mehr bei
http://foodwatch.de/ampeltest/wm_produkte/pkt/index_ger.html
 
 

Biokraftstoffe: EU-Nachhaltigkeitskriterien nicht nachhaltig

Die EU-Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe verhindern zwar Entwaldung für den Anbau von Biokraftstoffen, fördern aber gleichzeitig die Rodung für die Nahrungsmittelproduktion.
Durch die erhöhte Flächenkonkurrenz müsse entweder die Nahrungsmittelproduktion intensiviert oder weitere Waldflächen gerodet werden. Beides würde den Ausstoß von Treibhausgasemissionen sogar erhöhen und nicht, wie von der Kommission gewünscht, senken.

Agrosprit macht Lebensmittel teurer: Die UN-Welternährungsorganisation FAO warnt in ihrem Jahresbericht vor deutlichen Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte in den nächsten zehn Jahren. Etwa eine Milliarde Menschen wären damit von wachsendem Hunger und Unterernährung bedroht. Grund dafür ist auch die steigende Nachfrage nach Agrosprit.  Mehr bei
http://www.eu-umweltbuero.at/eunews.pl?aktion=framebau
http://www.wir-klimaretter.de/agrossprit-steigert-preise-fuer-lebensmittel
 
 

Aerotoxisches Syndrom: Gesundheitsrisiko Fliegen

Woher kommt die Kabinenluft im Flugzeug? Die Antwort ist so einfach wie sicherlich auch für viele Menschen überraschend: Aus dem Inneren der Flugzeugtriebwerke (und nicht etwa von außerhalb des Flugzeugs, wie man als Laie vermuten würde).
In Triebwerksölen für Flugzeuge werden eine Vielzahl von teils hochtoxischen Zusatzstoffen eingesetzt, welche im Falle von bereits kleineren Fehlfunktionen von Dichtungen im oder Wartungsmängeln am Triebwerk den Luftstrom für die Flugzeugkabine nachhaltig verseuchen können, ein “aerotoxisches Syndrom”. Filter hierfür existieren gemäß zahlreichen technischen Berichten zwar, doch werden diese wohl aus Kostengründen durch die Airlines nicht in die Flugzeuge eingesetzt. In anderen Worten: Die Luft aus dem Triebwerk gelangt ungefiltert in das Kabinenluftsystem. Auch Sensoren, welche etwa die Giftbelastung der Flugzeugatmosphäre messen, gibt es nicht.
Kritiker sprechen bereits vom „Asbest-Skandal der Luftfahrt", der auf Kosten von Passagieren und Flugzeugbesatzungen Tag für Tag bewusst weiterläuft, während verantwortliche Aufsichtsstellen lieber versuchen wegzusehen und in den Managementzentralen der Airlines und Flugzeugbauer weiter gemacht wird wie bisher auch.
http://www.fid-gesundheitswissen.de/newsletter_archiv/tg/10201354
http://www.austrianwings.info/aw/?p=9526
 
 

Urteil zu Handy und Gehirntumor rechtskräftig

Das Oberlandesgericht in Brescia (Norditalien) hat durch ein nun rechtskräftiges Urteil einen ursächlichen Zusammenhang bestätigt: Der Gehirntumor eines Angestellten der INAIL (Istituto Nazionale per l'Assicurazione contro gli Infortuni sul Lavoro, Öffentlicher Träger der Pflichtversicherung) ist auf sein geschäftlich bedingtes stundenlanges Telefonieren mit Handy und Schnurlostelefon zurückzuführen. Das Urteil ist auch deshalb bahnbrechend, weil die Richter industriefinanzierte Gutachten als nicht glaubwürdig ausschlossen und sich nur auf industrieunabhängige stützten.
Das Urteil ermöglicht nun den Beschäftigten in Italien, am Arbeitsplatz schnurgebundene Telefone zu verlangen bzw. den Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass er bei angeordneter Handynutzung voll haftbar für Folgeschäden ist.  Mehr bei
http://www.rumoro.de/archiv-medienberichte.html
 
 
 

Klimawandel

Auf unserer Erde findet gegenwärtig ein tief greifender Klimawandel statt. Insbesondere die Polargebiete erweisen sich als extrem sensibel gegenüber geringsten Klimaänderungen. Dies hat weitreichende Folgen, denn sie spielen eine bedeutende Rolle für das globale Klimageschehen. Es muss dringend gehandelt werden, um einschneidende ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen zu verhindern!

>>> Die Gefahrenstudie des US-Verteidigungsministeriums stuft die Gefahren, die durch den Klimawandel hervorgerufen werden, als größere Bedrohung ein, als etwa die internationale Terrorismusgefahr. Befürchtet werden Unwetter mit Überschwemmungen, massive Hungersnöte und militärische Konflikte beispielsweise durch zunehmende Wasserknappheit.
Renommierte US-Klimaforscher sind nach einem Studium von Daten der Klimageschichte des Planeten zu der Ansicht gelangt, dass das Klimasystem empfindlicher als bisher gedacht ist.

"The danger zone is not something in the future. We're in it now."
Myles Allen, University of Oxford

Der Klimawandel schlägt in der Arktis noch schneller zu als in den ohnehin dramatischen Modellrechnungen erwartet.
Wissenschaftler erwarten drastische gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels, auch für Europa.
Gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels stellen uns in den nächsten Jahrzehnten vor große Herausforderungen, so das Ergebnis einer Tagung des GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit zusammen mit der Münchener Rückversicherungsgesellschaft.

Wetterkatastrophen nehmen seit einigen Jahrzehnten drastisch an Zahl und Ausmaß zu. In Europa müssen wir in Zukunft immer häufiger mit extremeren Winterstürmen und Unwettern, Überschwemmungen und Sturzfluten, Hitzewellen und Dürren rechnen. Dazu tragen zunehmend auch Veränderungen bei den atmosphärischen Extremwerten als Folge der globalen Erwärmung bei. Der Klimawandel wird allein in Deutschland Schäden in Milliardenhöhe verursachen.
Die Landflächen der nördlichen Erdhälfte werden sich mit zunehmender geographischer Breite stärker erwärmen. "Auch ein abrupter Klimawandel kann für das 21. Jahrhundert nicht ausgeschlossen werden" warnte Hartmut Graßl, Direktor am Max Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und forderte eindringlich Maßnahmen zur Anpassung auch in Deutschland. Die gesundheitlichen Risiken der bevorstehenden Klimawandels für Deutschland liegen vor allem in der zu erwartenden Zunahme der Hitzeperioden.
In Sachen Erderwärmung und Meeresspiegel-Anstieg "bewegen uns an der Oberkante dessen, was wir vorhergesehen hatten", sagt Mojib Latif vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften.  Mehr bei
http://www.umweltdialog.de/vtest.asp?id=1820

Klimawandel weit schlimmer als befürchtet: Meeresanstieg um zwei Meter in einer Generation.
Wie aus der 68-seitigen Untersuchung "Climate Change Science Compendium 2009" hervorgeht, steuert die Erde auf einen Punkt zu, der die Zerstörung der weltweiten Ökosysteme unweigerlich mit sich bringt.
84% der Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren machen sich bereits große Sorgen um die Entwicklung des Weltklimas. 

The day after now!

>>> Ein riesiger Eisberg, siebenmal größer als Liechtenstein, schmilzt im Südatlantik vor sich hin. In der Antarktis gibt es bereits schmelzende Eisfelder, an deren Rändern das Abbrechen von Gletscherstücken der Größe von Mehrfamilienhäusern zu beobachten ist!
Große Schmelze in der Arktis: Forscher machen dramatische Vorhersagen für das Eis am Nordpol. Es taut in einem brutalen Tempo ab, viel schneller als vom Weltklimarat vorhergesagt. Experten befürchten, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Eisdecke am Nordpol gänzlich abschmelzen könnte. Die Eisfläche auf dem arktischen Ozean hat bereits den zweitniedrigsten je erreichten Wert unterschritten.
Nach Ansicht führender Forscher müssen die Staaten weltweit konkrete Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels einleiten und sich auf Fluten und Dürren vorbereiten.
shoppen gehen

KlimawandelDie Bemühungen um den Klimaschutz scheinen vergeblich zu sein.
Der Klimawandel kostet immerhin an die 20% des globalen
Bruttosozialprodukts. Die Folgen des Klimawandels verursachen bis 2015 voraussichtlich 375 Millionen Hilfsbedürftige – jährlich.
Die zurückliegende Saison war im globalen Maßstab die zweitwärmste je registrierte. Das Jahr 2009 ist das wärmste des letzten Jahrzehnts und das letzte Jahrzehnt war das heißeste seit 150 Jahren. 2010 soll noch wärmer als 2009 werden. Der April 2010 war im globalen Mittel der wärmste je gemessene April.
 

Kampf dem Klimawandel? Fangt bei euch selbst an!

Der Klimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert. Doch Protestieren oder Lamentieren bringt wenig, kritisiert Elinor Ostrom. Die Wirtschafts-Nobelpreisträgerin hat einen anderen Vorschlag. Nicht auf die Politik warten, sondern selber handeln. Zuhause.
"Wollen wir einfach warten?", rief die rüstige Ökonomin in das vollbesetzte Audimax, als sie auf das Klimadebakel von Kopenhagen zu sprechen kam. Die Antwort gab sie gleich selbst: "Es wäre dumm, auf die Politik zu warten."

Kleine Programme mit großer Wirkung: Beispiel Heizungsenergie, Beispiel Sacramento. Dort würden die Verbrauchsdaten von Haushalten nicht nur erfasst und abgerechnet, lobte sie. Mit der Rechnung erführen Kunden mittels eindrucksvoller bunter Diagramme, ob sie über oder unter dem Durchschnittsverbrauch ihrer Nachbarn lägen – und wo sie in Sachen Effizienz etwas lernen können. Ein simples Programm mit großer Wirkung, weil alleine Heizen rund 40% des weltweiten Energieverbrauches ausmacht. Dank der Vergleichsrechnung würde nicht nur der Ehrgeiz angestachelt, sondern sofort deutlich, wie viel man mit ein paar Tricks bei der nächsten Rechnung sparen könne. Sogar vorbildliche Haushalte entwickelten den Ehrgeiz, noch besser zu werden, berichtete die Ökonomin.  Mehr bei
http://www.wiwo.de/technik-wissen/-433737
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/ausgezeichnete-konfliktloeser
 

Wer CO2 sät, wird Sturm ernten.

Klimaschädliche Subventionen abbauen

Der deutsche Staat gibt jedes Jahr 48 Milliarden Euro für Sub­ventionen aus, die Umwelt, Klima und Steuerzahler schaden – Tendenz steigend. Zu diesem Ergebnis kommt das Umweltbundesamt (UBA).
„Die Bundesregierung sollte den Schwerpunkt auf den Abbau umweltschädlicher Subventionen legen. So könnten zusätzliche Spielräume bei den Staatsfinanzen geschaffen und gleichzeitig umweltschädliche Anreize abgebaut werden“, erklärt Dr. Anselm Görres, Vorsitzender des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).
Das FÖS stellte dazu ein aktuelles Kurzkonzept vor, das sechs prioritäre Maßnahmen benennt, mit denen die not­wendigen Einsparungen von zehn Mrd. Euro kurzfristig realisiert werden können: 
Die Einführung einer Kernbrennstoffstäbesteuer würde steuerliche Vorteile der Atomenergie ausgleichen und dem Staat bei einer Höhe von 2,5 ct/kWh jährlich ein zusätzliches Aufkommen von 4 Mrd. Euro ermöglichen. 
Eine Flugticketabgabe von 20 bis 40 Euro je Ticket als Kompensation für die zahlreichen Steuervergünstigungen des Flugverkehrs brächte jährlich 2,3 Mrd. Euro. 
Darüber hinaus könnten die Kohlesubventionen schneller zurückgefahren (0,5 Mrd.) und das Dienst- und Firmenwagenprivileg reduziert werden (2,9 Mrd.). Zusammen mit einer Abschmelzung der Ökosteuer-Ausnahmen (1,5 Mrd.) und einer leichten Anhebung der LKW-Maut von derzeit 16,3 ct/km auf 17 ct/km (1,0 Mrd.) käme ein Paket von 10,9 Mrd. Euro an jährlicher Entlastung zusammen.
Mit der Streichung von überflüssigen Straßenbauprojekten ließe sich nochmal 14 Milliarden sparen.  Mehr bei
http://www.foes.de/pdf/Kurzkonzept_Subventionsabbau.pdf
 

Hot Shots – das Global Media Forum

"Die Menschen wollen keine grüne Augenwischerei, sondern grüne Lösungen."
In den Medien gebe es zu viele Berichte über die Probleme des Klimawandels und zu wenige über Perspektiven und Lösungen, um einer „No future“-Haltung begegnen zu können.
Die Folgen des Klimawandels sind für viele Menschen weltweit schon jetzt sichtbar und spürbar. Ob zuhause, im Urlaub oder auf Geschäftsreisen: Jeder von uns begegnet Situationen, die mit dem Klimawandel in Verbindung stehen: Wasserknappheit, Dürre, Überflutungen, Temperaturveränderungen, Artensterben: Mit der Fotoaktion „Hot Shots“ macht das Deutsche Welle Global Media Forum diese persönlichen Eindrücke von und für Menschen aus aller Welt sichtbar. Dabei geht es nicht nur um spektakuläre Ereignisse, sondern auch um den persönlichen Blick auf den Klimawandel.
Schicken Sie Ihre Fotos mit Situationen aus Ihrem Umfeld, die Sie mit dem Klimawandel verbinden. Auch Bilder von Projekten, Aktionen und Kampagnen gegen den Klimawandel sind Teil von „Hot Shots“. Das Global Media Forum erstellt daraus eine Weltkarte, eine visuelle Plattform über den realen Klimawandel vor unserer Tür. Nehmen Sie daran teil bei
http://www.dw-gmf.de/hot_shots/4258.php
 

Das Zeitalter der Dummheit

Wir nehmen neue Zahlen und Hochrechnungen zum Klimawandel und den zu erwartenden Umweltkatastrophen offensichtlich genauso schicksalsergeben hin wie den Wetterbericht.
Was werden kommende Generationen über uns denken? Müssen wir uns nachträglich vorwerfen lassen, einfach weitergemacht zu haben wie bisher, obwohl wir längst wussten, was da auf uns zukommt? Warum haben wir uns nicht gerettet, als wir noch die Gelegenheit dazu hatten?
Sollten wir etwa unsicher gewesen sein, ob wir unsere Rettung auch wert sind?  Mehr bei
http://www.delinat.com/ithaka/das-zeitalter-der-dummheit
http://tao-cinema.de/cms/age-of-stupid-warum-tun-wir-nichts-.html
 
 
 

Atomkraft

Die Spaltung von Atomen hat sich als eine sehr störanfällige Methode der Energiegewinnung erwiesen. Sie ist besonders gefährlich, da durch diese Technologie viele Menschen direkt, mittel- oder langfristig sowie über Generationen hinweg schwere gesundheitliche Schäden erleiden können. Abgesehen von der verheerenden militärischen Atomenergienutzung hat auch ihr Spin-off, die sogenannte zivile Variante, katastrophale Folgen gezeitigt – entweder in Form von Unfällen (Windscale, Three Mile Island, Tschernobyl) oder als Folge eines Dauerbetriebs (radioaktive Verseuchung der Irischen See durch den Nuklearkomplex Sellafield und der Küste vor der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague, um nur zwei von zahlreichen Beispielen zu nennen).
Atomkraftwerke sind Klima-Verheizer und Strahlenschleudern. Die Emissionen pro Kilowattstunde werden zukünftig noch massiv zunehmen, denn der Abbau des Urans wird immer energieintensiver werden.
Eine nachhaltige Entsorgung des Atommülls ist derzeit nicht möglich. Es gibt bisher weltweit kein einziges geeignetes Endlager, allenfalls fragile Zwischenlager. Das gilt auch für die Entsorgung von Atomkraftwerken.
Stromkartell und Atomlobby tun jetzt so, als würden sie die Welt vor einem Klimakollaps bewahren. Doch Greenwashing ist eben kein Klimaschutz.
Die Steuerzahler und Verbraucher kostet die Nutzung der Atomkraft seit Jahrzehnten Unsummen - zugunsten der Betreiber. Atomkraft wurde von Anfang an mit hunderten von Milliarden staatlich subventioniert – sie hätte sich sonst schon wegen der gewaltigen externen Kosten nie gerechnet. In Deutschland gehören übrigens Kohle- und Atomkraftwerke zu den größten Stromverbrauchern.
Die vier großen Energieriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall kontrollieren vier fünftel des gesamten Energiegeschäftes und damit bisher auch die Netze.  Mehr bei
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/Totgesagte-leben-laenger---die-Doku

Frontal 21: Die Lüge vom billigen Atomstrom bei
http://www.youtube.com/watch?v=ZPe4NNCWrO4
 

Strahlende Zukunft

Alle Welt will Atomkraftwerke bauen - nur Deutschland nicht. Die Absichtserklärungen aus Italien, Finnland, Schweden, Großbritannien, den USA oder Ägypten, Libyen oder Kenia klingen, als würde demnächst ein wahrer Bauboom für neue Reaktoren ausbrechen.
Die Realität sieht anders aus: Zwar sind derzeit weltweit 44 Atomkraftwerke im Bau. Davon sind einige allerdings schon seit 20 Jahren im Bau.
Gleichzeitig gehen jedes Jahr alte Anlagen vom Netz. Deshalb fleht die Internationale Energieagentur (IEA), die sich bis 2050 eine nukleare Kapazität von 1200 Gigawatt weltweit wünscht, die Regierungen sollten doch die politischen Rahmenbedingungen auf Atomkurs bringen. Außerdem sollten sie zumindest Staatsbürgschaften für den Neubau von Meilern gewähren.
In einer Moody's-Studie vom vergangenen Jahr wird Investoren vor einem Engagement beim Bau eines Atomkraftwerks dringend abgeraten. Die Kapitalkosten seien unkalkulierbar hoch, das Geld ist mindestens 20 Jahre gebunden. Erst wenn die Meiler abgeschrieben sind, werden sie zu den Gelddruckmaschinen, um die die deutschen Betreiber derzeit kämpfen. Strom aus einem neuen Meiler kostet zwischen acht und 12 Cent pro Kilowattstunde, aus einem neuen Gaskraftwerk nur 6,5 Cent.
Neben den Kosten gibt es Sicherheitsbedenken, wenig Akzeptanz in der Bevölkerung, keine Lösung für den Atommüll. Und dann ist da noch die Proliferation, also die Nutzung des Wissens für den Bau von Atomwaffen. 
Unter den Bedingungen eines freien Energiemarktes wird die Atomenergie ein Nischenprodukt bleiben. In Großbritannien, das neue Standorte benannt hat, haben RWE und Eon, die dort gemeinsam bauen wollen, die Regierung gebeten, den Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz klein zu halten. Andernfalls lohne sich der Neubau eines Atomkraftwerkes nicht.  Mehr bei
http://www.tagesspiegel.de/strahlende-zukunft/1874222.html
 

Energiewende

Fossile Großkraftwerke sind ein Auslaufmodell, wachsende Effizienz befördert erneuerbare Energien. Wir werden in Zukunft geordnet schrumpfen.
Mit dem schlichten Absatz von möglichst viel Strom und Gas werden die Energiekonzerne auf Dauer nicht mehr erfolgreich sein – "Energiedienstleistung" und "Effizienzmarkt" sind die neuen Schlagworte.
Die Impulse für die Energiewende waren immer wieder vielfältig – da gab es die Ölkrise im Herbst 1973, die Tschernobyl-Katastrophe im April 1986 oder auch den starken Ölpreisanstieg zur Jahresmitte 2008. Bis die Botschaft aber auch bei den etablierten Energieversorgern ankam, sollte es gleichwohl ein wenig dauern. Technische Aspekte, Sicherheit, Energieffizienz oder gar gesellschaftliche Vorgaben für den künftigen Energiemix spielen bei der Frage der Laufzeitverlängerung von AKWs offenbar keine Rolle. Es geht nur um drei Punke: Geld, Geld und Geld.
Kein Wunder, dass da mancher Investor im Sektor der Stromerzeugung auf die Bremse tritt. Zumal den Großkraftwerken inzwischen auch durch den Ausbau der erneuerbaren Energien Jahr für Jahr weitere Absatzmengen wegbrechen.  Mehr bei
http://www.taz.de/digitaz/2010/06/09/a0179.nf/text
Die Emissionsfreie Gesellschaft
 

Verhindern Sie den GAU!

Das neueste Vorhaben der Regierung in Sachen Laufzeitverlängerung sieht folgendermaßen aus: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert zukünftige Gewinne aus der Laufzeitverlängerung vor und zahlt diese als Darlehen an die Regierung sofort aus. Die Atomkonzerne würden dieses Darlehen dann im Laufe der kommenden Jahre und Jahrzehnte mit ihren Extragewinnen tilgen.
Das Erschreckende an dieser Idee: Die Laufzeitverlängerung wäre damit wohl unumkehrbar.

Werden Sie aktiv: Unterzeichnen auch Sie eine Protestmail an Bundeskanzlerin Merkel, Umweltminister Röttgen, Wirtschaftsminister Brüderle und die Ministerpräsidenten der schwarz-gelb geführten Länder  bei
http://www.umweltinstitut.org/laufzeitverlaengerung
 

Atomenergie: Locken und Drohen

Die Koalition hat sich bereits vorab verpflichtet den Atomausstieg aufzuheben und möglichst auf 15 Jahre zu verlängern.
Die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke sind sich einig. Längere Laufzeiten, ja bitte, aber Gewinne abgeben oder gar auf alte Privilegien verzichten? Nein danke! Statt Brennelementesteuer wollen sie einen Fonds zur eigenen Verfügung.
Die Energiekonzerne erhöhen die Strompreise, RWE etwa ab August für Haushaltskunden um weitere 7,3%. Begründet wird dies mit der Strom-"Öko"-steuer, die allerdings keineswegs um diesen Betrag erhöht worden ist. Vielmehr soll wohl ein Zusammenhang hergestellt werden: Steuererhöhungen, wie die geplante auf Brennelemente, erhöhten den Strompreis – und das könnte Wählerstimmen kosten. Gleichzeitig locken die Betreiber mit "zukünftig möglichen" Preissenkungen, wenn die Laufzeiten entsprechend länger ausfallen und die Brennelementesteuer von jährlich 2,3 Mrd. Euro nicht kommt. Sollte das nicht wirken, drohen sie als nächstes zu klagen.
Greenpeace fordert dagegen eine höhere Atomsteuer.  Mehr bei
http://www.greenpeace.de/greenpeace_fordert_hoehere_atomsteuer
 

Sanierung von Uranbergbau kostete bislang 5,3 Milliarden

In die Sanierung der Hinterlassenschaften des ostdeutschen Uranbergbaus sind seit 1990 rund 5,3 Milliarden Euro geflossen. Dies teilte die bundeseigene Sanierungsgesellschaft Wismut mit. Im vorigen Jahr wurden demnach mehr als 150 Millionen Euro bereitgestellt. Wie es hieß, ist die Sanierung unter Tage bereits sehr weit fortgeschritten. Über Tage seien rund 90% aller bergbaulich genutzten Gebäude und Anlagen demontiert.
Die Wismut mit Standorten in Sachsen und Thüringen galt bis 1990 als drittgrößter Uranproduzent der Welt. In mehr als vier Jahrzehnten wurden zu DDR-Zeiten 231.000 Tonnen Uranerz gefördert – ohne Rücksicht auf Schäden in der Landschaft.
Quelle: DNR Redaktionsbüro
 

Atomstrom blockiert Ökostrom

Die schwarz-gelbe deutsche Bundesregierung will Atomkraftwerke noch länger laufen lassen – trotz der bekannten Risiken, der ungelösten Probleme und der zahlreichen Beinahe-Unfälle.
Die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe, vor allem des Erdöls, weckt Hoffnungen, dass sich eine Energiewende zwangsläufig durchsetzt. Aber warum sollten die großen privaten Energiekonzerne – E.on, Vattenfall, RWE und EnBW – bei steigenden Preisen massiv in erneuerbare Energien investieren? Warum sollte ein Konzern auf eigene Rechnung neue Technologien erforschen?
Richtschnur ist nur der kurzfristig zu erzielende Profit statt die Zukunft der Menschheit. Die Energieversorger halten daher an Kohlekraftwerken und Atomstrom fest.

Längere AKW-Laufzeiten sind Milliardengeschenke für die großen Energiekonzerne, die mehr als 80% der Kraftwerksleistungen kontrollieren. So wird der tatsächliche Wettbwerb bei der Stromerzeugung gezielt verhindert.
Mehr Atomstrom heißt also zwangsläufig weniger Ökostrom – schon weil die Netze dann schnell überlastet sind. Oft müssen Windräder vom Netz, weil zuviel Atom- und Kohlestrom fließt, obwohl die Gesetze vorsehen, dass die Erneuerbaren bei der Stromeinspeisung Vorfahrt genießen. Die Realität wird jedoch vom alten Energiekartell dominiert, das andere Interessen hat.
Längere AKW-Laufzeiten verhindern auch notwendige Investitionen in Erneuerbare Energien.
Zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erlebte die Bundesrepublik bzw. die schwarz-gelbe Atompolitik mit fast 150.000 Menschen auf der Straße einen der größten Anti-AKW-Proteste ihrer Geschichte.

Wir brauchen keinen Atomstrom. Mit den richtigen Investitionen können wir bis 2020 bereits 100% unseres Stroms aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie in Kombination mit Schwarmstrom gewinnen.
Politiker, die dennoch gegen den Atomausstieg sind, müssen also entweder sagenhaft dumm oder aber extrem korrupt sein.

Laut einer aktuellen Meinungsumfrage lehnen 63% der Bevölkerung längere AKW-Laufzeiten ab. Doch die PR-Strategen von Union und FDP glauben, sich darüber hinwegsetzen zu können. "Atomkraft - eine Brückentechnologie ins solare Zeitalter" - so werben Union und FDP für längere AKW-Laufzeiten. Doch viele Bundestagsabgeordnete sind unsicher, ob die Wähler/innen ihnen das abnehmen. Nutzen Sie diese Unsicherheit und tragen Sie Ihren Protest in ihre Wahlkreise: Schicken Sie Ihren Abgeordneten vor Ort eine Online-Protest-Mail bei
http://www.campact.de/atom2/wk1/wkmail
 

100 gute Gründe gegen Atomkraft
http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml


Machen Sie Schluss mit Atom:
http://www.contratom.de/aktion/schluss
http://www.nein-zu-atomkraft.de/mitmachen.php
http://www.campact.de/atom2/sn3/signer
http://umweltinstitut.org/atomabwaehlen
http://www.anti-atom-treck.de
http://www.ausgestrahlt.de

Seit dem Störfall im AKW Krümmel verzeichnen Ökostromanbieter einen deutlichen Anstieg. 
Doch Null Umweltnutzen bei Ökostrom-Mogelpackungen: In einer kürzlich veröffentlichten Studie warnt Greenpeace vor Schein-Ökostrom, der sich bei genauerem Hinsehen als völlig wirkungslos für die Umwelt entpuppt. Ökostromprodukte, die lediglich auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen wie RECS-Zertifikaten basieren oder einfach nur auf Wasserkraft aus alten Großkraftwerken zurückgreifen, tragen diesen Namen laut dem Verfasser der Studie zu Unrecht.
Wechseln Sie zu einem seriösen Ökostromanbieter
 
 

Demokratie oder Öl-Wirtschaft Ölwirtschaft

Öl-Wirtschaft ist das Gegenteil von Demokratie. Die Öl-Wirtschaft unserer Zeit besteht aus Kartellen und ist stark verflochten mit anderen Schlüsselindustrien, wie z.B. der Autoindustrie, in der sie seit hundert Jahren investiert ist und dort stärksten Einfluss ausübt. Aufgrund enormer Finanzreserven kann sie auch ständig Druck auf Politiker ausüben, sie gar kaufen, wie in den letzten Jahren besonders gut in den USA zu beobachten war. Diese Ölwirtschaft schürt Präventivkriege (Afganistan, Irak, War on Terror etc.) und beugt die Demokratie. Es ist ihr gelungen, alle Staaten der Erde unter ihr Joch zu bringen, denn es besteht eine globale Abhängigkeit vom Öl und damit von der Öl-Wirtschaft. Die Öl-Konzerne (Öl-Kartelle) sind also die Hauptverantwortlichen für die Klimakatastrophe.  Mehr zum Thema
Öl-Wirtschaft

Der unverantwortliche Umgang mit dem Öl schafft jedoch viele ökonomische, politische und ökologische Probleme, die wir uns im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr leisten können. Dazu gehören sowohl die ständig auftretenden Ölkatastrophen, als auch die Irak-Annektion, die bereits vor dem 11. September 2001 beschlossene Sache war sowie auch immer noch steigende CO2 Emissionen.
Denn die USA verbrauchen jedes Jahr 1,5% mehr. Und 40% davon verbrauchen die Autos.
>>> Die USA verbrauchen ein Viertel des gesamten Öls. Würde der heutige durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der amerikanischen Pkws auf den Durchschnittsverbrauch der deutschen Pkws reduziert werden, so könnte der derzeitige jährliche Erdölverbrauch von Afrika, China und Indien eingespart werden!
http://www.nlpb.de/04-pub/EXPO-PDF/energie.pdf
 

Ölpest im Golf: Die Deepwater-Horizon-Katastrophe

Ölpest Golf von Mexiko Die Deepwater-Horizon-Katastrophe könnte ein schwerer Schlag für die USA werden, und zwar wirtschaftlich und ökologisch. Vielleicht sogar für den Planeten. Schon hat die Naturkatastrophe Floridas schönste Strände erreicht.
Seit Wochen verpestet das austretende Öl den Golf von Mexiko. Trotz der Absaugglocke schießt der Ölstrahl in den Ozean. Es strömt noch mehr Öl aus als bisher bekannt. Aus dem Bohrloch sollen täglich 19 Millionen Liter Erdöl strömen. Die genaue Austrittsmenge ist nicht berechenbar, weil es sich nicht um technische Lecks nach Art der gern gezeigten gebrochenen Ölleitung handelt, sondern weil das Öl aus dem Seeboden selbst austritt. Sogar das ganze Ölfeld könnte aufbrechen, befürchten Experten – das wäre der Gau für den Golf von Mexiko (und den Rest der Welt).
Zudem gibt es eine vollständige Nachrichtensperre von Berichterstattungen aus der Region, denn die Bekämpfung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist zuvorderst eine Bekämpfung der PR-Katastrophe für BP. Der Luftraum über dem Ölleck ist geschlossen, damit kein Reporter ermitteln kann, wie schlimm diese Ölflecken wirklich sind. Eine fast vollständige Nachrichtensperre von unabhängigen Quellen und Inhaftierungen von jedem, der die Verwüstung fotografiert oder filmt, zeigt, dass die Ölkrise von Halliburton/British Petrolium einer Zensur unterliegt.

Das Öl strömt direkt aus dem Meeresboden. Und diesen »Krater« kann möglicherweise niemand schließen. Im schlimmsten Fall wird das Öl noch jahrelang sprudeln und wie ein Sandstrahlgebläse zusammen mit Felsen, Sand und Geröll einen immer größeren Trichter am Meeresboden auswaschen. Das Öl umrundet die Florida-Landzunge und mündet in den Golfstrom. Über die Azoren- und Atlantik-Strömungen erreicht es Europa und Nordafrika. Die wenigen Forscher, die sich mit der Frage beschäftigen, rechnen angeblich mit einer globalen Verbreitungszeit von 18 Monaten.
>>> Wenn das Öl jahrelang und unaufhaltsam weitersprudelt, würden sämtliche Weltmeere verseucht! Das bedeutet: Alle Fische und Seevögel tot, die Meere eine stinkende Brühe.
Daraus erklärt sich auch die Verzweiflung, mit der BP-Verantwortliche jetzt russische Experten um Hilfe gebeten haben.
Schon vor 13 Jahren machten sich Fachleute erhebliche Sorgen um einen sogenannten »sustained deepwater-Blowout« (anhaltenden Tiefwasser-Ölausbruch), und zwar nirgendwo anders als im Golf von Mexiko. Weltweit wird in immer tieferem Wasser nach Öl gebohrt. »Die Möglichkeiten, einen Ultratiefwasser-Blowout zu kontrollieren, sind sehr begrenzt«, so das Offshore-Magazin.
Dass damit das Rennen um die Bodenschätze der Tiefsee bis auf Weiteres gestoppt ist, dürfte ein frommer Wunsch bleiben, denn die Gier ist größer als die Angst.

Ist dies der Beginn des post-fossilen Zeitalters?
Die USA sind von der Energiewende weit entfernt und die US-Politik will es sich mit den Konzernen nicht verscherzen. Und der Richter, der Obamas Tiefsee-Bohrstopp aufhob, erzielt Einkünfte aus Transocean-Anteilsscheinen.
BP und Halliburton bieten ein geradezu metaphorisches Bild für die Gier der Unternehmen, die heutzutage die gesamte (US-)Wirtschaft dominiert.
BP muss trotzdem ums Überleben kämpfen. Wegen der unkalkulierbaren Kosten der Ölpest ist der Kurs des Unternehmens an der New Yorker Aktienbörse auf ein 14-Jahres-Tief abgestürzt. Schon stellen Analysten die Zukunft des Unternehmens in Frage. An den Börsen werden gleich mehreren international agierenden Ölkonzernen Ambitionen nachgesagt, sich wenigstens ein Stück von BP zu sichern.  Mehr bei
http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=53
http://www.tagesspiegel.de/oelfeld-koennte-aufbrechen/1871410.html
http://de.rian.ru/society/20100607/126596288.html
http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/meinunge/umme-132.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32817/1.html
http://www.heise.de/Jenseits-von-Deepwater-Horizon-1026596.html
http://www.offshore-mag.com/ultra-deepwater-blowouts.html

BP setzt bei Ölbekämpfung weiter auf das Gift Corexit 9500, ein chemisches Dispersant, und pumpt Millionen Gallonen davon in die Gewässer. Einem Bericht vom Handelsblatt zufolge sprechen Umweltschützer im Zusammenhang mit Corexit bereits von einem »Tschernobyl unter Wasser«. Das Gift könne verdunsten, von Wolken aufgenommen werden, als giftiger Regen zur Erde zurückkehren und so zu einer »unvorstellbaren Umweltkatastrophe« führen, bei der »alle Lebensformen von der untersten bis zur obersten Entwicklungsstufe der Evolution zerstört werden können«.
Die Schweizer Firma »Oil Treatment International« hat ungiftige Stoffe entwickelt und getestet, muss allerdings auf die Zulassung in den USA warten...

Eine interaktive Karte stellt das Ausmaß der Katastrophe dar. Einerseits ist der Ölteppich im Golf von Mexiko zu sehen. Andererseits kann jeder seinen Heimatort im weißen Kästchen vor "Move the spill" eingeben und sehen, welche Größe der Ölteppich bei ihm hätte. Damit wird es vorstellbar und anschaulich, in welchem Radius um die Austrittsstelle das Öl sich im Meer verteilt hat.
http://www.ifitwasmyhome.com

Livestreams von den BP-Unterwasserrobotern finden Sie bei
http://www.bp.com/genericarticle.do?categoryId=9033572&contentId=7062605

Die Offshore-Ölförderung ist nur der Beginn der industriellen Erschließung der Tiefsee. Dort soll in den nächsten zwei Jahrzehnten auch der Erzabbau in Gang kommen – ökologisch eine ziemlich heikle Angelegenheit. Auch in der Nordsee ist ein Öl-Unfall jederzeit möglich.  Mehr bei
http://www.heise.de/Deepwater-Horizon-1026596.html
http://magazin.cultura21.de/gesellschaft/regional/oel01.html

Die schlimmsten Ölunfälle:
http://www.utopia.de/galerie/die-bislang-schlimmsten-oelkatastrophen
http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/9301
http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/576979

Öl-Bohrungen sind in Wirklichkeit nicht beherrschbar, besonders nicht in der Tiefsee.
Unser täglicher Ölverbrauch verwüstet den ganzen Planeten. Letztlich landen die Ölprodukte in Form von Plastikmüll im Meer und gelangen so in unsere Nahrungskette.
 

Internationaler Aufruf: Boykottiert BP

Angesichts der dramatischen Katastrophe im Golf von Mexiko und der skandalösen Entwicklungen in diesem Zusammenhang, wendet sich "ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie" mit einem Internationalen Boykott-Aufruf an die Öffentlichkeit: "BP ist mit einem ausgewiesenen Umsatz von 367 Milliarden Dollar der viertgrößte Konzern der Welt. Die durch BP verursachte Katastrophe im Golf von Mexiko ist ein erschütterndes Beispiel, wie die hinter dem Konzern stehenden Kapitalbesitzer und die verantwortlichen Manager in ihrer rücksichtslosen Jagd nach Gewinn und Profit unseren Planeten an den Abgrund des Ruins treiben. Dazu gehören auch Tochterunternehmen und Marken wie AMOCO, ARAL, ARCO, BP-Solar, CASTROL, am/pm, und WILD BEAN CAFÉ."
Zur BP-Boykott-Formular
 

Erdöl-Weltverbrauch

Treibstoff, Düngemittel, Pestizide, Heizöl, Plastikspielzeug, Einkaufstaschen, CDs, Kontaktlinsen, Medikamente und Farben – fast alle Produkte und Aktivitäten des industrialisierten Lebens sind mit Ölverbrauch verbunden. Jeden Tag werden weltweit etwa 85 Millionen Barrel Öl verbraucht. Oder anders ausgedrückt: jede Sekunde 1.000 Fässer.
Weltweit werden jedes Jahr auch 50.000 Tonnen Mineralöl-Produkte für die Kosmetik-Industrie zum Waschen, Duschen oder Baden hergestellt. Das entspricht der Größe eines respektablen Öl-Tankers. 50.000 Tonnen landen jedes Jahr durch den Abfluss in den Wasserkreislauf, also verunreinigen weltweit 50.000.000.000 Kubikmeter Wasser.

Der tägliche Verbrauch weltweit liegt im Jahr 2008 bei etwa 87 Millionen Barrel.
USA (20,1 Millionen Barrel)
Volksrepublik China (6 Millionen Barrel)
Japan  (5,5 Millionen Barrel)
Deutschland  (2,7 Millionen Barrel)
Der Weltverbrauch steigt derzeit um 2% pro Jahr an.
Nur eine Stunde des Welt-Ölverbrauchs lief bislang im Golf von Mexico aus.
http://oe1.orf.at/programm/232223
http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l#Weltverbrauch
 

Das Öl-Desaster vor der Tür

Rund 140 Kilometer vor der schottischen Küste sprudelt das Methan aus dem Meeresgrund. Am 20. November 1990 stachen die Ingenieure von Mobil Oil (heute Exxon Mobil) von ihrem Bohrturm aus in den Grund. Statt Öl trafen sie Gas. Es kam zu einer Explosion, die einen Krater mit 15 Meter Durchmesser in den Meeresgrund riss. Daraus sprudelt seit zwei Jahrzehnten Methan, eines der schlimmsten Klimakiller. Methan wirkt 20- bis 30-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid (CO2).
Wie viel Methan in den vergangenen 20 Jahren aus dem Bohrloch in der Nordsee gesprudelt ist, kann niemand sagen. Es fehlen Langzeitstudien. Nur zwei deutsche Forscherteams haben dort bislang gemessen.
Bereits 1998 hatten Exxon Mobil und die britische Regierung die Untersuchung des Gaslecks eingestellt. Es habe keine Gefahr für die Umwelt bestanden, so ein Sprecher des britischen Ministeriums für Energie und Klimaschutz, sie fühlten sich nicht verpflichtet, etwas zu tun.
In der Wüste Turkmenistans strömt aus einem falsch gesetzten Bohrloch bereits seit 39 Jahren Methan. Die Sowjets zündeten das Gas an, damit statt Methan das weniger schädliche Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Auf einer Fläche, so groß wie ein Fußballfeld, lodern die Flammen aus dem Wüstenloch. Der Krater heißt »Tor zur Hölle«.  Mehr bei
http://www.zeit.de/2010/24/Nordsee-Bohrloch-Methan
 

Im Rausch der Tiefe - wieviel BP kommt noch?

Immer höhere Risiken geht die internationale Öl- und Gasbranche ein, um die letzten fossilen Rohstoffreserven der Erde zu fördern – auf Kosten von Mensch und Umwelt. Dies ist das Fazit der aktuellen Branchenstudie der oekom research AG.
http://www.oekom-research.com/index.pressemitteilung_23062010
 

Der nächste Ölpreisschock kommt bestimmt!

Momentan ist der Ölpreis rezessionsbedingt niedrig. Sobald die Finanzkrise überwunden ist, wird es mit den hohen Ölpreisen wieder losgehen - und mit steigenden Preisen für Metalle, Nahrungsmittel etc.
Russland will künftig enger mit den Scheichs kooperieren. Zudem plant Putin, mit anderen wichtigen Förderländern ein Gaskartell nach dem Vorbild des Ölkartells zu formen, um die westlichen Industriestaaten besser unter Druck setzen zu können.
Das größte Problem ist, dass wir auf den nächsten Ölpreisschock und seine heftigen wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen überhaupt nicht vorbereitet sind. Uran ist wegen Unentsorgbarkeit als Ersatz ungeeignet und würde nicht mal 40 Jahre reichen.
Sonne, Wind und Wasserkraft stehen uns mehr als ausreichend zur Verfügung sowie auch das nötige know how. Doch die derzeitige Wirtschaft und die von ihr gesponsorte Politik haben Angst vor Veränderungen, denn noch verdienen einige sehr gut am Öl.
Die Vernachlässigung der Umwelttechnologien bringt uns das größte nur vorstellbare Desaster; ökonomisch, politisch, sozial und klimatisch!
Einzige Lösung: Jetzt im großen Stil in erneuerbare Energien (Wind, Wasser, Sonne, Geothermie, Meeresengergie etc.) zu investieren und Ölprodukte gezielt zu verweigern. Nach dem Ölpreisschock ist es zu spät!  Mehr in unserem
Spezial Ölschock und Ölpreis
 
 

Totale Überwachung

Zusammenhang zwischen Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung

Nach der neuen europäischen Sicherheitsdoktrin ist jede(r) Bürger(in) solange verdächtig, bis seine/ihre Unschuld bewiesen ist.
Diese Unschuld ist täglich neu zu beweisen.

Wir sind es von den Medien gewohnt, täglich mit personaler Gewalt in Form von Einzelkriminalität behagelt zu werden. Dadurch wird eine negative Gewalt-Realität erzeugt, die die strukturelle Gewalt des Staates - auch in Form von Bespitzelung - rechtfertigen soll. Nun braucht man uns nur noch davon abzulenken, dass diese täglich wächst.
Der Wunsch nach totaler Überwachung ist Ausdruck einer bourgeoisen Gesellschaft, die die Menschen gern kategorisieren, ordnen und kontrollieren möchte. Dieser Wunsch entspringt einer Zwanghaftigkeit zur Ordnung, die sich z.B. auch bei vielen Innenministern beobachten lässt. Es beginnt in der analen Phase und endet im Faschismus. Was anfangs nur geregelte "Sicherheit" schaffen soll, endet in seinen Auswüchsen leicht in einem krypto-faschistischen System mit konsumptivem Schwerpunkt, in dem nur das Geld regiert. Es lässt sich auch gut als "Demokratie" tarnen (obwohl es nur eine Parteien-Demokratie mit schnöden Fraktionszwängen ist, aber keine Basis-Demokratie).
Faschismus ist die extremste Form des Kapitalismus. Die Erziehung zum komsumptiven Verhalten konzentriert die Menschen hauptsächtlich auf den Erwerb von Konsümgutern oder gar deren Anbetung, denn so verlieren sie schnell den Überblick und das Interesse am politischen und gesellschaftlichen Gefüge und deren Unzuträglichkeiten. Nur so ist es zu erklären, dass kaum jemand noch dagegen aufbegehrt; weder gegen sinnbefreiten Konsumzwang, noch gegen (noch) verfassungswidrige Bürgerrechtsbeschneidungen wie Datenschutz oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Telefon, Internet, Handy, Cam, Navigationssystem etc. sind die Konsum-Köder, die diese totale Überwachung überhaupt erst möglich machen!
Technische Barrieren wird es bald nicht mehr geben. Die Vermarktungstaktik, also die Kunst des Schmackhaftmachens, ist einfach: Die am wenigsten akzeptierbaren Möglichkeiten werden für die Zeit des Markteinstiegs vertuscht, um sie anschließend besser verkaufen zu können.
Die Gesellschaft ist es, die darüber zu entscheiden hat, wie viel persönliche Überwachung sie künftig zulassen will.
Die Greueltaten im Dritten Reich waren nur möglich, weil die Exekutive zu viel Macht erhalten hatte.

Interessant ist auch, dass es bei uns gar keinen Terror gibt, sondern nur Terroristen-Jäger und Panikmacher. Wird die Angst vor Terror etwa bewusst geschürt, um uns in den totalen Überwachungsstaat zu treiben? Mit Überwachung lassen sich offensichtlich auch gute Geschäfte machen...
Wesentlich gefährlicher als der internationale Terrorismus sind Faktoren, die unser modernes Leben bestimmen:
1. Die Folgen des Klimawandels.
2. Der Kampf um die immer knapper werdenden Ressourcen, vor allem das Öl.
3. Die wachsende Ungleichheit in Wirtschaft und Gesellschaft und eine damit einhergehende Marginalisierung der Mehrheit der Menschen - vor allem in den ärmeren Ländern.
4. Die weltweite militärische Aufrüstung, konsequente Weiterentwicklung von Massenvernichtungswaffen und herrschende Kriege, die Unmengen an CO2 produzieren.  Mehr bei
http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm
http://www.taz.de/digitaz/2008/06/28/a0027.nf/text
 

Der präventive Überwachungsstaat:
"Der Mensch, der bereit ist, seine Freiheit aufzugeben, um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren."
Benjamin Franklin
 

Verhaltensüberwachung per Handy

Apple hat gerade seine Software für das iPhone und andere Geräte wie das iPad aktualisiert – und wer sie installieren will, muss vorher einmal sein Okay zu umfangreichen Detailklauseln geben. Eine davon hat es diesmal in sich.
Denn Apple will jetzt, dass die Nutzer dem Konzern explizit das Recht geben, Bewegungsdaten zu erheben – anonymisiert, aber potentiell immer und überall. Apple will wissen dürfen, wo sich seine Kunden aufhalten. Die Daten sollen bei Nachfrage auch an Diensteanbieter weitergegeben werden. Im Passus zu standortbezogenen Diensten heißt es, der Konzern, seine Partner und seine Lizenznehmer könnten "präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben, einschließlich des geografischen Standorts Ihres Apple-Computers oder -Geräts in Echtzeit".
Diese Nutzungsbedingung dürfte ziemlich viele Nutzer überrascht haben – wenn sie ihnen im Wust der Regelungen überhaupt aufgefallen ist. Bewegungsdaten von allen iPads und iPhones erfassen zu dürfen, eröffnet neue Ansätze für Dienste und Werbevermarktung. Aber wirft auch Fragen zum Datenschutz auf.
Je größer die Datensätze sind, desto leichter kann man die Identität des Nutzers rekonstruieren. Wenn nur Name oder Gerätenummer durch Pseudonyme ausgetauscht werden, lässt sich anhand der Bewegungsmuster schnell herausfinden, wo der Nutzer arbeitet, lebt, wann und wo er Urlaub macht – das kann genügen, um einen Namen zuzuordnen.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,701230,00.html
 

Schöne neue Überwachungswelt?

Eine Schutzstaffel kam vorbei und Diane hielt ihr Ohr in Richtung des tragbaren Scanners. "ssssssst... Danke für die Überprüfung Ihrer Personalien, Diane20031227164" schnarrte der Scanner und fügte ein "Bitte weiterhin auf das Gewicht achten, Diane20031227164" hinzu.
Als sie die letzte Zeitung in einen der "Post Receiving Agents" eingeführt hatte, der nicht nur den Inhalt kontrollierte (man wusste ja nie – immerhin gab es schon mal Untergrundler, die gefälschte Zeitungen in Umlauf brachten) sondern auch die Fingerabdrücke darauf, gähnte sie und machte sich auf den Heimweg als plötzlich die Luft um sie herum zu knistern begann. Zuerst dachte Diane, dass hier gerade ein Testversuch für eine neue-nichttödliche Waffe begann, aber solche Tests wurden ja eher in den Elendsvierteln durchgeführt...  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/magazin/lit/32874/1.html
 

Google Street View Widerspruch

Mit der Einführung von Street View ermöglicht Google es seinen Nutzern, die Welt mithilfe von Bildern zu erkunden.
Die Funktion stellt dem Nutzer innerhalb von Google Maps Panoramabilder auf Straßenebene in 360° horizontal und 290° vertikal zur Verfügung. Google sammelt diese Bilder unter Verwendung einer speziellen Ausrüstung, besonderen Kameras und unter Einsatz von GPS-Technik. Nach Aufnahme der Bilder werden diese zu einem 360°-Panoramabild zusammengefügt.

Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Haus, Ihr Grundstück und ihr Auto für alle User im Internet sichtbar sind, können Sie dies Google untersagen. Jede/r hat das Recht und die Möglichkeit, der Erhebung und Veröffentlichung von Aufnahmen der eigenen Person, von eigenen Kraftfahrzeugen und selbst bewohnten oder genutzten Gebäuden bzw. von Grundstückseigentum zu widersprechen.
Hinweise zum Einlegen von Widersprüchen gegenüber Google Inc./USA bzw. Google Germany GmbH gegen die Erhebung und Veröffentlichung von Aufnahmen durch den Dienst „Google Street View“ finden Sie bei
https://www.datenschutzzentrum.de/streetview-widerspruch.html
http://www.forumcivique.org/technologie-die-kunst-des-schmackhaftmachens
 

Automatischer Scan

Huntertausendfach scannt die Polizei jeden Tag per Kamera Kfz-Kennzeichen und gleicht die Ergebnisse mit ihren Datenbanken ab - sogar trotz eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts.
Die Bürger stehen unter Generalverdacht: Mecklenburg-Vorpommerns Polizei hat im großen Stil Autokennzeichen gescannt und mit Fahndungslisten abgeglichen - obwohl das Verfassungsgericht diese Praxis verurteilt hat. Jetzt droht erneut eine Klage.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,638526,00.html#ref=nldt

USA scannen jetzt alle zehn Finger: Ab jetzt müssen Ausländer, die am Washingtoner Flughafen in die USA einreisen, die Abdrücke aller Finger abgeben. Bisher wurden nur die beiden Zeigefinger gescannt.
Und in Japan werden biometrische Daten von Ausländern für 70 Jahre gespeichert.
 

"Wir werden aus hysterischer Terroristenfurcht mehr und mehr zu einem Überwachungsstaat, betreiben das Geschäft der Terroristen, indem wir das, was die Terroristen so hassen, nämlich den demokratischen Rechtsstaat, mehr und mehr schwächen, wobei wir es hinnehmen, dass ein Innenminister von Woche zu Woche die Angst antreibt. Ich sehe, wie bestimmte politische Leistungen der Nachkriegszeit, auf die wir eigentlich stolz sein könnten, ins Bröckeln geraten. Wir machen einen Kotau vor dem Terrorismus, indem wird die Grundrechte schmälern. All das ist Abrissarbeit am Gebäude der Demokratie, das wir mit sehr viel Mühe aufgebaut haben."
Günter Grass

Mehr vom Überwachungsstaat finden Sie bei
http://www.umweltbrief.org/neu/html/Ueberwachung.html
 
 

Buchtipp

Eric Theiß: Regenerative Energietechnologien

Das Fachbuch „Regenerative Energietechnologien“ von Eric Theiß vermittelt dem Leser einen umfassenden Überblick über die marktreifen regenerativen Technologien, Prototypen und Innovationen in der Technischen Gebäudeausrüstung.
Es vermittelt dem Leser einen umfassenden Überblick über die marktreifen regenerativen Technologien, Prototypen und Innovationen in der Technischen Gebäudeausrüstung. Unter Zugrundelegung der aktuellen Regelwerke, Verordnungen und Richtlinien werden die charakteristischen Parameter jeder Technologie beleuchtet und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen angestellt.
Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart, Fachbuch, 323 Seiten, ISBN 978-3-8167-7514-0, 49,-- Euro, Online-Kauf bei
http://www.energiefachbuchhandel.de/Regenerative-Energietechnologien.htm
 

Filmtipp

José Antonio Quirós: Federicos Kirschen

Ein Kalb wird geboren und auf den Namen Kyoto getauft, ein störrischer Bauer führt einen don-quichotesken Kampf gegen ein Kraftwerk. Federicos Kirschen ist filmische Lobbyarbeit und will mehr auch gar nicht sein. Das Herz dieser kleinen Produktion ist Federico, der etwas störrische Bauer, der seit 40 Jahren für die Abschaltung des Kraftwerks kämpft. Seine große Hoffnung ruht dabei auf der Verwirklichung des vielerorts längst vergessenen Kyoto-Abkommens, das gar als Namensgeber für ein neugeborenes Kalb herhalten muss.
Als der Schotte Pol Ferguson mit seinem Caravan in einem nordspanischen Dorf aufgrund einer Autopanne zur unfreiwilligen Rast gezwungen wird, erlebt der Autor von Touristenführern einiges Neues. Zum einen knüpft er erotische Bande mit der alleinerziehenden Mutter Cristina, zum anderen begegnet er der verschrobenen Dorfgemeinschaft, die der Streit über ein Kohlekraftwerk entzweit. Besonders der alte Bauer Federico kämpft seit Jahrzehnten gegen die die Natur verschmutzende Anlage, weshalb er nur noch wenig Freunde hat.
Am 6. Mai startet die spanische Umweltkomödie "FEDERICOS KIRSCHEN - Cenizas del Cielo" von José Antonio Quirós in den deutschen Kinos. Der spanische Regisseur begleitet den Film auf die Kinotour in Karlsruhe (30.4. Schauburg Kino), Heidelberg (1.5. Gloria ), Bochum (2.5. Casablanca), Köln (2.5 Cinenova) und Düsseldorf (2.5. Metropol).
Als Hommage an die Liebe zur Natur läuft "FEDERICOS KIRSCHEN - Cenizas del Cielo" in Kooperation mit Greenpeace und wird zum Teil von Mitgliedern der Umweltorganisation begleitet, zudem werden Expertengespräche in den Startkinos organisiert.
In Deutschland gibt es 71 Kohlekraftwerke, die jährlich 345 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. 25 weitere Kraftwerke sind im Bau bzw. in Planung.  Mehr bei
http://www.critic.de/filme/detail/film/federicos-kirschen-2119.html
http://www.federicoskirschen.de
 
 

Statistik

Papier-Verschwendung

Die Hoffnung, dass die Verbreitung von Computern, E-Mails und Internet Papier spart, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Der durchschnittliche Papierverbrauch hat sich sogar erhöht. Weltweit wächst der Verbrauch jährlich um 20%. Dabei gehört Papier zu den wasserintensivsten Produkten überhaupt. Das anfallende Abwasser muss aufwendig gereinigt werden. Reststoffe und Wärme werden an unsere Flüsse abgegeben. Vor allem im Ausland werden für die Papier- und Zellstoffproduktion auch große (Ur-)Waldflächen gerodet.
Die Papierherstellung fordert viele wertvolle Ressourcen: Holz, Energie und Wasser. Zudem werden Luft und Wasser dabei durch Schadstoffe belastet. Im Jahr verbrauchen wir durchschnittlich 250 Kilo Papier pro Kopf.

>>> Vermeiden Sie unnötige Ausdrucke und verweigern Sie Werbung mit Hilfe der Robinsonliste und
Briefkasten-Aufklebern

Weitere Papierspartipps bei
http://www.utopia.de/galerie/top-ten-papierspartipps
 
 

Umwelt-Termine

Von Juni bis Dezember 2010 in Mecklenburg-Vorpommern: Präsenzphase für die Internationale Sommeruniversität 2010. Bewerbung zur Internationalen Sommeruniversität 'Audiovisuelle Kommunikation Erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Klimafolgen' ab sofort möglich.
http://www.uinternacional.org/front_content.php?idart=1259

02. bis 03. Juli 2010 in Hesperingen, Luxemburg: "emobility" - Ausstellung elektrischer Fahrzeuge aller Art.
http://www.klimawelt.lu/2010/03/24/e-mobility
http://www.pluginamerica.org/vehicles

07. bis 08. Juli 2010, Pullmann Cologne, Köln: 2. WirtschaftsWoche Konferenz "Stadtwerke und Kommunalwirtschaft" - Der Reiz kommunaler Energieversorgung
http://www.konferenz.de/pr-wiwo-stadtwerke2010

09. bis 11. Juli 2010, in Bad Blumau: Großes Klimabotschaftertreffen
Tausche Dich aus, lerne und werde aktiv!
http://germany.plant-for-the-planet.org/klimabotschaftertreffen

10. Juli, 11 bis 17 Uhr im Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, Berlin: The key.to – der Event für grüne Mode, nachhaltigen Lebensstil und Kultur.
http://thekey.to/program

12. bis 16. Juli 2010 in Strodehne (Havelaue) + 11. September 2010 in Potsdam: Jugend-Leiter-Seminar (grundlegende Qualifikationen, Jugendgruppen zu leiten, zu moderieren und zu betreuen).
http://www.bundjugend-brandenburg.de/neu/index.php?option=com

28. und 29. August 2010 in der Stadthalle Eckernförde: Umwelt 2010 - Energie, Bauen & Wohnen. Eckernförde im Rahmen des Jubiläums der Stadtwerke Eckernförde.
http://www.umwelt2010eckernfoerde.messe.ag

30. bis 31. August 2010, Kempinski Hotel Bristol, Berlin: Handelsblatt Jahrestagung "Erneuerbare Energien 2010" - Investitionssicherheit für Erneuerbare Energien.
http://www.konferenz.de/pr-ee2010

16. bis 22. September 2010, europaweit: Europäische Mobilitätswoche 2010: Clever unterwegs, besser leben.
http://klimabuendnis.org/mobility-week0.html?&L=1

21. bis 22. September 2010, Hotel Hessischer Hof, Frankfurt am Main: EUROFORUM-Konferenz "Technologiemetalle". Technologieführerschaft braucht sichere Rohstoffversorgung.
http://www.euroforum.de/pr-technologiemetalle2010

21. bis 25. September 2010 in Husum: HUSUM WindEnergy - Leitmesse der Windenergie.
http://www.husumwindenergy.com

03. Oktober 2010: Tag der Regionen mit dem diesjährigen Motto "Wer weiter denkt - kauft näher ein".
http://www.tag-der-regionen.de/index.php?id=162
http://www.tag-der-regionen.de/index.php?id=21

19. bis 21. Oktober 2010 in München: Messe eCarTec München 2010 - Elektro-Fahrzeuge, Energiemarkt, Speicher-Technologie, Antriebsstrang, Fahrzeugbau und Finanzen.
http://www.ecartec.de

15. bis 18. November 2010 im CCH Hamburg: ISWA World Congress 2010 - "Urban Development and Sustainability".
http://www.iswa2010.org/de

22. bis 24. November 2010 im SEMINARIS CampusHotel Berlin: 5. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien IRES 2010. Hochtemperaturspeicher für Concentrating Solar Power (CSP), Wärmespeicher für industrielle Anwendungen, Eigenverbrauch von Solarstrom, realisierte Systeme und damit gemachte Betriebserfahrungen.
http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&

19. bis 20. Mai 2011 Messe Augsburg: DCONex - KongressMesse für Schadstoffmanagement und Altlastensanierung.
http://www.itv-altlasten.de
 

Umweltfreundliche Grüße
Ihr Umweltbrief-team
 

PS: Konsumarbeiter

Die Ausbeutungsmaschinerie der Konsumgesellschaft schreitet voran, und die Machtunterworfenen tun dabei mit. Oft sogar recht gern, denn Konsumieren ist der einzige Lebensbereich, in dem die Glücksversprechen noch halbwegs halten. Und die Arbeit, die der Konsum macht, die Co-Produktion, zu der Verbraucher "eingeladen" werden, gefällt diesen anscheinend. In der Selbstbedienungsgesellschaft wird gern gratis gearbeitet.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32843/1.html
 

Schreiben Sie uns Ihre Meinung an global@umweltbrief.de
Umweltbrief
> Gratis-Newsletter abonnieren
home

Der Umweltbrief ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten.